Unterwegs mit Geocaching: Streuobst-Erlebnisweg in Markt Herrnsheim

Eines möchte ich gerne vorweg sagen: Ich liebe jede Jahreszeit, die es gibt. 
Jede Jahreszeit hat ihre bestimmte Reize: Sei es der Frühling, wo die Farben der Natur langsam die Welt zum Leben erwecken, oder wie in diesem Beitrag der Herbst, der neben seinen bunten Laub auch das leckere Obst am Anfang der Jahreszeit zum Reifen bringt.

Und weil gerade dieses das fotografische Auge sehr zum Leuchten bringt, war ich auf einem Streuobst-Erlebnisweg unterwegs gewesen. Aufmerksam darauf wurde ich durch mein Hobby Geocaching, der mich mit einzelnen Aufgaben entlang des Weges führte.

Inhaltsverzeichnis

Wo befindet sich der Streuobst-Erlebnisweg
🔸 Spielerisches kennenlernen der Natur
🔸 Über den “versteckten” Geocache (Achtung – ggf. Spoiler-Gefahr)
Kleines, persönliches Fazit
🔸 Über die Wanderung zur Gemeinde Markt Herrnsheim
🔸 Das stille und heimliche Genießen der Natur
🔸 Glücksmomente der Finde (Achtung: ggf. Spoiler-Gefahr)
🔸🔸 Erinnerungen an den 1. Versuch
🔸🔸 Erinnerungen an den 2. Versuch
🔸 Der Rückweg über Willanzheim

Wo befindet sich der Streuobst-Erlebnisweg

Der Streuobst-Erlebnisweg befindet sich in der kleinen Gemeinde Markt Herrnsheim, welche sich im unterfränkischen Landkreis Kitzingen befindet. Als Anhaltspunkt: Kitzingen (die nächste, größere Stadt) befindet sich ca. 13 Kilometer entfernt. 

Direkt am Parkplatz befindet sich auch die erste Station, welche dann jedoch etwas aus der Gemeinde herausführt. Doch am Ende des 2 Kilometer langen Weges kann man selbst entscheiden, ob man auf dem direkten Weg zurück gehen möchte, oder noch etwas gemütlich durch die kleine Gemeinde schlendert.

Spielerisches kennenlernen der Natur

Auf 6 verschiedenen Stationen kann man spielerisch die Natur kennen lernen. Ideal, um seinen kleinen Sprössling die Vielfalt der Natur näher beizubringen. Aber auch für uns Erwachsene können so manche Informationen doch noch recht neu sein.

Sei es die verschiedenen Tierarten (von Spinnen bis hin zu den Vögeln) oder die verschiedene Fruchtsorten (von Äpfel bis hin zu Walnüssen) – gibt es im Allgemeinen eine Menge zu entdecken. Und dabei sind es nicht nur die Schautafeln am Wegesrand, sondern die kleinen “Mitmach”-Stationen, die diesen Erlebnisweg so interessant machen. Denn wer hat zum Beispiel schon selber ein eigenes Spinnennetz gesponnen?

Und für ganz Neugierigen unter uns, gibt es immer mal wieder ein großes Inforad. Selbst die kleine Shelly konnte nicht widerstehen, und musste sich informieren, was man alles aus dem Obst machen kann.

Wer aber lieber die Natur um einem herum genießen möchte, kann dieses nicht nur von der Bodenebene. Mit einer kleinen Erhöhung und dem entsprechenden Fernrohr kann man so die Landschaft um einem herum besser erforschen. Und dabei geht der Blick sogar bis zum Schwanberg.

Aber auch die einzelnen Obstsorten kann man auf der großen Wiesen besser kennen. Sei es durch die Form des Stammes, die Form der Blätter, oder die Form und Farben der Früchte. An jedem Baum findet sich ein kleiner Infostand zu der jeweiligen Obstsorte. Doch Vorsicht: nicht überall darf genascht werden! Bestimmte Bäume sind dementsprechend gekennzeichnet.

Und wem das noch nicht genug ist, kann an der 6. Station einem Märchen lauschen, oder es ggf. selber lesen. Ein schattiger Platz unter dem Baum lädt ideal zu einer kleinen Pause ein.

Über den “versteckten” Geocache (Achtung – ggf. Spoiler-Gefahr)

Vorweg möchte ich darauf hinweisen, dass ich den Spaß an diesem Hobby nicht kaputt machen möchte. Aus diesem Grund versuche ich so gut wie möglich, ohne irgendwelche Spoiler über die einzelnen Geocaches zu berichten. Jedoch können bestimmte Orte, Landschaften & Gebäude dazu führen, dass der eine oder andere Geocacher gespoilert wird. 

Falls du nun selbst diesen Geocache aufsuchen möchtest, und dir unsicher bist, in diesem Beitrag Spoiler zu finden, bitte ich dich: Gehe einfach zur nächsten Überschrift weiter, und lies dir gerne im Anschluss deines Geocaching-Abenteuers diesen Beitrag erneut durch. Vielleicht kannst du mir auch von deinen Erlebnisse berichten.

Bei diesem Cache handelt es sich um einen Multicache, der zum größten Teil auf der Strecke des Streuobst-Erlebnisweg liegt. Mit einer Länge von 1,5 Kilometern, ist er mit kleinen und spielerischen Einlagen, sowie mit dem Entdecken der Natur innerhalb von 2 Stunden machbar. Natürlich kann man sich auch etwas mehr Zeit lassen und die Natur um einem herum genießen. Genug Rastplätze gibt es hier auf jeden Fall.

Um an die Finalkoordinaten zu gelangen, muss man 5 kleine Aufgaben erledigen. Diese sind auch relativ einfach. Denn selbst ich tue mich bei manchen Multicaches recht schwer und logge da eher ein DNF als ein Found. Doch hier hatte ich gleich auf anhieb die richtigen Lösungen parat gehabt.

Gestartet wird am Parkplatz des Streuobst-Erlebnisweg, jedoch führt einem der Cache auf die andere Seite der Straße. Bei Familien mit Kindern, oder auch generell an alle Cacher: Passt da bitte etwas auf die Autos auf. Die Autos können recht schnell diesen kleinen Berg herunterkommen, da man sich hier direkt am Ortseingang befindet.

Da der Streuobst-Erlebnisweg für Familien mit Kindern angelegt ist, kann man hier auch mit seinen kleinen Nachwuchs-Cachern richtig viel Spaß haben. Die Aufgaben sind so ausgelegt, dass sogar die Kleinen wahre Erfolge beim Lösen der Aufgaben feiern können. Und zwischendurch gibt es sogar noch einen “kleinen Spielplatz”, wo sie noch ihre restliche Energie richtig ausleben können.

Jedoch beim Final angekommen, wäre es hilfreich, wenn man eine bestimmte Größe hat. Selbst ich als eine etwas kleine Frau, von einer Größe mit 1,60m, hatte etwas Probleme an die Dose zu kommen. Doch passenderweise liegen in der Nähe gleich die entsprechenden Hilfsmittel. Bei Kindern bitte immer dabei sein, es könnte sonst zu Verletzungen führen.

Nach dem Eintragen ins Logbuch hat man noch die Möglichkeit, auf den direkten Weg wieder zurück zum Parkplatz zu gehen (falls man mit dem Auto anreist), oder noch den restlichen Weg entlang wandern und dabei die Natur zu genießen. Egal für was du dich dabei entscheidest, du wirst mit einem Lächeln deinen Weg gehen.

Es handelt sich dabei um den Multicache “GC60JQG – Streuobst Erlebnisweg Markt Herrnsheim” und ist zu finden in meinen Lesezeichenlisten bei Geocaching.com:

Geocaching in Franken: https://coord.info/BMA7CHA
Geocaching in Unterfranken: https://coord.info/BMA7CHB
Cache-Empfehlung Kitzingen & Landkreis: https://coord.info/BM9CGPB


Kleines, persönliches Fazit

Mitte September machte ich mich auf, um nach Markt Herrnsheim zu gelangen. Als kleine Abenteuerin, die gerne auch die Mikroabenteuer vor der eigenen Haustür liebt, bin ich die gesamte Strecke gewandert. Das Auto blieb einfach Zuhause stehen.

Wer dieses aber nun nicht genau nachmachen möchte, kann natürlich auch mit dem Auto anreisen. Den passenden Parkplatz gibt es dort an der 1. Station des Streuobst-Erlebnisweg.

Über die Wanderung zur Gemeinde Markt Herrnsheim

Die Strecke nach Markt Herrnsheim ist ca. 8 Kilometer lang. Hin- und Rückweg, mit dem  eingerechneten Streuobst-Erlebnisweges, bin ich an diesem Tag ca. 18 Kilometer gewandert. Welches ich später doch ein wenig in den Beinen gespürt habe.

Gestartet bin ich in meiner kleinen Gemeinde Markt Einersheim. Und das, wie bereits beschrieben, vor der eigenen Haustür. Da aber nun nicht jeder weiß, wo ich wohne, gebe ich hier das Freibad als Startpunkt an. Dort bin ich nämlich auch entlang gelaufen, und hier wären außerdem ein paar Parkplätze für die Abenteurer unter euch, die gerne diese Wanderung nacherleben möchten.

Vom Freibad aus bin ich einfach den Rad-Wander-Weg nach Iphofen/Willanzheim gefolgt. So könnte man dieses Abenteuer auch mit dem Fahrrad unternehmen. Doch hier muss man etwas aufpassen: Markt Herrnsheim ist nicht direkt ausgeschildert, sondern man sollte zunächst die Ausschilderung nach Willanzheim, und danach nach Mönchsondheim nehmen.

Und genau das tat ich auch: An der Vogtsmühle, wo man auch eine schöne kleine Rast einlegen könnte, bin ich auf den Weg nach Mönchsondheim umgestiegen. Während meines Weges überlegte ich, ob ich dort den versteckten Multicache an der Kirchenburg in Mönchsondheim auch noch mitmache. Aufgrund der vielen Touristen an diesem Tag, verschob ich jedoch dieses Vorhaben.

Ab Mönchsondheim war der Weg auch ausgeschildert und so folgte ich ihn entlang der Felder. Zu meinem Erstaunen sind mir an diesem Tag nicht nur Radfahrer begegnet, sondern auch viele Spaziergänger und Wanderer. Je näher ich der Gemeinde Markt Herrnsheim kam, um so mehr Obstbäume standen auch am Wegesrand.

Das stille und heimliche Genießen der Natur

So schlenderte ich gemütlich durch die Gemeinde Markt Herrnsheim, bis ich schließlich am Ziel meiner Wanderung ankam: Der Parkplatz am Streuobst-Erlebnisweg, welcher auch als Start dieser Runde gedacht war.

Da ich bereits schon einmal hier war, kannte ich den Erlebnisweg schon und konnte mich so mehr den kleineren Details der Natur widmen: Wie das letzte, satte Grün der Wiesen und der Bäume, sowie das Summen um einem herum, oder die Konturen der einzelnen Schattenspiele, die auf meinem Weg lagen.

Natürlich musste ich auch wieder ein „kleines Kind“ sein, um die Welt um mich herum aus anderen Augen wahrzunehmen. So war ich neugierig, was mich hier und dort erwartete, und was ich im Allgemeinen noch entdecken kann.

Neben tollen und spielerischen Informationstafeln am Wegesrand, gab es natürlich auch viel reifes Obst zu sehen. Sei es am Boden liegend, oder noch „pflück bereit“ im Baum hängend. Aber vorsicht: Nicht jeden Baum kann man „ernten“. Bei manchen hängen Schilder dran, dass diese privat sind. Also lieber die Finger davon lassen.

Doch ja, ich konnte manchmal nicht wiederstehen und habe mal hier und mal dort etwas gekostet. Dabei schaute ich eher auf die Früchte, die bereits unten am Boden lagen, das somit genannte Fallobst. Und so kam es, dass ich sogar ein paar reife Zwetschgen entdeckte.

Ein kleiner Bissen reichte schon aus, um das herrliche Gefühl des Spätsommers ins mir zu wecken.

Glücksmomente der Findung

Nun muss ich gestehen, dass dieser Cache bereits mein 3. Anlauf war. Nicht, weil er so schwer zu finden war, sondern durch kleine Ereignisse meinen Logbuch-Eintrag erschwert haben:

Der erste Versuch

Erst letztes Jahr war ich diese Strecke bereits mit dem Fahrrad gefahren. Bis nach Markt Herrnsheim bin ich auch gekommen, doch dann machte es „Beng“ – und somit hatte ich meinen erster Platten. Was mich am meisten ärgerte: Ich stand so kurz davor, diese Geocaching-Runde zu beginnen.

Da ich außerdem kein Fahrradschloss mit hatte, um es anzuschließen und dann zu Fuß diese Runde zu bestreiten – und ich außerdem auch keine Lust hatte, ein „plattes“ Fahrrad die ganze Strecke zu schieben – entschied ich mich auf eine Abholung. Rief somit meinen Freund an, der dann auch sofort kam.

Der zweite Versuch

Bei meinem zweiten Anlauf war ich auch hierher gewandert. Es war eine tolle frühlingshafte Wanderung gewesen. Angedacht war, diesen Erlebnisweg in seiner Apfelblüte zu sehen. Gelungen ist mir dieses auch, aber leider war kein Cache vorhanden. Als ich den Owner anschrieb, bestätigte er mir meinen Verdacht: Die Dose war verschwunden.

Naja… Etwas Gutes hatte es auch. Die einzelnen Aufgaben waren bereits erledigt und die Final-Koordinaten berechnet. Sobald die neue Dosen ausgelegt wurde, müsste ich nur noch auf den “direkten” Weg dorthin, um mich endlich ins Logbuch einzutragen.


Und ja… An diesem Tag war es nun soweit: Ich sah die Dose, wo sie sich auch befinden sollte. Doch nun gab es eben noch ein kleines Problem: Wie komme ich an sie heran?

Mit einem kleinen Trick, der leider etwas unsicher mit der Trittsicherheit war, hielt ich schließlich die Dose in meinen Händen. Und nach ein paar Handgriffen später, stand ich nun auch im ersehnten Logbuch.

Der Rückweg über Willanzheim

Wer mich nun schon etwas länger kennt, weiß unter anderem auch, dass ich selten den direkten Weg zurück nehme, den ich auch gekommen bin. Ich suche mir da lieber kleine „Zwischenwege“ aus, um so einen kleinen, persönlichen Rundweg zu gestalten. Denn wer weiß schon, was ich hier und dort noch entdecken könnte.

So beschloss ich auch bei diesem kleinen Abenteuer, nachdem ich den Geocache wieder dort versteckt habe, wo ich ihn gefunden habe, auch einen „kleinen“ Umweg zu gehen. 

Bereits bei meinem ersten (virtuellen) Mammutmarsch im Februar 2021 bin ich unter anderem diese Strecke gegangen. So weiß ich, dass es einen kleinen, leider nicht ausgeschilderten Weg nach Willanzheim gibt.

Übrings: Habe ich eigentlich mal erwähnt, dass ich im schönen Unterfranken lebe, und wir neben den Weinbergen auch andere, gleichgroße Erhöhungen haben? Falls nein, dann weißt du ja nun darüber Bescheid.

Denn der Weg zwischen den Feldern war ein reines auf und ab gewesen. Immer wieder kam der Kirchturm von Willanzheim ins Blickfeld, so dass man gut einschätzen konnte, wie weit die nächste Gemeinde noch liegt.

Doch entweder lag es an der puren Sonne, die vom Himmel schien, oder an meine Fußverletzung im letzten Sommer… Dieser Weg machte mir einfach nur zu schaffen. Immer wieder sehnte ich mich nach Schatten, und sobald es wieder bergan ging, wünschte ich mir eine Bank zum Ausruhen herbei.

Doch in Willanzheim angekommen, habe ich es auch gleich wieder verlassen. Mit anderen Worten: Ich habe diese kleine Gemeinde nur am äußersten Rand gestreift. 

Denn kurz darauf kam der Rad-Wander-Weg wieder in Sicht, der mich nach Hause führte. Und so hieß es für, die kommenden 8 Kilometer einfach nur „geradeaus“ gehen, ohne noch weitere Abzweigungen zu machen.


Keine weiteren Abenteuer mehr verpassen?

Speichere in deinen Favoriten diesen permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.