Monatsrückblicke

MONTHLY 05 / 2o2o – Corona zwingt mich zur Planänderung

Es ist kaum zu glauben, aber wir haben die erste Hälfte vom Jahr 2020 hinter uns. Eine Jahreshälfte, die uns viel Geduld und Nerven gekostet hat. Und ich glaube, keiner von uns war darauf vorbereitet, was der Corona-Virus mit uns allen anstellen kann. 

So fielen meine Projekte regelrecht ins Wasser. Wie zum Beispiel den Ausbau meines kleinen Clios als Mikrocamper, und somit auch die Erkundungstouren durch “ganz” Deutschland. Geplant war als Erstes der Schwarzwald, sowie die Pfalz. Aber wie sagt man so schön: Aufgehoben ist nicht aufgeschoben. So werde ich optimistisch ins Jahr 2021 schauen, und mich somit auf viele kleine Abenteuer freuen.



Und so kam es auch, dass der letzte vergangene Monat Mai nicht wirklich etwas Besonderes für mich war. Ganz im Gegenteil. Hier in Bayern, bzw wohl auch in ganz Deutschland, wurden die Sicherheitsmaßnahmen gelockert. Was an sich natürlich nicht schlecht ist. Das Problem ist bloß, dass aber nun Jeder unbedingt raus in die Natur wollte. 

Verstehe mich da bitte nicht falsch. Ich finde es immer wieder toll, wenn Menschen raus in die Natur gehen, um diese zu entdecken. Doch die “typischen” Wanderwege waren einfach überfüllt, besonders an den Plätzen, wo man eine tolle Aussicht genießen kann. Und ja, sie blieben dort nicht nur stehen um in die Ferne zu schauen. Nein, sie legten dort gleich ein Kaffeekränzchen ein, so dass ich als “normaler” Wanderer weiterziehen musste, um den Sicherheitsabstand von mind. 1,5 Meter zu gewähren.

Und genau solche Probleme hatte ich auch beim Geocaching erlebt. Wie zum Beispiel am vergangenen Pfingstwochenende. Man sah dann doch den einen oder anderen Cacher, wo er genau aus den Büschen heraus gekrochen kam. Oder wo er vielleicht entlang ging, um an den nächsten Cache zu gelangen. An einem Cache musste ich sogar warten, bis der andere Cacher den Fund geloggt hat. Und ja, genau das vermiest mir etwas den Spaß am Abenteuer. 



Dieses sind unter anderem die Gründe, warum es im Mai bei mir hier so still gewesen war. In Ruhe eine Wanderung zu genießen, tolle Aufnahmen zu machen, oder sich mal an ein kleines Plätzchen sich niederzulassen, um seine Gedanken nieder zuschreiben – Fehlanzeige. 

Im Gegenteil: Ich gehe ja schon mit meiner Kameraausrüstung (inkl. Stativ) wandern, was natürlich auch ein ordentliches Gewicht für den Rücken ist. Habe ich ein passendes Motiv gefunden, baue ich alles auf. Richte alles soweit in der Kamera ein (Iso, Blende, etc.)… Und kurz bevor ich abdrücke, laufen mir fremde Menschen ins Bild. Ich wurde sogar regelrecht angemault, dass ich nicht den ganzen Weg blockieren soll. 

Bitte was?!? Wo ist hier die Höflichkeit und der Respekt von Früher hin? Denn schließlich wurde ich so erzogen, dass man wartet oder mal nachfragt, ob man kurz vorbei kann. Und ja, das tue ich heute immer noch – auch bei den Leuten, die ihre Bilder mit dem Handy aufnehmen. Denn schließlich denke ich, wäre ich in dieser Situation, möchte ich ja auch schöne Aufnahmen haben.

Und ja, eigentlich sollte ich dieses nicht so an mir heran lassen – aber seelisch nimmt es mich trotzdem sehr mit. Immer wieder schaue ich über die Schulter, wenn ich mein Stativ aufbaue, ob jemand kommt. Wenn ich jemanden in der Ferne sehe, versuche ich mich zu beeilen – und ja, das Ergebnis des Fotos ist nicht das geworden, was ich mir in Gedanken ausgedacht habe. Ständig stehe ich innerlich unter Druck und Stress. Eine Sache, die mir regelrecht die Lust am Wandern, Geocachen und Fotografieren kaputt macht. 



So muss ich dir nun verraten, dass ich mittlerweile immer mehr die Ruhe und die Stille meiner Terrasse genieße. Von morgens bis mittags scheint hier die Sonne. So liege ich entspannt in meiner Liege, lasse mich bräunen und lese nebenbei noch ein Buch. So kann wenigsten mein Geist auf Abenteuer gehen, während ich entspanne. 

Sobald aber die Sonne hinter unserem Haus verschwindet, gehe ich in meine Wohnung, fange das Kochen an, und packe nebenbei meinen Wanderrucksack. Denn ja, ich bin zwar etwas abgeschreckt von den Massen der Menschen, die sich auf den Wanderwegen befinden, jedoch habe ich nun eine neue Taktik entwickelt, wie ich selbst zu meinem kleinen Abenteuer komme: 

Da es abends immer später dunkler wird, habe ich mir überlegt, erst gegen Nachmittag aufzubrechen. Die meisten Menschen sind da schon auf dem Rückweg und so kann ich dann die “abendliche Stille” in der Natur genießen. Natürlich merke ich auch, dass viele diese Idee auch haben, aber komischerweise zeigen diese Menschen Respekt. Natürlich gibt es dort auch das eine oder andere schwarze Schaf, das möchte ich auch nicht abstreiten, aber bisher waren meine Abende eher positiv gewesen, so dass ich glücklich und zufrieden nach Hause kam. 

Und genau das ist auch mein Plan für den Monat Juni. Erst gegen Nachmittag mich aufzumachen, um bestimmte Caches an tolle Orten aufzusuchen, oder eine Wanderung, die am Ende vielleicht eine leichte Nachtwanderung endet.

Außerdem habe ich es endlich geschafft mein Fahrrad zu reparieren, so dass es auch bald die eine oder andere Fahrradtour gibt. Denn ganz ehrlich, ich kenne unseren Main nur von Karlstadt nach Kitzingen. Das ist zwar auch schon eine ordentliche Strecke, oder ich möchte einfach mehr entdecken. 



Egal was ich nun im Juni unternehmen werde, hier auf meiner Seite, sowie bei Instagram, wirst du es “sofort” erfahren. Ich hoffe, dass ich dir somit auch weiterhin ein paar tolle Ideen geben kann, wie du aus deinem Alltag entfliehen kannst und selbst ein kleines Abenteuer erlebst. 


Nun zum Schluss gibt es natürlich noch das Foto auf meinem Instagram-Account,
welches im Mai die meisten “Gefällt mir”-Angaben hat (83 Herzchen).

Dabei handelt es sich um eine kleine, verlassene Hütte. Oder eher eine Art von Schuppen, welcher sich auf dem Rad-/Wanderweg vom Flurdenkmal nach Mainbernheim (Unterfranken – Landkreis Kitzingen) befindet. Besonders die vielen Blüten an den Bäumen lassen diese kleine Hütte eher freundlich wirken, als verlassen und leer. Somit steht das Foto für meinen Fotokalender 2021 für den Monat Mai nun auch fest.


Bleibe weiterhin gesund und immer stets neugierig. 
Dein Weltenspatz Shelly

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