Geocaching rund um… Marktsteft

Über Pfingsten war ich mal wieder auf Geocaching-Tour unterwegs gewesen. Denn dank der Corona-Zeit, wo man nun nicht all so weit weg fahren kann, kam der eine oder andere Cacher auf die Idee, mal selbst ein paar neue Dosen bei sich in der Gegend auszulegen.

Und ganz ehrlich, selbst wenn man bei diesem “Spiel” nur als “Sucher und Finder” unterwegs ist, der keine eigene Caches ausgelegt hat (also mit anderen Worten: Ich rede gerade von mir selbst), ist es auch immer wieder toll, nicht all so weit weg von seinem Wohnort fahren zu müssen. Denn schließlich möchte man ja auch unter anderem der Natur nicht noch mehr schaden, als wir es wohl im Allgemeinen eh schon tun. 

Aber der Klimawandel und alles, was dazu gehört – dieses lassen wir nun außen vor. Denn heute möchte ich dir gleich von einer ganzen Reihe von Caches berichten, die es in einer kleinen unterfränkischen Gemeinde direkt am Main versteckt liegen.

INHALTSVERZEICHNIS
Wo und um welche Art von Caches geht es in diesem Bericht?
Die kleine Gemeinde Marktsteft und der ERSTE Fund
Geocaching meets Fishing
Die weiteren Funde
Das Ende der “Runde” und mein Fazit

Wo und um welche Art von Caches geht es in diesem Bericht?


Und wo befinden sich nun die Caches ganz genau? Natürlich mal wieder im Kitzinger Landkreis, genauer gesagt in Marktsteft. Und falls du mich nun schon etwas länger kennst, wird dir vielleicht auffallen, dass ich hier bereits schon einmal unterwegs war. 

Anfang des Jahres wollte ich dort nämlich gerne den Panoramaweg erwandern, was jedoch wegen starken Unwetter wortwörtlich ins Wasser fiel. Doch an einem kleinen Cache, direkt an einem alten Wasserwerk, bin ich dran vorbei gelaufen. (Du kennst den Bericht noch nicht und bist neugierig geworden? So schau doch gleich mal *hier* vorbei.)

Doch wie eben bereits erwähnt, gibt es in Marktsteft nun weitere Caches, die regelrecht darauf gewartet haben, von mir gesucht und gefunden zu werden. Insgesamt 7 neue Dosen lagen versteckt in der Gegend, bestehend aus 6 Tradis und einem Multicache. Allgemein könnte man sagen, dass man ruhig einen Tagesausflug nach Marktsteft einlegen kann, denn insgesamt 9 Caches liegen in und um dieser kleinen Gemeinde versteckt. 

GC8P5YV – Franken unter Spannung 1 – Masten für Zwerge
GC8QXDB – Franken unter Spannung 2 – Mittelspannungsmast
GC8RKKE – Achtung Muggel
GC8NC6J – Gestützer Baum
GC7PYME – Wasserwerk
GC8NC6N – Holzgabel
GC8BMEJ – Roter Punkt
GC8NB00 – Geocaching meets Fishing
GCG8HH – Fire-Water-Earth-Air

Alle Geocaches findest du auch auf meiner
Leseliste bei geocaching.com

Wo aber nun die Caches liegen, oder welche Antworten für den jeweiligen Multi-Cache richtig sind, verrate ich natürlich nicht. Denn ich selbst finde, dass ich dir mit diesem Beitrag nur einen kleinen Einblick in mein Hobby geben möchte. Und wer weiß: Vielleicht findest du das, was ich hier so schreibe und zeige, recht interessant, so dass du dort gerne selbst mal auf die Suche gehen möchtest. 

Aber genug um den heißen Brei geredet, fangen wir nun mal direkt an:

Die kleine Gemeinde Marktsteft und der ERSTE Fund


Wie eben bereits schon erwähnt, war ich wieder im unterfränkischen Landkreis Kitzingen unterwegs gewesen. Und ja, dieser Landkreis ist recht groß, gehört aber zu meiner Homezone von Geocaching. Mit nur ein paar Minuten Autofahrt befand ich mich auch gleich mitten in dieser kleinen Gemeinde. So führten mich die Straßen entlang an kleinen Gassen vorbei, bis hin zu einem Parkplatz direkt am Main.

Voller Tatendrang bin ich aus dem Auto gestiegen und schaute gleich auf der Geocaching-App nach, welchen Cache ich als Erstes angehen möchte. Denn eines musst du vorweg noch wissen: All die Caches, die ich an diesem Tag suchen wollte, habe ich für mich selbst auf einen kleinen Rundweg von ca. 10 Kilometer gelegt.

Doch was entdecke ich auf der Geocaching-Karte? Ein neues Tradi-Symbol, welches noch am Vortag nicht vorhanden war? Kann es sein, dass hier ein nagelneuer Cache liegt? Und vielleicht ich selbst die Erste bin, die ihn findet? Ein FTF-Fund hatte ich noch nie gehabt, und dabei betreibe ich dieses Hobby seit 5 Jahren schon. (Früher unter einem anderen Nicknamen, mehr dazu findest du unter den Beitrag “über mich”.) 

Ich glaube, das Foto sagt wohl genügend aus. Ich durfte mich tatsächlich als Erstes ins Logbuch verewigen. Und ja, die Freude darüber ist immer noch riesig groß.

Geocaching meets Fishing


Nach diesem recht tollen Fund ging es dann weiter am Main entlang. Vorbei am alten Hafen, wo es leider in diesem Jahr kein Hafenfest gibt, zu einer kleinen Aussichtsplattform direkt am Main. Die Sitzgelegenheiten laden einem richtig zum Verweilen ein. Die Sonne von oben, den Blick auf den Main – einfach nur traumhaft.

Aber für eine Pause war es noch viel zu früh. Denn hier beginnt nämlich der einzige Multicache, den ich mir für diesen Tag ausgesucht habe. “Geocaching meets Fishing” lautet der Titel, was mich doch recht neugierig gemacht hat. Mein erster Gedanke war ein Angelcache als Multi, aber als ich mir das Listing genauer durchgelesen habe, war ich doch etwas erleichtert, dass dieses nicht der Fall ist. 

Verstehe mich nicht falsch, ich habe nichts gegen Angelcaches. Einmal durfte ich mit einer kleinen Gruppe aus Nürnberg zusammen los und die Caches von den Bäumen angeln. Und ja, es hat sehr viel Spaß gemacht. Vor allem, weil man so aufgefordert ist, seinen eigenen Blickwinkel zu verändern. Doch ich persönlich besitze leider keine Angeln zum Cachen, und somit vermeide ich gerne diese Art von Verstecken. 

Dieser Multicache führte mich entlang des Mains, bis hin zu einem Anglerverein. So lernte ich nicht nur die Schönheit der Natur aus der Sicht eines Anglers kennen, sondern dank Infotafeln auch einiges über den einen und anderen Fisch. Ich muss nämlich gestehen: Ich komme zwar aus dem Norden, aber so richtig mit jeder Fischsorte kenne ich mich nun nicht aus. Flunder, Karpfen, Scholle und Aal kann ich wohl auseinanderhalten, aber da hört der Spaß auch schon auf. 

Die weiteren Funde


Nachdem ich die Finalkoordinaten von “Geocaching meets Fishing” zusammen gerechnet habe, und mich auch ins Logbuch verewigt habe, ging mein Weg wieder zurück in die kleine Gemeinde. Marktsteft sieht zwar auf dem ersten Blick recht klein aus, doch wenn man von Cache zu Cache läuft, hat man doch das Gefühl einen Marathon zu laufen. 

Der Weg führte mich vorbei an bemalten Steinen, was aktuell ja auch recht beliebt ist, bis hin zu meinem alten Weg: Den Panoramaweg. Schnell ging mein Blick hoch zum Himmel, doch an diesem Tag hatte ich Glück – kein Regen in Sicht! Aber vielleicht lag es auch daran, dass ich mich nur kurz auf diesem Wanderweg befand und ihn auch nicht erwandern wollte. Wer weiß, wer weiß…

Natürlich musste ich auch auf die Aussichtsplattform des alten Wasserwerks gehen, und mir mal Sulzfeld am Main bei Sonnenschein ansehen. Denn ja, man merkt richtig die Unterschiede zwischen Winter und Sommer. Das triste Grau in Grau ist weg, und alles erstrahlt in unterschiedlichen Farben. 

So konnte ich auch nicht anders und musste mir gleich mal einen Schluck Wein genehmigen. Nein, das war natürlich ein kleiner Spaß. Sobald ich Auto fahre, trinke ich keinen Schluck Alkohol. Aber trotzdem hielt ich eine Weinflasche in den Händen, als ich den Weg weiter fort setzte. Und wie du nun bereits auf dem Foto erkennen kannst, handelt es sich hierbei tatsächlich um einen Cache. 

Da stellst sich mir die Frage: Trinkt der Owner gerne mal einen Wein? Oder ist er sogar selbst Winzer? Und könnte er mir vielleicht einen recht guten Wein empfehlen? Aber auf diese Fragen bekomme ich wohl keine Antworten. Außer natürlich, er liest selbst diesen Bericht und schreibt es mir unten in die Kommentare. 

So lagen noch einige Tradis vor mir, die mich in einem Abschnitt des Naturschutzgebietes führte. Vorbei an Kirschbäumen, die schon Früchte tragen, an einem kleinen “Tümpel”, bis hin zu vollen Getreidefelder. Immer wieder hatte ich eine tolle Weitsicht ins Maintal gehabt, was meine Wanderlaune natürlich steigerte. 

Das Ende der “Runde” und mein Fazit


Als ich schließlich jeden Cache gefunden habe, den ich mir an diesem Tag vornahm, ging ich mit einem breiten Lächeln im Gesicht zurück zum Auto. Erst dort merkte ich, dass ich ganze 4 Stunden schon unterwegs war. Aber natürlich keine reine Laufzeit. Ich blieb öfters hier und dort mal stehen, um die Natur und die Landschaft zu genießen. 

So kam es auch, dass ich einen “kleinen” Rundweg von 10 Kilometer erwandert bin. Und ich bin ehrlich: Dadurch, dass ich immer wieder einen Cache zu Suchen hatte, kamen mir diese 10 Kilometer gar nicht so lang vor. Ich selbst hatte eher ein Gefühl gehabt, als ob ich einen gemütlichen Spaziergang gemacht habe. 

Und wie ich eben schon bereits erwähnt habe, ist Marktsteft auf jeden Fall für einen Tagesausflug wert. Die kleinen Sehenswürdigkeiten dieser Gemeinde, sowie so manche schöne Stelle am Main, laden einem regelrecht ein, hier einen Tag zu verbringen. Und auch für uns Cacher kann man Marktsteft auch aus einer ganz anderen Sichtweise kennen lernen. 


So verrate mir doch mal: Legst du öfters mal einen Tagesausflug ein, um nicht nur zu cachen, sondern dir auch im Allgemeinen den Ort genauer anzuschauen? Und warst du vielleicht schon mal in Marktsteft gewesen? Vielleicht sogar auf den “berüchtigten” Hafenfest, welches so gut sein soll? So schreibe es mir doch gerne hier in die Kommentare. 

Ansonsten bleibe gesund und immer stets neugierig. 
Wir sehen uns beim nächsten, kleinen Abenteuer wieder. 

Dein Weltenspatz Shelly

Sonnenuntergang bei den Windrädern – Erzählung eines kleinen Abenteuers

Das sehr gute Feedback für das Foto von dem “Sonnenuntergang bei den Windrädern” auf Instagram und Facebook hat mich ermutigt, dir mehr davon zu zeigen. Denn ja, ich hatte richtig viel Spaß an diesem Abend und das eine und andere gute Foto ist dabei auch entstanden. Und diese möchte ich dir natürlich nicht vorenthalten. 

Ausgesucht für den Spot habe ich mir einen kleinen Feldweg, der direkt an der B8 liegt. Täglich fahre ich hier täglich vorbei und betrachte immer mit einem Lächeln die Windräder. So kam mir eines Tages der Gedanke, einfach mal einen Sonnenuntergang dort zu erleben. 

Warum gerade bei den Windrädern?


Meine Liebe zu den Windrädern habe ich schon etwas länger. Vielleicht liegt es daran, dass mein Vater bei einem großen Energiekonzern arbeitet und gerade hier in Bayern die Windkraftenergie abrechnet. So habe ich selbst das Gefühl, etwas näher bei meinem Vater zu sein, auch wenn uns fast 700 Kilometer trennen. 

Und einen Sonnenuntergang, mit einem geliebten Menschen zu verbringen, ist doch immer etwas schönes. Auch wenn es nur in Gedanken ist, und die Fotos per WhatsApp hin und her geschickt wurden. Trotz allem fühlte ich mich sehr mit meinem Vater verbunden und genoss regelrecht die abendliche Stimmung. 

Das Warten zum Sonnenuntergang


So stellte ich mein Auto direkt am Pendlerparkplatz für die A7, bei Kitzingen, ab und ging einen Feldweg entlang. Lange musste ich aber nicht gehen, um für mich persönlich den perfekten Platz zu finden. Nach ein paar Metern stand ich fast direkt vor einem Windrad.

Für mich war es der erste Abend an diesem Ort gewesen, so dass ich keine Ahnung hatte, wo nun genau die Sonne unterging. So wählte ich mir mehrere Plätze am Feldweg aus, und wechselte immer wieder hin und her, bis ich dachte: Genau hier ist es perfekt!  

Doch bis es nun soweit war, dass die Sonne am Horizont verschwindet, dauerte es noch ein paar Stunden. Denn am frühen Morgen packte ich gleich die ganze Fotoausrüstung in mein Auto, so dass ich nach Feierabend gleich dieses Abenteuer starten konnte. Doch von meinem Feierabend aus bis zum Sonnenuntergang waren es noch fast 2 Stunden gewesen. Und diese können recht lang sein.

Mein ursprünglicher Plan war gewesen, dass ich dort noch etwas wandere, um so den perfekten Platz für die Aufnahmen zu finden. Doch den hatte ich ja schon bereits. So steckte ich mir meine Kopfhörer in die Ohren und habe etwas Musik gehört. Was dann doch etwas ausgeartet ist. 

Denn zu dieser Zeit lief das eine oder andere gute Lied, wo ich dann regelrecht auf dem Feldweg das Tanzen anfing und einfach laut mitgesungen habe. Denn schließlich dachte ich, ich bin hier alleine und es würde niemanden stören. Wie gesagt, dachte ich zumindest.

Denn als ich mal in eine kleine Pause vom Tanzen eingelegt habe und zur Fotokamera ging, um auf dem Auslöser zu drücken, merkte ich, dass sich rechts und links weitere Leute versammelt haben. Hätte ich mir aber auch an diesem Abend gleich denken können, dass wohl der eine oder andere Hobbyfotograf die gleiche Idee gehabt hatte.

Die Fotos des Sonnenuntergangs 


Ich kann dir leider nicht sagen, welche Einstellung ich an meiner Kamera vorgenommen habe, da ich selbst noch am üben bin. Ich hatte bisher noch nie eine System- oder Spiegelreflexkamera gehabt, so dass ich richtig fasziniert von den vielen Knöpfen und den damit verbunden Einstellungen war. 

Für mein nächstes Fotoshooting werde ich es einfach mal notieren und es zu den einzelnen Fotos dazu schreiben. Denn wer weiß, vielleicht bist du auch ein kleiner Hobbyfotograf und kennst dich damit recht gut aus und kannst mir wohl den einen oder anderen Ratschlag noch geben. 

Bis in die Dunkelheit stand ich nun an diesem Feldweg und machte in fast Minutentakt immer wieder Aufnahmen. Danach wurde es doch noch recht frisch, so dass ich meine Sachen zusammen packte, nach Hause fuhr und mich erstmal unter die heiße Dusche stellte. 

Aber genug auf die Folter gespannt: Jetzt zeige ich dir meine persönlichen, besten Fotos von diesem Abend. Und eines steht fest: Es war nicht das letzte Mal gewesen, wo ich dort bei den Windrädern stand. Es hat richtig viel Spaß gemacht.