Unterwegs mit Geocaching: Streuobst-Erlebnisweg in Markt Herrnsheim

Eines möchte ich gerne vorweg sagen: Ich liebe jede Jahreszeit, die es gibt. 
Jede Jahreszeit hat ihre bestimmte Reize: Sei es der Frühling, wo die Farben der Natur langsam die Welt zum Leben erwecken, oder wie in diesem Beitrag der Herbst, der neben seinen bunten Laub auch das leckere Obst am Anfang der Jahreszeit zum Reifen bringt.

Und weil gerade dieses das fotografische Auge sehr zum Leuchten bringt, war ich auf einem Streuobst-Erlebnisweg unterwegs gewesen. Aufmerksam darauf wurde ich durch mein Hobby Geocaching, der mich mit einzelnen Aufgaben entlang des Weges führte.

Inhaltsverzeichnis

Wo befindet sich der Streuobst-Erlebnisweg
🔸 Spielerisches kennenlernen der Natur
🔸 Über den “versteckten” Geocache (Achtung – ggf. Spoiler-Gefahr)
Kleines, persönliches Fazit
🔸 Über die Wanderung zur Gemeinde Markt Herrnsheim
🔸 Das stille und heimliche Genießen der Natur
🔸 Glücksmomente der Finde (Achtung: ggf. Spoiler-Gefahr)
🔸🔸 Erinnerungen an den 1. Versuch
🔸🔸 Erinnerungen an den 2. Versuch
🔸 Der Rückweg über Willanzheim

Wo befindet sich der Streuobst-Erlebnisweg

Der Streuobst-Erlebnisweg befindet sich in der kleinen Gemeinde Markt Herrnsheim, welche sich im unterfränkischen Landkreis Kitzingen befindet. Als Anhaltspunkt: Kitzingen (die nächste, größere Stadt) befindet sich ca. 13 Kilometer entfernt. 

Direkt am Parkplatz befindet sich auch die erste Station, welche dann jedoch etwas aus der Gemeinde herausführt. Doch am Ende des 2 Kilometer langen Weges kann man selbst entscheiden, ob man auf dem direkten Weg zurück gehen möchte, oder noch etwas gemütlich durch die kleine Gemeinde schlendert.

Spielerisches kennenlernen der Natur

Auf 6 verschiedenen Stationen kann man spielerisch die Natur kennen lernen. Ideal, um seinen kleinen Sprössling die Vielfalt der Natur näher beizubringen. Aber auch für uns Erwachsene können so manche Informationen doch noch recht neu sein.

Sei es die verschiedenen Tierarten (von Spinnen bis hin zu den Vögeln) oder die verschiedene Fruchtsorten (von Äpfel bis hin zu Walnüssen) – gibt es im Allgemeinen eine Menge zu entdecken. Und dabei sind es nicht nur die Schautafeln am Wegesrand, sondern die kleinen “Mitmach”-Stationen, die diesen Erlebnisweg so interessant machen. Denn wer hat zum Beispiel schon selber ein eigenes Spinnennetz gesponnen?

Und für ganz Neugierigen unter uns, gibt es immer mal wieder ein großes Inforad. Selbst die kleine Shelly konnte nicht widerstehen, und musste sich informieren, was man alles aus dem Obst machen kann.

Wer aber lieber die Natur um einem herum genießen möchte, kann dieses nicht nur von der Bodenebene. Mit einer kleinen Erhöhung und dem entsprechenden Fernrohr kann man so die Landschaft um einem herum besser erforschen. Und dabei geht der Blick sogar bis zum Schwanberg.

Aber auch die einzelnen Obstsorten kann man auf der großen Wiesen besser kennen. Sei es durch die Form des Stammes, die Form der Blätter, oder die Form und Farben der Früchte. An jedem Baum findet sich ein kleiner Infostand zu der jeweiligen Obstsorte. Doch Vorsicht: nicht überall darf genascht werden! Bestimmte Bäume sind dementsprechend gekennzeichnet.

Und wem das noch nicht genug ist, kann an der 6. Station einem Märchen lauschen, oder es ggf. selber lesen. Ein schattiger Platz unter dem Baum lädt ideal zu einer kleinen Pause ein.

Über den “versteckten” Geocache (Achtung – ggf. Spoiler-Gefahr)

Vorweg möchte ich darauf hinweisen, dass ich den Spaß an diesem Hobby nicht kaputt machen möchte. Aus diesem Grund versuche ich so gut wie möglich, ohne irgendwelche Spoiler über die einzelnen Geocaches zu berichten. Jedoch können bestimmte Orte, Landschaften & Gebäude dazu führen, dass der eine oder andere Geocacher gespoilert wird. 

Falls du nun selbst diesen Geocache aufsuchen möchtest, und dir unsicher bist, in diesem Beitrag Spoiler zu finden, bitte ich dich: Gehe einfach zur nächsten Überschrift weiter, und lies dir gerne im Anschluss deines Geocaching-Abenteuers diesen Beitrag erneut durch. Vielleicht kannst du mir auch von deinen Erlebnisse berichten.

Bei diesem Cache handelt es sich um einen Multicache, der zum größten Teil auf der Strecke des Streuobst-Erlebnisweg liegt. Mit einer Länge von 1,5 Kilometern, ist er mit kleinen und spielerischen Einlagen, sowie mit dem Entdecken der Natur innerhalb von 2 Stunden machbar. Natürlich kann man sich auch etwas mehr Zeit lassen und die Natur um einem herum genießen. Genug Rastplätze gibt es hier auf jeden Fall.

Um an die Finalkoordinaten zu gelangen, muss man 5 kleine Aufgaben erledigen. Diese sind auch relativ einfach. Denn selbst ich tue mich bei manchen Multicaches recht schwer und logge da eher ein DNF als ein Found. Doch hier hatte ich gleich auf anhieb die richtigen Lösungen parat gehabt.

Gestartet wird am Parkplatz des Streuobst-Erlebnisweg, jedoch führt einem der Cache auf die andere Seite der Straße. Bei Familien mit Kindern, oder auch generell an alle Cacher: Passt da bitte etwas auf die Autos auf. Die Autos können recht schnell diesen kleinen Berg herunterkommen, da man sich hier direkt am Ortseingang befindet.

Da der Streuobst-Erlebnisweg für Familien mit Kindern angelegt ist, kann man hier auch mit seinen kleinen Nachwuchs-Cachern richtig viel Spaß haben. Die Aufgaben sind so ausgelegt, dass sogar die Kleinen wahre Erfolge beim Lösen der Aufgaben feiern können. Und zwischendurch gibt es sogar noch einen “kleinen Spielplatz”, wo sie noch ihre restliche Energie richtig ausleben können.

Jedoch beim Final angekommen, wäre es hilfreich, wenn man eine bestimmte Größe hat. Selbst ich als eine etwas kleine Frau, von einer Größe mit 1,60m, hatte etwas Probleme an die Dose zu kommen. Doch passenderweise liegen in der Nähe gleich die entsprechenden Hilfsmittel. Bei Kindern bitte immer dabei sein, es könnte sonst zu Verletzungen führen.

Nach dem Eintragen ins Logbuch hat man noch die Möglichkeit, auf den direkten Weg wieder zurück zum Parkplatz zu gehen (falls man mit dem Auto anreist), oder noch den restlichen Weg entlang wandern und dabei die Natur zu genießen. Egal für was du dich dabei entscheidest, du wirst mit einem Lächeln deinen Weg gehen.

Es handelt sich dabei um den Multicache “GC60JQG – Streuobst Erlebnisweg Markt Herrnsheim” und ist zu finden in meinen Lesezeichenlisten bei Geocaching.com:

Geocaching in Franken: https://coord.info/BMA7CHA
Geocaching in Unterfranken: https://coord.info/BMA7CHB
Cache-Empfehlung Kitzingen & Landkreis: https://coord.info/BM9CGPB


Kleines, persönliches Fazit

Mitte September machte ich mich auf, um nach Markt Herrnsheim zu gelangen. Als kleine Abenteuerin, die gerne auch die Mikroabenteuer vor der eigenen Haustür liebt, bin ich die gesamte Strecke gewandert. Das Auto blieb einfach Zuhause stehen.

Wer dieses aber nun nicht genau nachmachen möchte, kann natürlich auch mit dem Auto anreisen. Den passenden Parkplatz gibt es dort an der 1. Station des Streuobst-Erlebnisweg.

Über die Wanderung zur Gemeinde Markt Herrnsheim

Die Strecke nach Markt Herrnsheim ist ca. 8 Kilometer lang. Hin- und Rückweg, mit dem  eingerechneten Streuobst-Erlebnisweges, bin ich an diesem Tag ca. 18 Kilometer gewandert. Welches ich später doch ein wenig in den Beinen gespürt habe.

Gestartet bin ich in meiner kleinen Gemeinde Markt Einersheim. Und das, wie bereits beschrieben, vor der eigenen Haustür. Da aber nun nicht jeder weiß, wo ich wohne, gebe ich hier das Freibad als Startpunkt an. Dort bin ich nämlich auch entlang gelaufen, und hier wären außerdem ein paar Parkplätze für die Abenteurer unter euch, die gerne diese Wanderung nacherleben möchten.

Vom Freibad aus bin ich einfach den Rad-Wander-Weg nach Iphofen/Willanzheim gefolgt. So könnte man dieses Abenteuer auch mit dem Fahrrad unternehmen. Doch hier muss man etwas aufpassen: Markt Herrnsheim ist nicht direkt ausgeschildert, sondern man sollte zunächst die Ausschilderung nach Willanzheim, und danach nach Mönchsondheim nehmen.

Und genau das tat ich auch: An der Vogtsmühle, wo man auch eine schöne kleine Rast einlegen könnte, bin ich auf den Weg nach Mönchsondheim umgestiegen. Während meines Weges überlegte ich, ob ich dort den versteckten Multicache an der Kirchenburg in Mönchsondheim auch noch mitmache. Aufgrund der vielen Touristen an diesem Tag, verschob ich jedoch dieses Vorhaben.

Ab Mönchsondheim war der Weg auch ausgeschildert und so folgte ich ihn entlang der Felder. Zu meinem Erstaunen sind mir an diesem Tag nicht nur Radfahrer begegnet, sondern auch viele Spaziergänger und Wanderer. Je näher ich der Gemeinde Markt Herrnsheim kam, um so mehr Obstbäume standen auch am Wegesrand.

Das stille und heimliche Genießen der Natur

So schlenderte ich gemütlich durch die Gemeinde Markt Herrnsheim, bis ich schließlich am Ziel meiner Wanderung ankam: Der Parkplatz am Streuobst-Erlebnisweg, welcher auch als Start dieser Runde gedacht war.

Da ich bereits schon einmal hier war, kannte ich den Erlebnisweg schon und konnte mich so mehr den kleineren Details der Natur widmen: Wie das letzte, satte Grün der Wiesen und der Bäume, sowie das Summen um einem herum, oder die Konturen der einzelnen Schattenspiele, die auf meinem Weg lagen.

Natürlich musste ich auch wieder ein „kleines Kind“ sein, um die Welt um mich herum aus anderen Augen wahrzunehmen. So war ich neugierig, was mich hier und dort erwartete, und was ich im Allgemeinen noch entdecken kann.

Neben tollen und spielerischen Informationstafeln am Wegesrand, gab es natürlich auch viel reifes Obst zu sehen. Sei es am Boden liegend, oder noch „pflück bereit“ im Baum hängend. Aber vorsicht: Nicht jeden Baum kann man „ernten“. Bei manchen hängen Schilder dran, dass diese privat sind. Also lieber die Finger davon lassen.

Doch ja, ich konnte manchmal nicht wiederstehen und habe mal hier und mal dort etwas gekostet. Dabei schaute ich eher auf die Früchte, die bereits unten am Boden lagen, das somit genannte Fallobst. Und so kam es, dass ich sogar ein paar reife Zwetschgen entdeckte.

Ein kleiner Bissen reichte schon aus, um das herrliche Gefühl des Spätsommers ins mir zu wecken.

Glücksmomente der Findung

Nun muss ich gestehen, dass dieser Cache bereits mein 3. Anlauf war. Nicht, weil er so schwer zu finden war, sondern durch kleine Ereignisse meinen Logbuch-Eintrag erschwert haben:

Der erste Versuch

Erst letztes Jahr war ich diese Strecke bereits mit dem Fahrrad gefahren. Bis nach Markt Herrnsheim bin ich auch gekommen, doch dann machte es „Beng“ – und somit hatte ich meinen erster Platten. Was mich am meisten ärgerte: Ich stand so kurz davor, diese Geocaching-Runde zu beginnen.

Da ich außerdem kein Fahrradschloss mit hatte, um es anzuschließen und dann zu Fuß diese Runde zu bestreiten – und ich außerdem auch keine Lust hatte, ein „plattes“ Fahrrad die ganze Strecke zu schieben – entschied ich mich auf eine Abholung. Rief somit meinen Freund an, der dann auch sofort kam.

Der zweite Versuch

Bei meinem zweiten Anlauf war ich auch hierher gewandert. Es war eine tolle frühlingshafte Wanderung gewesen. Angedacht war, diesen Erlebnisweg in seiner Apfelblüte zu sehen. Gelungen ist mir dieses auch, aber leider war kein Cache vorhanden. Als ich den Owner anschrieb, bestätigte er mir meinen Verdacht: Die Dose war verschwunden.

Naja… Etwas Gutes hatte es auch. Die einzelnen Aufgaben waren bereits erledigt und die Final-Koordinaten berechnet. Sobald die neue Dosen ausgelegt wurde, müsste ich nur noch auf den “direkten” Weg dorthin, um mich endlich ins Logbuch einzutragen.


Und ja… An diesem Tag war es nun soweit: Ich sah die Dose, wo sie sich auch befinden sollte. Doch nun gab es eben noch ein kleines Problem: Wie komme ich an sie heran?

Mit einem kleinen Trick, der leider etwas unsicher mit der Trittsicherheit war, hielt ich schließlich die Dose in meinen Händen. Und nach ein paar Handgriffen später, stand ich nun auch im ersehnten Logbuch.

Der Rückweg über Willanzheim

Wer mich nun schon etwas länger kennt, weiß unter anderem auch, dass ich selten den direkten Weg zurück nehme, den ich auch gekommen bin. Ich suche mir da lieber kleine „Zwischenwege“ aus, um so einen kleinen, persönlichen Rundweg zu gestalten. Denn wer weiß schon, was ich hier und dort noch entdecken könnte.

So beschloss ich auch bei diesem kleinen Abenteuer, nachdem ich den Geocache wieder dort versteckt habe, wo ich ihn gefunden habe, auch einen „kleinen“ Umweg zu gehen. 

Bereits bei meinem ersten (virtuellen) Mammutmarsch im Februar 2021 bin ich unter anderem diese Strecke gegangen. So weiß ich, dass es einen kleinen, leider nicht ausgeschilderten Weg nach Willanzheim gibt.

Übrings: Habe ich eigentlich mal erwähnt, dass ich im schönen Unterfranken lebe, und wir neben den Weinbergen auch andere, gleichgroße Erhöhungen haben? Falls nein, dann weißt du ja nun darüber Bescheid.

Denn der Weg zwischen den Feldern war ein reines auf und ab gewesen. Immer wieder kam der Kirchturm von Willanzheim ins Blickfeld, so dass man gut einschätzen konnte, wie weit die nächste Gemeinde noch liegt.

Doch entweder lag es an der puren Sonne, die vom Himmel schien, oder an meine Fußverletzung im letzten Sommer… Dieser Weg machte mir einfach nur zu schaffen. Immer wieder sehnte ich mich nach Schatten, und sobald es wieder bergan ging, wünschte ich mir eine Bank zum Ausruhen herbei.

Doch in Willanzheim angekommen, habe ich es auch gleich wieder verlassen. Mit anderen Worten: Ich habe diese kleine Gemeinde nur am äußersten Rand gestreift. 

Denn kurz darauf kam der Rad-Wander-Weg wieder in Sicht, der mich nach Hause führte. Und so hieß es für, die kommenden 8 Kilometer einfach nur „geradeaus“ gehen, ohne noch weitere Abzweigungen zu machen.


Keine weiteren Abenteuer mehr verpassen?

Das Hünengrab bei Reinfeld (Holstein)

Manchmal kann eine Dose im Wald viel mehr sein, als nur ein Geocache hinter einem Baum. Denn manchmal können diese kleinen Verstecke uns Gegenden zeigen, die wir vorher wohl nie besichtigt haben. Schließlich braucht man manchmal nur einen Ansporn, in eine bestimmte Region zu fahren.

Du glaubst mir nicht? So hoffe ich, dass ich dir mit diesem Beitrag „Das Hünengrab bei Reinfeld (Holstein)“ vom Gegenteil überzeugen kann. Dass nicht nur die Suche nach einem Geocache in einem das kleine Kind hervor lockt, sondern allein die mystische Stimmung eines Herbstwaldes so manchen Spaß hervor rufen kann.

Inhaltsverzeichnis

Ein kleines Outdoor-Abenteuer in Reinfeld (Holstein)
Wo genau liegt das Hünengrab in Reinfeld (Holstein)
Das Hünengrab als Hügelgrab
Ein kleiner Spaziergang mit großen Spaßfaktor

Ein kleines Outdoor-Abenteuer in Reinfeld (Holstein)

Ende September 2020, bei einem heimischen Urlaub bei meinen Eltern in Norddeutschland, hat mich mein Cacher-Herz nach Reinfeld (Holstein) verschlagen. Mit herrlichen Sonnenschein und noch relativ warmen Temperaturen versprach es, ein richtig schöner Tag zu werden. Und so wollte ich dieses Abenteuer zusammen mit meinem Vater verbringen, um ihn unter anderem auch mein Hobby dem Geocaching etwas näher zu bringen.

Schon als kleines Kind war ich relativ viel in Reinfeld (Holstein) unterwegs gewesen. So hätte ich noch vor dieser Tour felsenfest behauptet, dass ich mich in dieser Gegend sehr gut auskenne. Doch als ich auf eine kleine Tradi-Runde rund um das Hünengrab stoß, fragte ich mich: Wo befindet sich denn eigentlich dieses erwähnte Hünengrab?

Sogar mein Vater, der jahrelang in Reinfeld (Holstein) gearbeitet hat, konnte mir diese Frage nicht beantworten. Angestiftet mit der Neugier auf etwas Neuen, machten wir uns auf den Weg. Unser Ziel: Ein kleines Outdoor-Abenteuer, in einer Gegend, die wir selbst erst erforschen mussten. 😉

Wo genau liegt das Hünengrab in Reinfeld (Holstein)

Wie bereits schon erwähnt, bin ich durch einem Geocache auf dieses Hünengrab aufmerksam geworden, beziehungsweise von einer ganzen Tradi-Runde mit 8 Caches. Und wie sollte es auch nicht anders sein, hießen sie auch noch „Hünengrab“. (Meine Lesezeichenverzeichnis bei Geocaching.com findest du *hier*.)

So zeigte ich meinen Vater, wo sich ungefähr dieses Hünengrab befinden könnte. Und durch die Ortskenntnisse von ihm hatten wir auch relativ schnell einen Parkplatz ausfindig gemacht, wo wir unser Auto abstellen konnten. Dieser ist unter anderem auch bei „Google Maps“ zu finden.

Das Hünengrab liegt im oberen Teil von dem Herrenteich, wie sich später auch herausstellte, in einem richtig schönen Waldabschnitt. Den Parkplatz, wo wir unser Auto abgestellt haben, befindet sich an der Fasanerie Reinfeld, sowie dem Skatepark im Schuhwiesenweg. So konnten wir vorher noch ein kleines Stückchen direkt am Herrenteich entlang gehen.

Die Alternative wäre auch ein kleiner Parkplatz weiter nördlich gewesen, wo der Schuhwiesenweg in den Poggenkamp übergeht. Beide Parkplätze sind wie gesagt bei „Google Maps“ auch zu finden. Wir selbst kamen an diesem Parkplatz ebenfalls zu Fuß vorbei, denn von dort aus bogen wir in die Richtung des Hünengrab ab.

Entlang dem kleinen Bach Tannenbach, sowie vorbei an Feldern, folgten wir den Wegabschnitt in ein kleines Waldgebiet. Ohne einen richtigen Plan zu haben, wie wir nun gehen sollten, sind wir immer wieder hin und her gelaufen. Und an manchen Stellen auch etwas querfeldein. Denn wir wollten uns nicht von der Geocaching-Runde leiten lassen, sondern eher selbst unser Abenteuer hier erleben. Und dieser Waldabschnitt bot sich dafür auch ideal an.

Das Hünengrab als Hügelgrab

Neben naturbelassenen Wegen, sprich die Wege sind nicht gerade eben, hier und da schauen die Baumwurzeln hervor, bietet der Wald auch so eine ganze Menge an Spaß. Gleich am Anfang gab es eine kleine „Brücke“ über den Tannenbach, die wir überquerten und uns entscheiden mussten, in welche Richtung wir nun weiter gehen wollten. So nahmen wir gleich mal den „recht steilen“ Anstieg in Kauf, um uns einen kleinen Überblick zu verschaffen.

Dabei entdeckten wir eine größere Ansammlung von Findlingen. Ist das etwa schon das Hünengrab? Bisher kannte ich die Hünengräber eher so, dass sie unterhalb der Erde liegen, und anhand eines Erdhügels zu erkennen sind.

Mit ein paar Recherchen im Internet wussten wir, dass wir hier genau richtig sind. Denn hierbei handelt es sich um ein Großsteingrab, welcher wohl bereits aus der Jungsteinzeit stammt, und so ca. 3.000 Jahre alt ist. Und wenn man sich nun man überlegt, wie die damaligen Menschen mit den einfachsten Mitteln diese tonnenschweren Findlinge oft über Kilometerweite Wege zusammen gebracht haben, bekommt diese Opfer- und Kultstätte gleich einen mystischen Hauch.

Ein kleiner Spaziergang mit großen Spaßfaktor

Mit der Euphorie dieser Entdeckung machten wir uns auf, nun auch den restlichen Waldabschnitt zu erkunden und dabei hoffentlich auch den einen und anderen Geocache zu finden. So schaute ich in der Geocaching-App nach, wo denn der nächste Cache liegt. Tja, und wie sollte es nicht anders sein, natürlich auf der anderen Seite vom Tannenbach. 😅

Wir wollten nicht den Weg zur Brücke wieder zurück gehen, sondern entschlossen uns, einen kleinen Trampelpfad zwischen der Schlucht zu nehmen. So standen wir bereits an unserer ersten, richtigen Herausforderung: Es ging kein Weg über den Tannenbach. Man konnte noch erahnen, dass es hier in früheren Zeiten eine kleine Brücke gab, doch von dieser war nichts mehr vorhanden. Also sprangen wir mit einer kleinen sportlichen Einlage über den Bach, und kletterten den recht steilen Anstieg hoch.

Als wir oben auf dem Weg wieder angekommen waren, ging es aber sofort sportlich weiter. Denn hier und da gab es ein paar kleine sportliche Einlagen, die wir natürlich gleich ausprobierten. Wie zum Beispiel eine Stange zwischen 2 Bäumen, wo man hervorragend Klimmzüge machen konnte. Beziehungsweise nur, wenn man dieses auch beherrscht und nicht nur wie ein nasser Sack an einer Stange hängt. 😅

Auf unserem Weg durch den Wald entdeckten wir auch immer wieder die Natur neu für uns. Sei es mit einer reichlich großen Ansammlung von Pilzen auf einem Baumstamm, oder einer großen Gewulst oben auf dem Baum.

Und ja, hier befindet sich wirklich auch ein Klettercache. So hatte mein Vater die Idee gehabt, wir könnten ja mal nach oben in die Baumkronen schauen, vielleicht würden wir so den Geocache wenigsten sehen. (Und an alle Cacher nun: Nein, ich hätte ihn trotzdem NICHT als „gefunden“ geloggt, denn schließlich stehe ich nicht im Logbuch drin.)

Als mein Vater dann diese recht große Gewulst am Baum sah, meinte er mit fester Überzeugung, dass es sich dabei um dem Geocache handelt. Ich selbst zweifel da eher an seiner Theorie, aber fand die Idee so niedlich, dass ich ihn in diesem Glauben gelassen habe. Wer weiß, vielleicht befindet sich ja wirklich dort der Geocache. 😅

Aber auch so mancher anderer Geocache war nicht nur ein Petling unter dem typischen Hasengrill gewesen. Manche befanden sich dann doch etwas weiter oben, so dass wir dieses Versteck nur mit einer weiteren Sporteinlage bergen konnten. Und nun muss ich mal ganz ehrlich sein: Mein Vater gehört zur Ü50-Fraktion, aber als er so auf den Baum klettern wollte, sah ich meinen Vater eher als einen kleinen 8 jährigen Jungen an, der unbedingt an diese Dose wollte. 😅

Da nun diese Geocaching-Runde nicht wirklich lang an Kilometern ist, waren wir auch relativ „schnell“ durch gewesen. Aber das störte uns weniger, denn wir sind lachend und glücklich wieder zurück zum Auto gegangen. Für uns Beide war es ein tolles, kleines Outdoor-Abenteuer gewesen.

Selbst heute, wo ich diesen Beitrag dazu schreibe, sitze ich immer wieder schmunzelnd vor meiner Tastatur. Und als ich meinem Vater nach seinen Fotos fragte, und er mir diese schickte, verriet er mir außerdem, dass er selbst wieder so viel lachen musste, wie damals im Wald.

Mit diesen Worten hoffe ich nun, dass ich dich vielleicht auch inspirieren konnte, selbst diese etwas sportliche, aber lustige Runde zu machen. Und ja, nimm auf jeden Fall jemanden mit, denn zu zweit oder mehreren Leuten hat man erst recht seinen Spaß an diesem Abenteuer.


Keine weiteren Abenteuer mehr verpassen?

Fit halten im Urlaub – Mit Geocaching klappt es auf jeden Fall

*unbezahlte Werbung: Nennung von anderen Homepages

Der erste Monat im neuen Jahr ist bereits vorbei. Ich muss gestehen, dass ich doch recht aktiv gewesen war. Viele kleine Abenteuer, die ich momentan gerne mit einer Wanderung kombiniere, liegen bereits hinter mir. Aber ich weiß auch, dass viele tolle Abenteuer noch vor mir liegen, besonders dann, wenn man selbst im wohlverdienten Urlaub ist. 

Doch was macht nun im Urlaub, besonders jetzt in der Corona-Pandemie? 


Natürlich hoffe ich, dass man im Sommer wieder weiter weg reisen kann. Ich selbst bin davon kein Fan, denn ich finde, hier in Deutschland gibt es auch viele wunderschöne Ecken. Aber wie sagt man so schön: „Geschmäcker sind zum Glück verschieden“

Auch wenn gerade zur aktuellen Zeit das Verreisen mehr oder weniger untersagt ist, kann man doch trotzdem schon gedanklich in seinem Urlaub sein, und diesen vielleicht für den kommenden Sommer planen. Denn ja, genau das habe ich auch schon getan. 

Aber wie genau verbringt eine kleine Abenteurerin ihren Urlaub? Ist sie dort mehr aktiver als Zuhause, oder liegt sie in vollkommener Entspannung am Pool und lässt sich bedienen? 

Mit diesem Beitrag zur Blogparade „Fit halten im Urlaub*“ möchte ich dir gerne diese Fragen beantworten, und dir ggf. Inspirationen geben, wie du vielleicht selbst deinen nächsten Urlaub gestalten kannst. 

Doch wie halte ich mich auf Reisen fit, und treibe ich extra dafür einen besonderen Sport?


Meine Antwort zu dieser Frage ist ganz einfach: 
Ich halte mich im Urlaub mit meinem liebsten Hobby, dem Geocaching fit. Denn schließlich ist Geocaching mehr als nur eine Dose, versteckt hinter einem Baum. Es gibt teilweise ganz spezielle, sportliche Geocaches. Oder man selbst überlegt sich, wie man so manchen Cache vielleicht mit einer kleinen „Sportart“ suchen kann. 

So gibt es zum Beispiel wunderschöne Wander-Multicaches. Die einzelnen Stationen liegen dabei alle auf dem entsprechenden Wanderweg. So kannst du dich gut sportlich betätigen und nebenbei auch mit der Natur zur Ruhe kommen.

Es gibt aber auch die typischen Klettercaches, wo du mit einer Kletterausrüstung auf Bäumen oder steilen Wänden hoch kletterst, um den Cache zu borgen. Ich selbst bin leider noch nicht in diesen Genuss gekommen. So hoffe ich sehr, dass ich vielleicht in diesem Jahr (und ja, auch in einem Urlaub) einen Kletterkurs belegen kann. 

ÜBRIGENS: Hier in Würzburg gab es mal eine ganze Zeit lang einen Geocache, den man nur mit der Sportart Bouldern borgen konnte. Leider wurde dieser inzwischen schon archiviert, sonst hätte ich vielleicht dort an meine Kletterkünste geübt. 😉

Es gibt aber auch Geocaches, die direkt in einem Fluß, oder sogar im weiten Meer liegen. Hierfür musst du aber nun nicht in die dunkle Tiefe abtauchen. Die kleinen Verstecke befinden sich dabei eher an den einzelnen Bojen, oder unterhalb einer Brücke. Um sich dort ins Logbuch zu verewigen, muss man schon recht sportlich aktiv sein. Entweder mit einem Paddelboot, Kajak oder Kanu. Ich vergewissere dir: Den Spaß daran wirst du garantiert haben, ohne mal richtig zu merken, dass du dabei Krafttraining machst. 

Aber auch die ganz normalen Tradi-Caches, die mal hier und dort liegen, kann man gut in Kombination einer Sportart suchen. So bin ich gerne im Sommer mit dem Fahrrad unterwegs. Ein kleines Beispiel dafür ist mein letzter Sommerurlaub in Lübeck. Dort bin ich bis zur Ostsee nach Travemünde gefahren, und natürlich wieder zurück, nur um EINEN Geocache zu finden. Dabei bin ich auf eine Strecke von 60 Kilometer gekommen. 

Man kann aber auch vereinzelte Geocaches mit Inn-Liner finden. „Geht nicht“ meinst du nun?! Nun ja, man muss ja nicht direkt auf einem sandigen Weg im Wald damit fahren. Als ich in Büsum im Urlaub war, bin ich mit den Inn-Liner den ganzen Deich bis Sankt Peter Ording gefahren, und habe so nebenbei die einzelnen Caches am Wegesrand eingesammelt. 

Wie du nun merkst, mache ich unbewusst doch eine ganze Menge Sport in meinem Urlaub, und halte mich somit natürlich auch fit. Und das schönste dabei ist, ich merke es nicht mal. Denn meine kleinen Abenteuer, mit meinem Hobby Geocaching, machen mir so viel Freude, dass ich die ganze sportliche Anstrengung nicht mal richtig wahrnehme. 

Betätige ich mich im Urlaub mehr oder weniger als Zuhause?


Auf diese Frage kann ich nur eines antworten: Ich bewege mich definitiv im Urlaub mehr, als Zuhause in meinem normalen „Alltag“. Zwar mache ich täglich mein kleines Lauftraining, und jeden 2. – 3. Tag ein kleines Workout, jedoch plane ich meinen Urlaub bereits schon im Vorfeld, so dass wirklich jeder, einzelner Tag sportlich genutzt wird. 

Ein Beispiel dafür ist mein kommender Sommerurlaub, den ich auf der Nordseeinsel Föhr verbringen möchte. Bereits jetzt schaue ich auf die Karte bei Geocaching nach, wo sich welcher Cache versteckt hat, und überlege mir, wie ich diesen am besten finden kann. 

Mein Fahrrad ist außerdem mein ständiger Begleiter im Urlaub. An einem Tag möchte ich gerne die ganze Insel umrunden und entdecken. Vielleicht werde ich dieses Vorhaben auch mit einer Wanderung machen, um weiterhin für einen Megamarsch zu trainieren.  

Wer jedoch bereits schon einmal in Norddeutschland Urlaub gemacht hat, oder dort sogar lebt, weiß ganz genau: Alles kann man planen, nur das Wetter nicht. Aber egal wie das Wetter wird, ich weiß jetzt schon, ich werde jede Menge Spaß haben. 

Verbringst du explizit einen Sporturlaub?


Definitiv bin ich im Urlaub mehr aktiver als in der Woche, wo ich in verschiedenen Schichten arbeite und mich mehr oder weniger aufs Wochenende freue. Und so kommt es auch, dass ich relativ viel solche “Aktiv-Urlaube” plane. 

Doch mein großer Traum ist es, eine mehrtägige Wanderung auf einem Fernwanderweg zu machen. Leider kam letztes Jahr Corona dazwischen, so hätte ich nun dieses Erlebnis nun mit dir teilen können. Aber das Jahr 2021 ist noch recht frisch, und wer weiß, was für Abenteuer so noch auf mich warten. 😉

Ich hoffe, ich konnte dir nun ein paar kleine Eindrücke aus meinem Urlaubsleben zeigen und dich vielleicht auch inspirieren, den nächsten Urlaub nicht jeden Tag nur am Pool, oder am Meer zu liegen. Denke daran: Du hast nur dieses eine Leben – nutze jede Gelegenheit, die auf dich zukommt. 


Dein kleiner Weltenspatz Shelly

Geocaching-Jahreswechsel-Souvenir 2020/21 | Sowie geplante Souvenirs für dieses Jahr

Mittlerweile ist das Jahr 2021 schon ein paar Tage alt. Und ich muss gestehen: Bisher hatte ich einen recht guten Start ins neue Jahr gehabt. Einige schöne Abenteuertouren, den einen und anderen Geocache, sowie der Start einer virtuellen Wander-Challenge (*hier* findest du den Beitrag zum virtuellen Jakobsweg) liegen bereits hinter mir. 

Und natürlich sind noch einige Abenteuer für die nächsten Monate geplant. Wie zum Beispiel eine Wattwanderung, einer Radtour am Main-Donau-Kanal, und und und… (Mehr dazu erfährst du demnächst in meiner „Bucket List 2021“). Aber auch im Bereich Geocaching, und der damit „verbundene Jagd nach Souvenirs“, sollen in diesem Jahr nicht zu kurz kommen. 

So muss ich vorweg erstmal gestehen, dass ich bisher die Souvenirs meistens ignoriert habe. Ein virtuelles Symbol in meinem Geocaching-Profil, das war bisher für mich eher unattraktiv gewesen. Doch im Jahr 2021 soll nun alles anders werden! Schließlich laufe ich auch den Jakobsweg ab. 😉

So kam mir ein Gedanke: „Wenn wir eh durch den Corona-Virus etwas eingeschränkt sind, und viele Veranstaltungen es mittlerweile schon virtuell gibt, wieso fange ich nicht auch an, in diesem Jahr alle Souvenire beim Geocaching zu sammeln, die es geben wird?!“

Denn so ein „Anliegen“ ist auch ein Grund mehr, raus in die Natur zu gehen und ein kleines Abenteuer zu erleben. Und genau das möchte ich in diesem Jahr verstärkt tun. 

Ende 2020: Tschüss 2020


Passend dazu habe ich noch am letzten Tag im Jahr 2020 für diese Aktion angefangen. Denn wie in jedem Jahr gab es wieder ein Souvenir für das Ende eines Jahres, sowie ein Souvenir für den Start eines neuen Jahres. Und da ich nun diesen Beitrag geschrieben habe, ist dir bestimmt auch schon bewusst, dass ich wohl beide Souvenirs erhalten habe. 😉

Und so fiel dann direkt am Silvestertag 2020 der Startschuss meiner persönlichen Geocaching-Souvenir-Challenge. Weit weg musste ich aber nicht fahren, um einen Geocache zu finden und zu loggen. Denn direkt vor meiner Haustür liegen noch ein paar versteckte Dosen, die darauf warten, von mir gefunden zu werden.

In meiner kleiner Gemeinde “Markt Einersheim”, im Landkreis Kitzingen, befindet sich in unmittelbarer Nähe eine recht kleine Burgruine. Einen Ort, den ich schon vor dem Geocache zu lieben gelernt habe. Ein Ort, der für mich an stressigen Tagen ein Rückzugsort ist, um in der Natur die Stille und damit verbundene Ruhe zu finden. Und genau dort hat sich seit 2019 ein kleiner Mystery-Cache versteckt, den ich zusammen mit einer tollen Wanderung finden konnte. (Mehr dazu erfährst du demnächst in einem separaten Bericht über den Geocache.)

Für mich war es im Allgemeinen das erste Mal gewesen, dass ich einen Mystery gelöst, und auch gefunden habe. Dementsprechend war ich überaus glücklich gewesen, dass es so gut geklappt hat. Natürlich hatte ich noch ein paar Ausweichcaches gehabt, hätte ich den besagten Myserty-Cache nicht gefunden. 

Januar 2021: Hallo 2021


Nun muss ich aber gestehen, dass ich leider nicht direkt am 1. Januar unterwegs war, um den ersten Cache für das Jahr 2021 zu suchen. Auch nicht die Tage, die danach folgten. Ich war wirklich erst am letzten Tag losgezogen, wo man dieses Souvenir bekommen konnte. Somit war es wirklich wohl kein guter Start für das Jahr 2021 und meiner persönlichen Challenge gewesen. 😔

Und dabei war dieser Cache noch nicht einmal geplant gewesen, sondern ein regelrechter Zufallsfund gewesen. Über Nacht hatte es hier in Franken geschneit und ich sehnte mich schon lange nach einer richtig schönen Wanderung durch einem winterlichen Wald. 

So zog ich mich recht warm an und fuhr in ein Waldgebiet bei Schlüsselfeld. Ohne ein wirkliches Ziel vor den Augen zu haben, schlenderte ich durch den Schnee. Erfreute mich an die weiße Pracht, die die Natur noch einmal besonders zum Vorschein brachte. Konturen kamen hervor, die vielleicht im grünen Sommer verborgen blieben. 

Erst auf den Rückweg zum Auto schaute ich mal in die Geocaching-App nach, ob sich hier gleich ein Cache versteckt hat. Und erst da kam es mir in den Sinn: “Heute ist der letzte Tag für dieses Souvenir. Ich muss ihn unbedingt noch suchen und auch loggen.”

Und ja, ich hatte relativ viel Glück gehabt. Denn genau in diesem Waldgebiet befindet sich eine Tradi-Runde, wo ich gleich mal den ersten Cachen davon geloggt habe. Die Runde an sich lass ich mir noch übrig. Vielleicht, um an einem weiteren, winterlichen Tag, diese in Ruhe zu erkunden.

Welche Souvenirs sind bereits geplant? 


Vielleicht war es Zufall, oder doch eher Schicksal… Vor ein paar Tagen hat der offizielle Geocaching-Blog die Termine der bereits feststehenden Souvenirs veröffentlicht. Und ja, bis zu dieser Zeit hatte ich mal wieder nicht an meiner kleinen, persönlichen Challenge gedacht. 

Ich war eher mit dem Gedanken “ich werde ja schon informiert” an die Sache ran gegangen. Aber wieso kann man nicht schon im voraus etwas planen? Damit ich vielleicht wirklich jedes Souvenir in diesem Jahr bekommen kann?

So möchte ich sie dir natürlich nicht vorenthalten. Vielleicht hast du bereits auch einen kleinen Kalender neben dir liegen, und planst schon das eine oder andere Abenteuer? Und was wäre da nicht schöner, noch zusätzlich ein kleines Souvenir zu erhalten? 😉

Natürlich kannst du alles auch noch einmal auf dem offiziellen Geocaching-Blog nachlesen. Ich selbst schaue dort ebenfalls regelmäßig vorbei, um zu sehen, was es alles Neues und Interessantes rund ums Geocaching gibt. 

Aber genug auf die Folter gespannt, auf diese Souvenirs kannst du dich freuen:

Cache In Trash Out ®️ Frühling 🔸 1. März bis 31. Mai 2021
Blue Switch Day („Tag des blauen Schalters“) 🔸30. April bis 2. Mai 2021
Internationaler Geocachingtag 🔸21. August 2021
Cache In Trash Out ®️ Herbst 🔸1. September bis 30. November 2021
Tschüss 2021 🔸31. Dezember 2021

Eine kleine Anmerkung noch von mir: Da es bereits im letzten Jahr aufgrund der Pandemie kaum CITO-Events gab, rechne ich persönlich mit dem Frühling “Cash In Trash Out ®️” nicht wirklich. Ich selbst werde, falls es wirklich keine Events gibt, alleine in den Wald gehen und diesen reinigen. Was ich meistens eh bei meinen kleinen Abenteuern schon mache. Eine Mülltüte ist immer im Wanderrucksack mit dabei.

Aber so verrate mir doch mal: Sammelst du auch die Geocaching-Souvenirs? 

“Entfliehe dem Alltag und erlebe dein eigenes kleines Abenteuer” 
dein kleiner Weltenspatz Shelly 

Ein Geocache mit Geschichte: “Alte Universität Würzburg”

Geocaching ist nicht nur ein Hobby, wo man im Wald eine versteckte Dose suchen muss. Geocaching kann noch viel mehr sein. Wie zum Beispiel als eine Art Geschichtenerzähler oder Fremdenführer. So wie beim Geocache “Alte Universität Würzburg”, welcher dir die damalige Würzburger Geschichte in Hinblick auf ihre erste Universität und der Neubaukirche etwas näher bringt. 

Die Geschicht der “alten Universität Würzburg”


Bereits im Jahr 1402 gab es die erste Universität in Würzburg. Leider wurde aufgrund mangelhafter, finanzieller Ausstattung diese wieder eingestellt. Ob dabei auch der Mord des Rektors im Jahr 1413 mit eine Rolle spielte, ist bisher noch etwas schleierhaft. Aber mysteriös klingt das ja schon etwas.

Am 2. Januar 1582 bekam Würzburg die 2. Chance, eine Universität zu besitzen. Der Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn setzte sich dafür sehr ein. Und es war ein reiner Erfolg, der noch bis zur Mitte des 19. Jahrhundert standhielt. Man geht davon aus, dass der mächtige, vierstöckige, annähernd quadratischer Innenhof nicht nur die Hörsäle der Studenten beinhaltete, sondern auch allgemeine Quartiere für die Studierenden, Professoren, Doktoren, sowie der Verwaltung. 

Der Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn schuf somit eine strikte, katholische Hochschule, wo Professoren und Doktoranden sich bis zur Säkularisierung auf das tridentinische Glaubensbekenntnis verpflichten mussten. Und somit wurde es einer der ersten speziell als Universität errichteten Bauten im Deutschen Reich, der zugleich auch von europäischen Rang war. 

Gebaut wurde sie jedoch nicht am ersten Standort der vorherigen Universität. Der Platz war dort etwas zu klein gewesen. So wurde dieses Gebäude, inklusiver der Neubaukirche zwischen der Domschulstraße und Neubaustraße gebaut. 

Die Neubaukirche war zur damaligen Zeit die Universitätskirche gewesen. Der Kirchturm beträgt eine Höhe von 82 Metern, und ist somit der höchste Kirchturm von Würzburg. Sie ist auch als der schönster, barocke Kirchturm in Süddeutschland verzeichnet. Also schon allein deswegen ist dieser Ort eine Empfehlung von mir. 

Die Neubaukirche diente aber auch teilweise als eine Art Sternwarte. Wo ich die Idee, eine Kirche als Sternwarte sehr verlockend finde, und sie gerne in der damaliger Zeit besucht hätte. In einem “Gotteshaus” der Astrophysik nachzugehen – 2 Gegensätze, die heute nicht mehr vorstellbar sind. 

Leider wurde die Universität mit der Neubaukirche im 2. Weltkrieg, genauer gesagt beim großen Bombenangriff am 16. März 1945 komplett zerstört. Doch Dank alter Fotoaufnahmen konnte man sie Stück für Stück wieder aufbauen. 

Mittlerweile hat sich die Universität auf die ganze Stadt Würzburg verteilt. So findet man hier nur noch die “Juristische Fakultät”. Außerdem finden in der Neubaukirche keine Gottesdienste mehr statt, sondern wird heute als Aula genutzt, wo Veranstaltungen und Tagungen stattfinden. 

Dieses recht große Gebäude, in Zusammenhang mit der Neubaukirche, ist ein herausragendes Denkmal der Renaissance. Und falls du mal Würzburg einen kleinen Besuch erstattest, ob nun als Tagestour oder sogar als Geocacher, kann ich dir nur empfehlen, diesen Ort aufzusuchen und “die Macht” hinter dieser Geschichte zu spüren. 

Zum Geocache GC8G7G9 – Alte Universität Würzburg


Hinweis: Du findest diesen Geocache auf meinem Lesezeichenzerzeichnis *sehenswerte Geocaches*.

Viel möchte ich dir da nicht verraten, wo genau er sich befindet. Ich denke, mit ein bisschen Geduld als Neuling, oder mit dem sofortigen Blick des Profis, kann dieser Cache sicher und leicht geborgen werden. 

In der näheren Umgebung findest du auch eine Infotafel zu diesem Gebäude, wo ich unteranderem auch die entsprechenden Informationen heraus genommen habe. Doch was mir fehlt, was du dort aber entdecken kannst, sind Fotos von der damaligen Zeit und den Innenräumen. Also werfe auf jeden Fall mal einen Blick darauf. 

Und wenn du den Cache geborgen hast, kannst du ruhig durch das Tor zum Innenhof gehen. Dir den mächtigen Innenhof an schauen, dir vorstellen, wie früher wohl das Leben hier war. Und vielleicht auch zum kleinen Brunnen gehen, der an die alte Baugeschichte erinnern soll. 

Egal für was du dich entscheidest, ob nun nur den kleinen Cache zu finden, oder doch in die Geschichte abzutauchen – wünsche ich dir einen tollen Aufenthalt an einem ganz besonderen Ort von Würzburg. 

Bleibe gesund und immer stets neugierig für dein persönliches, kleines Abenteuer. 

Dein Weltenspatz Shelly