Wandertagebuch zur “Nordsee-Challenge” – Unterwegs auf der 1. Etappe

*unbezahlte Werbung – Kennzeichnung aufgrund Nennung anderer Seitenbetreiber

Seit dem 1. Mai 2021 befinde ich mich, zusammen mit meinem Vater, auf der Nordsee-Challenge* vom Anbieter GVC (Great Virtual Challenges)*. Unsere Idee war es, einfach virtuell zu unserem Sommerurlaub auf die Nordsee-Insel Föhr zu wandern. Vor Ort wollen wir dann, bei herrlichem Sonnenschein am Strand, unsere Medaillen auspacken und mit einem “Aperol Spritz” unseren Erfolg feiern. 

Doch um diese Medaille zu erhalten, müssen wir im Vorfeld 450 Kilometer erwandern. Eine Strecke, die zwar ganz gemütlich klingt, aber mit einem kleinen Zeitdruck doch sehr groß aussieht. Schließlich wollen wir bis spätestens 15. August 2021 alle Kilometer zusammen erwandert haben, so dass die Medaillen auch rechtzeitig zum Urlaub bei uns ankommen. 

Und eines kann ich jetzt schon sagen: 3 ½ Monate für 450 Kilometer, kann mit dem täglichen Alltagsstress doch eine ganz große Herausforderung werden. Man könnte diese Strecke schaffen, wenn man täglich 4-5 Kilometer wandert. Aber dann auch bei schlechten Wetter, nach der Arbeit (oder in meinem Fall bei Schichtdienst auch vor der Arbeit). Der Haushalt muss auch noch nebenbei laufen, und die Tiere, sowie der Partner, wollen schließlich auch versorgt werden. 

Ich hatte es mir am Anfang doch recht einfach vorgestellt, doch merkte schnell, dass sogar ich an meine Grenzen komme. Aus diesem Grund schreibe ich nun dieses Wandertagebuch. Einerseits, damit ich die gelaufenen Kilometer nicht so schnell aus den Augen verliere, aber auch als Motivation, die Wanderschuhe anzuziehen, statt einen Abend gemütlich auf dem Sofa zu verbringen. 

Die erste Etappe der Nordsee-Challenge ist nun geschafft. Virtuell haben wir mit der Anfahrt auf dem Autozug nach Sylt gestartet, für mich selbst ging es jedoch bei einem herrlichen Frühlingstag in Würzburg los. Ich wünsche dir somit viel Spaß bei meinen kleinen Eindrücken.

Wandertagebuch-Einträge

1. Mai 2021: Frühling im Würzburger Ringpark (7,67 Kilometer)
2. Mai 2021: “Hin und Her” auf dem Schwanberg ( 6,24 Kilometer)
8. Mai 2021: Einmal um die Volkacher Mainschleife (25,04 Kilometer)
9. Mai 2021: Wandern vor der eigenen Haustür (13,49 Kilometer)
10. Mai 2021: Frühs in Würzburg (5,01 Kilometer)
18. Mai 2021: Feierabendrunde in Würzburg (5,05 Kilometer)
21. Mai 2021: Im Urlaub Brötchen holen (6,18 Kilometer) / Gewitter in Lübeck (3,60 Kilometer)

1. Mai 2021: Frühling im Würzburger Ringpark (7,67 Kilometer)

Der Frühling lockte wohl an diesem Tag so manchen Outdoor-Fan vor die eigene Haustür. Das herrliche und sonnige Wetter versprach eine Menge Spaß. Doch für mich musste der Spaß erstmal noch etwas warten. Denn trotz Feiertag verbrachte ich den Vormittag bei mir auf der Arbeit im Labor. 

Doch der Feierabend kam immer näher. Und da ich eh schon in Würzburg war, wollte ich auch die erste Wanderung von dieser Nordsee-Challenge hier beginnen. 

Ein “kleiner” Frühlingsspaziergang durch den Würzburger Ringpark, sowie durch das Gelände der alten Landesgartenschau in der Zellerau. Man konnte richtig spüren, wie der Frühling von Sekunde zu Sekunde immer näher kam. Erstrecht mit der großen Blütenpracht um einem herum, so dass man sogar die etwas kühlen Temperaturen vergaß.  

Doch dunkle Wolken zogen immer mehr auf, so dass mein ursprünglicher Plan, zur Marienfestung noch hoch zu wandern, ins Wasser fiel. Zum Glück habe ich diesen Wetterumschwung noch rechtzeitig gemerkt. Denn als ich schon im Auto saß, fielen die ersten dicken Tropfen zum Himmel.

(Meine genaue Route kannst du dir bei Komoot anschauen: https://www.komoot.de/tour/358745664)

2. Mai 2021: “Hin und Her” auf dem Schwanberg ( 6,24 Kilometer)

Der Regen vom Vortag zog sich auch noch in den 2. Mai hinein. Eigentlich ein Tag, wo man es sich Zuhause gemütlich macht und das Prasseln des Regens belauscht. Doch im Norden, wo meine Eltern wohnen, war das Wetter wohl etwas anders gewesen. Denn mein Vater legte sich ordentlich ins Zeug und führte nun in der Challenge. 

Diesen Vorsprung kann ich nicht so auf mich sitzen lassen. Nahm mir meine Wandersachen zur Hand und fuhr hoch auf dem Schwanberg. Und irgendwie meinte auch das Wetter es gut mit mir, denn die Regenwolken verzogen sich und die Sonne kam immer mehr hervor. 

So bin ich ein wenig hin und her gelaufen, bewaffnet mit meiner “Sony Alpha 6000”-Kamera, um ein paar neue Frühlingsfoto zu machen. Dabei bin ich auch zu meinem Lieblingsort gegangen, wo sich die Natur in einem ordentlichen, aber auch wilden Zustand sich diesen Parkbereich wieder zurück erobert. 

Doch die Sonne lockte auch die anderen Menschen raus in die Natur. So kam es, dass der Parkplatz bis zur letzten Lücke voll stand, die Wege und Sitzbänke recht voll waren, und von der Ruhe in der Natur kaum noch eine Spur vorhanden war. 

Für mich war es also wieder an der Zeit, zurück nach Hause zu fahren, um diesen Tag mit den schönen Erlebnissen in Erinnerung zu behalten. 

(Meine genaue Route kannst du dir bei Komoot anschauen: https://www.komoot.de/tour/359884904)

8. Mai 2021: Einmal um die Volkacher Mainschleife (25,04 Kilometer)

An dem Wochenende 8./9. Mai 2021 fand von einer Outdoor-Blogger-Organisation eine Spendenwanderung statt. Für jeden einzelnen erwanderten Kilometer spendete Komoot* 10 Cent an eine Hilfsorganisation für Jugendliche. 

Wandern für einen guten Zweck? Natürlich bin ich dabei! So konnte ich diese Wanderung auch gleich für das Training für den bevorstehenden Mammutmarsch nutzen. Meine Idee war es, einmal um die komplette “Volkacher Mainschleife” zu laufen. Eine Strecke, die ungefähr 25 Kilometer beträgt. 

Bereits vor 2 Jahren habe ich dieses Stück schon mal umrundet – jedoch mit dem Fahrrad, statt zu Fuß. Damals haben mich vereinzelt ein paar Geocaches hier- und dorthin gelockt. Doch dieses Hobby wollte ich an diesem Tag “links liegen lassen”, und mich ausschließlich auf die Wanderung konzentrieren. So folgte ich den Main entlang, ging hoch zur Vogelsburg, entlang in den Weinbergen, bis ich schließlich am Main wieder ankam.  

(Meine genaue Route kannst du dir bei Komoot anschauen: https://www.komoot.de/tour/363051355)

9. Mai 2021: Wandern vor der eigenen Haustür (13,49 Kilometer)

Noch motiviert vom vergangenen Tag wollte ich auch am 2. Tag der Spenden-Wanderung einige Kilometer machen. Wie gesagt, man wandert schließlich für einen guten Zweck. Doch leider machte mir das Wetter, sowie mein Körper mir an diesem Tag Probleme. 

Von der Umrundung der “Volkacher Mainschleife” hatte ich einen starken Sonnenbrand auf Arme und Nacken gehabt. Und auch am Abend merkte ich, dass ich trotz Capi einen Sonnenstich hatte. So fühlte sich mein Körper nicht besonders motiviert an, als ich in die Wanderschuhe stieg. 

Statt großartig woanders eine Wanderung zu starten, entschied ich mich, direkt bei der eigenen Haustür zu starten und 2 Steinbrüche (aktiv, sowie auch inaktiv) zu besuchen. So würde trotzdem eine Strecke von 20 Kilometer entstehen – doch leider musste ich bei der Hälfte schon abbrechen. 

Die stechende Sonne am Himmel, und Wege entlang an Feldern ohne die Hoffnung auf einen schattigen Weg, brachten meinen Kreislauf komplett in den Keller. Auch die 2 Liter Wasser, die ich dabei hatte, waren schnell verbraucht gewesen. Statt noch mehr an meine körperlichen Grenzen zu gehen, suchte ich mir den kürzesten Weg zurück nach Hause raus. 

(Meine genaue Route kannst du dir bei Komoot anschauen: https://www.komoot.de/tour/364210760)

10. Mai 2021: Frühs in Würzburg (5,01 Kilometer)

Mit den beiden Wanderungen am Wochenende führte ich natürlich bei der Nordsee-Challenge und habe meinen Vater ordentlich abgehängt. Aber mein Vater ist jemand, der sehr ehrgeizig ist und am liebsten überall den 1. Platz machen würde. So kam es, dass dann auch mein Vater nun größere Touren lief – einerseits für sein Training für den Mammutmarsch, und wohl auch, um wieder an der Spitze zu sein. 

Um es ihn etwas zu erschweren, unternahm ich noch vor der Arbeit eine kleine Runde  in Würzburg. An diesem Tag hatte ich Spätschicht und genoss noch die Stille in der Stadt. 

18. Mai 2021: Feierabendrunde in Würzburg (5,05 Kilometer)

Eine weitere Woche ist vergangen, wo ich nicht wandern/laufen war. Der Grund dafür war der sekündliche Wechsel der Wetterverhältnisse: Sonne, Regen, Gewitter, Hagel, Sturm… bei kalten und warmen Temperaturen. Meine Gesundheit war mir in dieser Hinsicht etwas wichtiger gewesen, schließlich wollte ich mir keine Erkältung holen und ggf. für den Mammutmarsch nicht fit genug zu sein. 

Doch mein schlechtes Gewissen nagte an mir, erst recht, als ich sah, dass mein Vater schon sehr nah an der 2. Etappe sich befindet. Also Zähne zusammen beißen, sich ordentlich anziehen, und nach Feierabend wieder eine kleine Runde in Würzburg gedreht. Zur Belohnung gab es für mich dann am Abend noch Sushi, welches ich mir auf jeden Fall auch verdient habe. 

21. Mai 2021: Im Urlaub Brötchen holen (6,18 Kilometer) / Gewitter in Lübeck (3,60 Kilometer)

Ja der Mammutmarsch “Around the World 2.0”, welcher am Wochenende vom 22./23. Mai 2021 stattfindet, steht kurz vor den Startlöchern. Da ich ihn dieses Mal zusammen mit meinem Vater bestreiten werde, gab es für mich einen kleinen Urlaub an der Ostsee

Eigentlich wollte ich an diesem Tag doch entspannen und die Füße hochlegen –  doch mein Vater hatte da ganz andere Pläne gehabt. So sind wir morgens um 6 Uhr schon los gegangen, um Brötchen zu holen. Natürlich bei einem langen, recht sportlichen Spaziergang. 

Mit Sport in den Tag zu starten, und das noch vor dem ersten Kaffee, war definitiv für mich eine neue Herausforderung gewesen. Doch dafür schmeckte das Frühstück gleich viel besser. 

(Meine genaue Route kannst du dir bei Komoot anschauen: https://www.komoot.de/tour/372023415)

Gegen die Mittagszeit wollten wir etwas durch die Innenstadt von Lübeck gehen. Mein Vater musste noch ein paar Besorgungen machen, und diese wollten wir mit einer längeren Tour kombinieren. 

Wie war das nochmal? Ich wollte an diesem Tag entspannen und die Füße hochlegen?

Vielleicht hatte der Wettergott etwas gnade mit mir gehabt und gemerkt, dass mein eigentliches Vorhaben immer mehr dem Scheitern verurteilt ist. Von einer Sekunde zur Nächsten zogen dunkle Wolken auf, und kurz darauf gab es einen heftigen Regenschauer mit Gewitter

Zuflucht haben wir in einer Bushaltestelle gefunden, um nicht komplett nass zu werden. Dort standen wir fast eine halbe Stunde und haben uns dieses Wetter-Spektakel angeschaut. Als der Regen langsam nachließ, machten wir uns sofort auf den Weg zurück zum Auto. 

Da mein Vater der Meinung ist, dass jeder gegangene Kilometer zählt, rechne ich nun diese kleine Strecke mit in die Nordsee-Challenge ein. Denn ja, wir hätten auch mit dem Bus fahren können und nur dorthin gehen, wo mein Vater seine Erledigungen machen musste. Doch stattdessen haben wir uns dagegen entschieden und hatten ein ganz besonderes Outdoor-Erlebnis gehabt.


Und so kam es, dass nun die ersten 70 Kilometer zusammen gewandert sind. Ich persönlich hätte von der Zeit her viel eher damit gerechnet, als fast einen ganzen Monat zu brauchen – aber wer hätte schon mit so einem Aprilwetter im Mai gerechnet. 

Ich bin gespannt, wie die nächsten Etappen werden und was ich da alles erlebe. Mehr dazu wirst du wahrscheinlich demnächst hier auf meinem Blog zu lesen bekommen. 

Wander-Challenge “Tour de Paris” – Darum geht es

Vielleicht kommt es dir etwas bekannt vor, dass gerade jetzt im Frühling die Outdoor-Saison anfängt. Sei es durch das herrliche und sonnige Wetter mit angenehmen Temperaturen, oder dass die Dunkelheit der Nacht immer später anbricht – die Menschen zieht es regelrecht magisch raus in die Natur. 

Selbst für mich als Outdoor-begeisterter Mensch fängt mit dieser Jahreszeit die Wander- und Geocaching-Saison an. Ich bin zwar auch gerne an den nassen und kalten Tagen im Winter unterwegs, verstehe mich da bitte nicht falsch. Doch gerade im Frühling, Sommer, sowie im Herbst, genieße ich meine kleinen Abenteuer noch viel intensiver. 

In diesem Beitrag geht es um folgende Themen
Warum eine Wander-Challenge?
Worum geht es in der “Tour de Paris”?
Meine persönliche Konkurrenz

Warum eine Wander-Challenge?

Anfang des Jahres bin ich bereits mit der lieben Verena (Hinter dem Horizont) den virtuellen Jakobsweg “Camino Francés” gelaufen. Als Team haben wir somit 780 Kilometer zurückgelegt. Für mich selbst war dieses eine kleine Motivation gewesen, auch im Winter bei eisiger Kälte und Nässe, raus in die Natur zu gehen. 

Wenn ich nun so zurückdenke, könnte ich sogar sagen: Ohne diese Wander-Challenge hätte ich nie so viel Spaß in diesem Winter gehabt. Einfach das warme und kuschelige Zuhause zu verlassen, um ein kleines Abenteuer im Schnee zu unternehmen. Sei es nur die “kleine” Runde vor der eigenen Haustür, auf der Suche nach einem Geocache, oder Wanderungen auf ausgeschildertes Wanderwegen – es sind Erinnerungen, die noch lange im Gedächtnis bleiben. 

Durch die Teilnahme am Mammutmarsch “Around the World” Ende Februar, habe ich erst recht die Liebe zu solchen Wander-Events gefunden. Sich nicht nur körperlich, sondern auch mental etwas zu beweisen, finde ich persönlich sehr faszinierend. Allein bei diesem Mammutmarsch habe ich gemerkt, wie stark ich eigentlich bin.Denn wer würde, untrainiert und mit einigen Kilos mehr auf den Hüften, an einem Wochenende insgesamt 63 Kilometer erwandern?! Wie es mir danach erging… Ja gut, darüber rede ich jetzt lieber mal nicht.

Durch diesen Ansporn stöberte ich in den “Tiefen des Internets” nach weiteren Wander-Events. Einmal, um es mir wieder selbst zu beweisen, wie stark ich in Wirklichkeit bin. Aber auch als kleine Motivation, bei nicht schönen Wettertagen raus in die Natur zu gehen. Und so kam es, dass ich bei Facebook auf die neuste Herausforderung von dem Veranstalter GVC (Great Virtual Challenges) gestoßen bin: die “Tour de Paris”.

Worum geht es in der “Tour de Paris”?

Hierbei handelt es sich um ein kleines 2 Wochen-Event. Der Veranstalter GVC  hat alle Läufer, sowie Wanderer aufgerufen, sich gegenseitig in einem Wettbewerb zu messen. Die Kilometerangabe, sowie auch der Zeitraum, haben sie im Vorhinein bereits festgelegt. 

So muss jeder Teilnehmer, egal ob als Einzelkämpfer oder in einem Team, in 2 Wochen an die 65 Kilometer erlaufen. Um dieses noch etwas attraktiver zu gestalten, geht die virtuelle Tour durch die Hauptstadt von Frankreich. Der Start ist am Schloss Versailles, danach geht es durch Paris, bis wir schließlich am Eiffelturm ankommen. Diese Strecke wird dabei in 2 Etappen unterteilt:

Die 1. Etappe startet am 11. April 2021 (Sonntag) mit einer Streckenlänge von 30 Kilometer. Bis einschließlich kommenden Samstag hat man Zeit, die 1. Etappe zu schaffen. 

Die 2. Etappe fängt am 18. April 2021 (wieder ein Sonntag) an, und hat eine Länge von 35 Kilometer. Wie bereits bei der 1. Etappe hat man bis einschließlich kommenden Samstag Zeit, ins Ziel zu kommen. 

Wenn wir die Kilometerangaben etwas statistisch betrachtet, braucht jeder Teilnehmer in der 1. Woche an jeden Tag nur 4,29 Kilometer laufen. In der 2. Woche muss man am Tag eine Strecke 5 Kilometer zurücklegen. Und seien wir mal ehrlich: Das sind doch Angaben, die sehr realistisch klingen und machbar sind. 

Meine persönliche Konkurrenz

Doch wenn ich daran denke, dass wir uns im Monat April befinden, und dort das Wetter ja teilweise sehr verrückt spielt, weiß ich nicht wirklich, ob die Anmeldung eine gute Idee war. Bereits in den letzten Tagen hatten wir ja einen stetigen Wechsel von Sonnenschein, Regen, Hagel und Schnee gehabt. Und das im Sekundentakt. Nun muss ich bei dieser Challenge raus, egal wie draußen das Wetter ist.

Das einzige Positive daran ist, dass ich mein Vater überzeugen konnte, sich ebenfalls an  der Wander-Challenge “Tour de Paris” anzumelden. Zwar bilden wir kein Team, wie ich bereits mit der Verena auf dem Jakobsweg unterwegs war, sondern laufen als Konkurrenten gegeneinander. 

Zwar nimmt man nach der Anmeldung automatisch beim allgemeinen Wettkampf teil, und muss sich so gegen die anderen Wanderer beweisen, sieht man jedoch bei sich selbst im persönlichen Ranking nur die Personen, denen man auch folgt. Und genau diese Einstellung werden mein Vater und ich wählen, um grinsend zu zeigen, wie weit weg der Andere schon gelaufen ist. 

Und das April-Wetter? Ganz ehrlich, darüber mache ich mir gerade weniger Sorgen. Denn wer bereits oben an der Küste war, weiß ganz genau, dass dort das Wetter etwas rauer, nasser und kühler ist, als im Rest von Deutschland. Und so kann es sein, dass ich bei herrlichen Sonnenschein durch die Weinberge wandere, während mein Vater bei starken Wind und Regen an der Ostsee seine Runden dreht. 


Ich persönlich bin schon sehr gespannt, wie diese Challenge verläuft. Ob ich wirklich die Motivation finde, bei Wind und Wetter raus zu gehen, und abends noch meine kleine Runde drehe. 

Ich werde dich weiterhin auf dem Laufenden halten und bereits am kommenden Sonntag (18. April 2021) wird es einen weiteren Beitrag zu dieser Wander-Challenge geben. Also bleibe weiterhin neugierig und gespannt. Und drücke mir außerdem die Daumen, dass ich vielleicht noch vor meinem Vater ins Ziel komme. 

Meine Touren, die ich am Tag laufe, kannst du bereits täglich bei Komoot sehen. Falls du mir dort noch nicht folgst, so hole dieses schnell nach und begleite mich auch dort auf den Spuren meiner kleinen Abenteuer.

Schneelandschaft mit Krapfen – Abenteuerbuch-Eintrag #3

Ein fast wolkenloser Himmel, purer Sonnenschein und eiskalte Temperaturen – das sind die Komponenten meines 3. Abenteuers im Jahr 2021 gewesen. Ein Tag, der wiederum nicht vergessen werden darf. Ein Tag, der mich zum Lächeln gebracht hat. Eine Schneelandschaft, die ich so schon lange nicht mehr gesehen habe.  


Titel: Schneelandschaft und Krapfen
Datum: 13. Februar 2021 (Samstag) 
Aktivität und Ort: Wandern bei Markt Markteinersheim 
Dauer und Kilometer: 1Std und 10Min für 5,24km (mit einer Pausen ca. 2½Std) 
Wetter: Sonnig bei Temperaturen von -6°C
Das Abenteuer in 3 Wörter: kalt, lecker, magisch 

Ein Wochenende im Februar, der wohl nicht magischer sein kann: Sonne pur, mit einer zauberhaften, weißen Schneelandschaft und arktischen Temperaturen. Und genau diese Magie wollte ich bei meinem heutigen Abenteuer auch erleben. Ein Wintertag, den ich so zuletzt als kleines Kind erlebt habe. Ein Wintertag, der abgesehen vom kommenden Sonntag, wohl wieder lange auf sich warten lässt. 

So kam es, dass ich mich relativ dick angezogen habe: eine Leggins unter die Jeans, 2 paar dicke Wollsocken, Unterhemd, T-Shirt, Wollpullover mit der Kombination Jacke, dickes Halstuch, Mütze und Handschuhe. Gefühlt habe ich mich wie ein Michelin-Männchen, aber dafür war mein Gewissen beruhigt gewesen, dass ich mir nicht gleich wieder die nächste Erkältung einfangen würde. 

Gestartet bin ich direkt von Zuhause aus. Meinen kleinen Clio habe ich einfach auf seinem Parkplatz gelassen. Eingemummelt in den Schneemassen um ihm herum… Ja ganz genau: auf das “Freischaufeln” hatte ich nun wirklich keine Lust gehabt, bzw. auf das Freikratzen der Scheiben. 😅

So folgte ich unserer Straße zum verschneiten Wohnmobilstellplatz, welchen ich dann auch überquerte und mich somit in die Ortsmitte von Markt Einersheim aufmachte.

Doch kurz vorm Rathaus blieb ich stehen und entdeckte ich eine kleine süße Katze. Ich war total erschrocken, wie zutraulich sie war. Natürlich lassen sich unsere Dorfkatzen immer gerne von “fremden Menschen” streicheln, wenn sie auf ihren Streuner-Touren unterwegs waren. So schauen auch immer mal wieder 2 Katzen auf meiner Terrasse vorbei. Entweder wollen sie, dass ich sie streichel, oder sie möchten einfach nur meine 3 Mädels ärgern, die am Fenster stehen und nicht raus können.

Doch diese Katze hier war irgendwie anders. Ihr Fell war sehr weich und gepflegt, was nicht gerade für einen Draußengänger sprach. Außerdem hörte sie gar nicht mehr auf zu kuscheln, schnurren und miauen. Sie lief mir sogar noch ein ganzes Stückchen hinterher und mein Herz wurde dabei immer schwerer. 

“Was soll ich bloß mit ihr anstellen? Auch wenn sie von ihrem Zuhause weggelaufen wäre, könnte ich sie schlecht mitnehmen. Danny würde mich wohl wirklich einen Kopf kürzer machen, wenn ich mit einer weiteren Katze nach Hause komme.” 

Doch zum Glück kam eine Frau vorbei, die diese kleine Maus kannte. Sie nahm sie gleich auf die Arme und brachte sie zum nächsten Hauseingang. Wie ich es mir schon gedacht habe, war sie von ihrem Zuhause ausgebüchst und ihre Besitzer hatten es bis zu dieser Zeit noch nicht gemerkt. 

Beruhigt über dieses Ereignis setzte ich meine Wanderung fort. Vorbei an unserem Schloss in Markt Einersheim, durch das Würzburger Tor, wo ich kurz nach dem Friedhof rechts auf den Pfählbergweg abbog. Diesen folgte ich schließlich bis zur Bundesstraße. 

Mit schnellen, aber auch sicheren Schritten überquerte ich die B8 und befand mich schließlich in meinem Element: In der freien Natur. Eine reine Schneelandschaft, von den Feldern bis hoch in die Weinberge, wirkte es im Glitzern der Sonne richtig magisch. Der eiskalte Wind wehte mir dabei ins Gesicht. So hatte ich eher das Gefühl gehabt, auf einer antarktischen Expedition unterwegs zu sein, statt auf einer kleinen Wanderung vor der Haustür. 

Mein Weg ging an den Weinbergen entlang, hoch zum Wengertshäusla von Markt Einersheim. Dieser Ort wirkt irgendwie magisch auf mich. Dort komme ich immer recht schnell zur Ruhe und sammel genug Energie für die anstehenden Herausforderungen. Und heute wollte ich auf einer ganz besonderen Art und Weise diese Energie tanken. 

In meinem Wanderrucksack befand sich schon vorgekochter, warmer Tee in einer Thermoskanne. Und als “kleinen Snack” gab es einen leckeren Krapfen. So setze ich mich an den Vogelsang-Balkon, packte meinen Tee und den Krapfen aus, und genoss einfach nur den Moment. 

Den Tee habe ich übrigens noch in eine kleine Tasse umgefüllt. Diese hielt ich für eine Zeit lang in den Händen, schließlich darf man nicht vergessen, wie kalt der Winter auch sein kann. 

Mit geschlossenen Augen richtete ich mein Gesicht der Sonne entgegen und erfreute mich über die kleine Wärme, die sie schon abgab. Ich glaube, so saß ich noch über eine halbe Stunde dort, bis ich mich für die weitere Wanderung fertig machte. 

So ging ich durch die Weinberge, und dabei kam mir der Gedanken, dass ich mit einem recht weiten Bogen über Possenheim wieder nach Hause gehen konnte. Doch leider wehte mir der eiskalte Wind immer wieder entgegen, so dass ich regelrecht ins Zittern kam. 

Auf halber Strecke schaute ich nach, wie ich ohne umzukehren trotzdem schnell nach Hause kam. Mein Weg ging dann über die Feldwege, vorbei am Gipsabbau von Knauf entlang, bis ich schließlich auf einer alt bekannten Route kam. Mit den letzten paar Schritten bis zu meiner Gemeinde befand ich mich auf der TraumRunde Markt Einersheim

Mit nassen Füßen und einer eisigen Kälte am Körper kam ich schließlich bei mir Zuhause an. Danny hatte sich schon etwas gewundert, dass ich “relativ früh” wieder Zuhause war. Aber als ich ihm vom kalten Wind erzählte, der mir leider die Lust am Abenteuer etwas nahm, verstand er mich. 

Trotzdem hatte ich von dieser kleinen Wanderung ein Lächeln im Gesicht gehabt. Wer hätte es gedacht, dass wir mal so einen schönen Wintertag haben würden? Und wer käme außerdem auf diese verrückte Idee, draußen in der Kälte einen Krapfen zu essen? Für mich sind es Eindrücke, die hoffentlich noch lange in meinem Gedächtnis bleiben. 


Falls du gerne diese Wanderung nachlaufen möchtest, ob nun bei Schnee, Regen oder Sonnenschein, kannst du dir gerne meine Tour bei Komoot herunterladen. 

Frühschicht mit Schnee – Abenteuerbuch-Eintrag #2

Ist es nicht herrlich, nach der Frühschicht noch eine kleine Runde spazieren zu gehen? Besonders dann, wenn auch noch Schnee liegt, und die Landschaft um einem herum in einem magischen Weiß erstrahlt? 

Wenn du auch dieser Meinung bist, habe ich hier den 2. Eintrag aus meinem Abenteuerbuch. Die Eindrücke, die ich erlebt habe, müssen einfach für mein „Älteres Ich“ festgehalten werden. Vielleicht bekomme ich mich so später auch wieder zum Lachen. 😅


Titel: Frühschicht mit Schnee
Datum: 09. Februar 2021 (Dienstag) 
Aktivität und Ort: Wandern in den Weinbergen von Würzburg, Stadtteil Grombühl 
Dauer und Kilometer: 1Std und 41Min für 4,99km (mit kleinen Pausen ca. 2½Std) 
Wetter: Bewölkt bei Temperaturen von ca. -6°C
Das Abenteuer in 3 Wörter: magisch, fundlos, nass 

Endlich mal wieder Frühschicht. Endlich mal weiß ich, was ich mit dieser kostbaren Zeit anstellen kann. Statt einfach nur nach Hause zu fahren und mich zu langweilen, hatte ich bereits am frühen Morgen eine Idee gehabt:

„Du packst gleich deine Wanderschuhe ein, schreibst Danny eine Nachricht, dass du nach der Arbeit noch wandern gehst. Nach Feierabend gehst du wieder hoch in die Weinberge. Mit einer kleinen Runde kannst du noch den einen Geocache einsammeln. So kommst du auf jeden Fall glücklich und mit einem Lächeln im Gesicht nach Hause.“

„Gedacht – Getan“ würde ich da sagen. Denn genau so kam es dann auch. Zwar hatte ich nicht meine Wanderschuhe mitgenommen, (das Profil von denen ist schon relativ sehr weit abgelaufen, und auf das Rutschen im Schnee und Eis, eventuell noch mit einem Sturz… Ja, darauf konnte ich sehr gut verzichten), dafür nahm ich meine Joggingschuhe für den Sommer mit. 

Im Nachhinein weiß ich aber, dass es trotzdem keine gute Idee von mir war. Aber wie heißt es so schön? Man lernt aus seinen Fehlern. Also hoffe ich zumindest. 😅

Auf der Arbeit war zum Glück nicht so viel los, so dass ich endlich mal ein paar „Überstunden“ abbauen konnte und eine halbe Stunde eher los ging. Und ja, nur zum Klarstellen: Jede noch so kleine Minute zählt bei mir bereits als Überstunde. Mal sehen, wie lange ich diese Eigenschaft noch beibehalten. 😂

Somit bin ich am unteren Ende der “Ernst-Reuter-Straße” im würzburger Stadtteil Grombühl gestartet. Und gleich zum Anfang ging es erstmal bergauf. Da mir einige Leute beim Spielplatz entgegen kamen (und man darf nicht vergessen, wir befinden uns noch in der Corona-Pandemie), wechselte ich in eine kleine Nebenstraße und umrundete so den Platz. 

Danach ging es dann mit zügigen Schritten zur Nervenklinik. Und da muss ich noch sagen, dass ich vor diesem Gebäude großen Respekt habe. Wieso das so ist? Das weiß ich selber nicht genau. 😅

Doch schnell bog ich dort in den recht steilen Anstieg der “Rimparer Steig”. Puh… kam ich da ins Schwitzen. Mein Atem ging sehr stockend und so merkte ich, dass der Winter meine gute Kondition vom letzten Sommer wieder vernichtet hat. So kam mir erst der Gedanke, ob ich diese Tour nicht einfach abbrechen sollte. Doch ich entschied mich anders: Zähne zusammenbeißen und los. 

Als ich dann auf dem “Schalksbergweg” war, die letzten Wohnhäuser hinter mir gelassen habe, konnte mich eine Aussicht über Würzburg in meinem Vorhaben wieder bestärken. Meine “kleine” Stadt unter einer Schneehaube – ein wahrer Traum! Doch den besten Ausblick hatte ich erst am oberen Ende, bzw. direkt beim “Terrior F – Würzburg”.

Doch allzu lange konnte ich mich dort nicht aufhalten. Meine Füße fingen bereits an kalt zu werden. Also ging es weiter hoch auf den “Oberer Schalksbergweg”. Dort genoss ich in voller Ruhe das Knirschen unter meinen Schuhen. Gerade solche Geräusche machen für mich den Winter aus. 

Kurz vorm Ende der Straße bog ich in ein Wald-/Parkgebiet ab. Eine traumhafte, weiße Landschaft umschlang mich regelrecht. Und mein Lächeln im Gesicht wurde immer größer. So kam mir auch der Gedanke, einen kleinen Geocache hier in der Nähe gleich zu suchen. 

Doch leider blieb der Geocache an den Tennishallen für mich weiterhin verborgen. Statt eine kleine Dose in den Händen zu halten, hatte ich nun richtig kalte, und vor allem nasse Füße. Also ging es mit schnellen Schritten zurück in den Park, und daraufhin wieder runter vom Weinberg. 

Etwas erleichtert, dass ich heil unten angekommen bin (ohne auszurutschen und den steilen Abstieg auf dem Hintern runter zu rutschen), ging ich zurück zu meiner Arbeit. Mit schnellen Schritten, ohne dabei nach Links und Rechts zu schauen, kam ich endlich wieder an der “Ernst-Reuter-Straße” an. Und als ich schließlich in meinem Auto war, drehte ich erstmal die Heizung auf volle Stärke auf. 😅

Obwohl ich den Geocache nicht gefunden habe, war dieser Nachmittag trotzdem für mich gelungen. Dass ich mich tatsächlich aufgerafft habe, einen schönen winterlichen Spaziergang zu machen, statt mit dem Auto direkt nach Hause zu fahren, rechne ich mir selbst groß an. Denn ja, leider hat die aktuelle Corona-Pandemie meine Motivation auf ein kleines Abenteuer geschwächt. Aber wer weiß, vielleicht war dieses nun auch der Startschuss für viele weitere kleine Abenteuer. 


Falls du gerne diese Wanderung nachlaufen möchtest, ob nun bei Schnee, Regen oder Sonnenschein, kannst du dir gerne meine Tour bei Komoot herunterladen. 

1. Etappe des virtuellen Jakobsweg „Camino Francés“ (Wandertagebuch)

Direkt am Jahresanfang 2021 fragte mich die liebe Verena vom Outdoor-Blog „Hinter dem Horizont„, ob ich nicht Interesse hätte, gemeinsam mit ihr den französischen Jakobsweg „Camino Francés“ virtuell zu laufen. (Worum es dabei genau geht, erfährst du in meinem ersten Bericht über dieses virtuelle Wander-Event: „Virtueller Jakobsweg – Darum geht es„) 

Etwas skeptisch, aber dennoch neugierig, sagte ich zu. Schnell bin ich an die Garderobe im Flur gelaufen, die Wanderschuhe hektisch angezogen und los ging meine Reise. Ja okay… Der Elan blieb noch am Tag der Anmeldung aus. 😅 Dafür war ich aber die Tage darauf unterwegs gewesen, wovon ich dir nun gerne etwas berichten möchte. 

03. Januar 2021 – Kleine Schneewanderung in Schlüsselfelder Wald

Ich meine mich noch vage zu erinnern, dass mich Verena am 02. Januar 2021 nach diesem virtuellen Wanderweg gefragt hatte, wir aber erst am nächsten Tag los gingen, um die ersten Kilometer dafür zu sammeln. 

Dabei hatten wir auch relativ viel Glück mit der Landschaft um einem herum gehabt, da es in der Nacht davor leicht geschneit hat. Wo es in Würzburg bei Verena nur eine leichte Schneedecke gab, war ich in einem richtigen Winterwald bei Schlüsselfeld unterwegs gewesen. 

Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich bereits bei der Autofahrt ein breites Lächeln im Gesicht hatte. Die schneebedeckten Bäume am Wegesrand zauberten eine märchenhafte Landschaft. Und dieses Lächeln blieb auch bestehen, als ich aus meinem Auto stieg und das erste Kirschen unter meinen Schuhen vernahm. 

Endlich ein Winter mit Schnee“ waren dabei meine Gedanken gewesen. Denn ich muss zugeben, in den Jahren, wo ich hier in Unterfranken wohne, gab es nur relativ selten bis nie Schneefall. Um so glücklicher war ich, auch diesen Anblick einmal richtig zu genießen. 

Für die Wanderung hatte ich mir keine feste Route zurecht gelegt. Ich wollte einfach mal drauf los wandern, und schauen, was ich rechts und links am Wegesrand alles entdecken konnte. So kam schließlich eine kleine Wanderung von 4,7 Kilometer zusammen. 

06. Januar 2021 – Gemeinsame Wanderung mit Verena: TraumRunde Dettelbacher Dörfer

Auch wenn wir ein Team sind, wo jeder aber für sich seine Kilometer zusammen läuft, wollten wir trotzdem auch eine gemeinsame Touren starten. Der Vorschlag kam von der Verena, und ich denke, sie wollte mich in diesem Moment etwas aufbauen. 

Denn leider ging es mir seelisch nicht gerade gut. Dass ich meine Familie über Weihnachten und Silvester nicht sehen konnte, hatte mich schon sehr mitgenommen. Aber zum Glück ist ihr diese Aufmunterung auch gut gelungen. 😉

Raus gesucht haben wir uns die „TraumRunde Dettelbacher Dörfer„. Doch hätten wir vorher geahnt, was da auf uns zukommt, wären wir wohl ganz woanders wandern gewesen. 

Zuvor hat es die Tage ordentlich geregnet, so ist es kein Wunder, dass die Feldwege recht matschig und rutschig waren. Unsere Schuhe waren kaum noch wiederzuerkennen, ganz geschweige den Übergang, wo die Schuhe aufhören und die Hose beginnt.

Auch die recht kahle Winterlandschaft um uns herum hebte unsere Stimmung nicht ein wenig an. So hatte ich das Gefühl, dass wir wirklich um jeden Kilometer kämpften, den wir auch richtig gehen konnten. Ich habe auch des öfteren angeboten, ob wir nicht hier oder da eine kleine Abkürzung nehmen wollen. Doch Verena blieb eisern und so gingen wir den kompletten Wanderweg.

Matschig und kaputt von dem Kampf des Wanderweges kamen wir dann doch schließlich an unseren Autos an. Als ich einen Blick auf Komoot warf, kam dann auch das Lächeln ins Gesicht. Denn diese recht einzigartige Wanderung 😅 ergab für jeden an die 15 Kilometer, was somit 30 Kilometer mehr auf dem Jakobsweg entspricht. 

09. Januar 2021 – Der Panoramaweg Sommerhausen

Noch voller Motivation von unserer gemeinsamen Wanderung wollte ich unbedingt wieder am Wochenende raus. Wie gut, dass auch da das Wetter mitgespielt hat. Endlich wieder ein paar leichte Sonnenstrahlen, die den Winter etwas milder machten. 

Schon seit längerem wollte ich immer mal den Panoramaweg in Sommerhausen laufen. Durch eine Bekannte kannte ich nur einen Teilabschnitt von ihren Fotos, welche mich aber schon sehr neugierig gemacht haben. 

So ging es für mich nach dem Samstagsdienst im Labor in die kleine Gemeinde Sommerhausen, welche direkt am Main liegt. Schnell in die Wanderschuhe, den Rucksack auf den Rücken und los ging es. Doch schon nach den ersten paar Kilometern kam ich dann doch recht früh an meine Grenzen. Der Anstieg ging relativ steil hoch. Immer wieder blieb ich stehen, um die tolle Aussicht ins Maintal zu genießen und nebenbei wieder meine Atmung zu kontrollieren. 

Aber wenn man erst einmal oben angekommen ist, vergisst man schnell die kleine Strapaze von eben. Ein toller Weitblick in Ferne verzauberte mich regelrecht. Und dieser Anblick konnte ich die ganze Zeit über genießen. Egal um welche Ecke ich ging, oder wo ich auf einer kleinen Bank eine Rast macht – er war wie ein stetiger Begleiter mit dabei: Der Blick ins Maintal Richtung Ochsenfurt und/oder Würzburg

Ein weiteres Highlight auf dieser Runde war noch der alte Quaderkalkbruch. Allgemein finde ich stillgelegte Steinbrüche recht faszinierend. Ich frage mich da immer, wie sie früher hier gearbeitet haben. Wie kamen sie auf die Idee, so weit oben auf dem Weinberg einen Steinbruch aufzumachen, und vor allem wie haben sie das abgeschlagene Material wieder nach unten gebracht? Natürlich konnten die alte Schienen im Boden des Wanderweges die Antwort für die letzte Frage schon geben. 😉

Das einzige Stück, was ich mir nicht besonders gefiel, war der Rückweg nach Sommerhausen, der direkt neben der Bundesstraße entlang läuft. Hatte man erst die Stille der Natur genossen, um so vielleicht auch zur inneren Ruhe zu kommen, wurde diese durch die vorbeifahrenden Autos wieder zerstört. Aber zum Glück ist dieses Stück recht kurz gewesen. 

Trotz allem hatte ich so viel Spaß auf dieser Runde gehabt, dass ich sie definitiv nun auch gerne öfters wandern möchte. Denn im Allgemeinen bin ich so auf 10,1 Kilometer gekommen. Eine gute Strecke vielleicht für den nächsten Sonntagsspaziergang, oder? 😉


Nun muss ich aber mal ein großes Lob an die liebe Verena aussprechen. Sie hat mit ihrer Selbstständigkeit, und somit ohne jeweils eine Stunde Autofahrt zur Arbeit hin und zurück, etwas mehr freie Zeit als ich, und kann so auch unter der Woche etwas laufen gehen. Sei es nur ein kleiner gemütlicher Spaziergang in die Innenstadt von Würzburg und wieder zurück, so hat sie bereits 3-5 Kilometer mehr auf den Jakobsweg geschafft. 

Und ja, so kam es auch, dass wir Dank Verena uns relativ schnell in der 2. Etappe befanden. Und ja, ein bisschen schlechtes Gewissen habe ich trotzdem, dass ich unter der Woche wegen meinem Beruf nicht wirklich zum Laufen komme. Wie aber nun die 2. Etappe für mich war, wo ich dort unterwegs war, und was ich alles gesehen habe, erfährst du demnächst in einem weiteren Wandertagebuch-Bericht des virtuellen Jakobsweg. 

Also bleibe weiterhin neugierig und schaue gerne öfters mal vorbei. 
Dein kleiner Weltenspatz Shelly