Schneelandschaft mit Krapfen – Abenteuerbuch-Eintrag #3

Ein fast wolkenloser Himmel, purer Sonnenschein und eiskalte Temperaturen – das sind die Komponenten meines 3. Abenteuers im Jahr 2021 gewesen. Ein Tag, der wiederum nicht vergessen werden darf. Ein Tag, der mich zum Lächeln gebracht hat. Eine Schneelandschaft, die ich so schon lange nicht mehr gesehen habe.  


Titel: Schneelandschaft und Krapfen
Datum: 13. Februar 2021 (Samstag) 
Aktivität und Ort: Wandern bei Markt Markteinersheim 
Dauer und Kilometer: 1Std und 10Min für 5,24km (mit einer Pausen ca. 2½Std) 
Wetter: Sonnig bei Temperaturen von -6°C
Das Abenteuer in 3 Wörter: kalt, lecker, magisch 

Ein Wochenende im Februar, der wohl nicht magischer sein kann: Sonne pur, mit einer zauberhaften, weißen Schneelandschaft und arktischen Temperaturen. Und genau diese Magie wollte ich bei meinem heutigen Abenteuer auch erleben. Ein Wintertag, den ich so zuletzt als kleines Kind erlebt habe. Ein Wintertag, der abgesehen vom kommenden Sonntag, wohl wieder lange auf sich warten lässt. 

So kam es, dass ich mich relativ dick angezogen habe: eine Leggins unter die Jeans, 2 paar dicke Wollsocken, Unterhemd, T-Shirt, Wollpullover mit der Kombination Jacke, dickes Halstuch, Mütze und Handschuhe. Gefühlt habe ich mich wie ein Michelin-Männchen, aber dafür war mein Gewissen beruhigt gewesen, dass ich mir nicht gleich wieder die nächste Erkältung einfangen würde. 

Gestartet bin ich direkt von Zuhause aus. Meinen kleinen Clio habe ich einfach auf seinem Parkplatz gelassen. Eingemummelt in den Schneemassen um ihm herum… Ja ganz genau: auf das “Freischaufeln” hatte ich nun wirklich keine Lust gehabt, bzw. auf das Freikratzen der Scheiben. 😅

So folgte ich unserer Straße zum verschneiten Wohnmobilstellplatz, welchen ich dann auch überquerte und mich somit in die Ortsmitte von Markt Einersheim aufmachte.

Doch kurz vorm Rathaus blieb ich stehen und entdeckte ich eine kleine süße Katze. Ich war total erschrocken, wie zutraulich sie war. Natürlich lassen sich unsere Dorfkatzen immer gerne von “fremden Menschen” streicheln, wenn sie auf ihren Streuner-Touren unterwegs waren. So schauen auch immer mal wieder 2 Katzen auf meiner Terrasse vorbei. Entweder wollen sie, dass ich sie streichel, oder sie möchten einfach nur meine 3 Mädels ärgern, die am Fenster stehen und nicht raus können.

Doch diese Katze hier war irgendwie anders. Ihr Fell war sehr weich und gepflegt, was nicht gerade für einen Draußengänger sprach. Außerdem hörte sie gar nicht mehr auf zu kuscheln, schnurren und miauen. Sie lief mir sogar noch ein ganzes Stückchen hinterher und mein Herz wurde dabei immer schwerer. 

“Was soll ich bloß mit ihr anstellen? Auch wenn sie von ihrem Zuhause weggelaufen wäre, könnte ich sie schlecht mitnehmen. Danny würde mich wohl wirklich einen Kopf kürzer machen, wenn ich mit einer weiteren Katze nach Hause komme.” 

Doch zum Glück kam eine Frau vorbei, die diese kleine Maus kannte. Sie nahm sie gleich auf die Arme und brachte sie zum nächsten Hauseingang. Wie ich es mir schon gedacht habe, war sie von ihrem Zuhause ausgebüchst und ihre Besitzer hatten es bis zu dieser Zeit noch nicht gemerkt. 

Beruhigt über dieses Ereignis setzte ich meine Wanderung fort. Vorbei an unserem Schloss in Markt Einersheim, durch das Würzburger Tor, wo ich kurz nach dem Friedhof rechts auf den Pfählbergweg abbog. Diesen folgte ich schließlich bis zur Bundesstraße. 

Mit schnellen, aber auch sicheren Schritten überquerte ich die B8 und befand mich schließlich in meinem Element: In der freien Natur. Eine reine Schneelandschaft, von den Feldern bis hoch in die Weinberge, wirkte es im Glitzern der Sonne richtig magisch. Der eiskalte Wind wehte mir dabei ins Gesicht. So hatte ich eher das Gefühl gehabt, auf einer antarktischen Expedition unterwegs zu sein, statt auf einer kleinen Wanderung vor der Haustür. 

Mein Weg ging an den Weinbergen entlang, hoch zum Wengertshäusla von Markt Einersheim. Dieser Ort wirkt irgendwie magisch auf mich. Dort komme ich immer recht schnell zur Ruhe und sammel genug Energie für die anstehenden Herausforderungen. Und heute wollte ich auf einer ganz besonderen Art und Weise diese Energie tanken. 

In meinem Wanderrucksack befand sich schon vorgekochter, warmer Tee in einer Thermoskanne. Und als “kleinen Snack” gab es einen leckeren Krapfen. So setze ich mich an den Vogelsang-Balkon, packte meinen Tee und den Krapfen aus, und genoss einfach nur den Moment. 

Den Tee habe ich übrigens noch in eine kleine Tasse umgefüllt. Diese hielt ich für eine Zeit lang in den Händen, schließlich darf man nicht vergessen, wie kalt der Winter auch sein kann. 

Mit geschlossenen Augen richtete ich mein Gesicht der Sonne entgegen und erfreute mich über die kleine Wärme, die sie schon abgab. Ich glaube, so saß ich noch über eine halbe Stunde dort, bis ich mich für die weitere Wanderung fertig machte. 

So ging ich durch die Weinberge, und dabei kam mir der Gedanken, dass ich mit einem recht weiten Bogen über Possenheim wieder nach Hause gehen konnte. Doch leider wehte mir der eiskalte Wind immer wieder entgegen, so dass ich regelrecht ins Zittern kam. 

Auf halber Strecke schaute ich nach, wie ich ohne umzukehren trotzdem schnell nach Hause kam. Mein Weg ging dann über die Feldwege, vorbei am Gipsabbau von Knauf entlang, bis ich schließlich auf einer alt bekannten Route kam. Mit den letzten paar Schritten bis zu meiner Gemeinde befand ich mich auf der TraumRunde Markt Einersheim

Mit nassen Füßen und einer eisigen Kälte am Körper kam ich schließlich bei mir Zuhause an. Danny hatte sich schon etwas gewundert, dass ich “relativ früh” wieder Zuhause war. Aber als ich ihm vom kalten Wind erzählte, der mir leider die Lust am Abenteuer etwas nahm, verstand er mich. 

Trotzdem hatte ich von dieser kleinen Wanderung ein Lächeln im Gesicht gehabt. Wer hätte es gedacht, dass wir mal so einen schönen Wintertag haben würden? Und wer käme außerdem auf diese verrückte Idee, draußen in der Kälte einen Krapfen zu essen? Für mich sind es Eindrücke, die hoffentlich noch lange in meinem Gedächtnis bleiben. 


Falls du gerne diese Wanderung nachlaufen möchtest, ob nun bei Schnee, Regen oder Sonnenschein, kannst du dir gerne meine Tour bei Komoot herunterladen. 

Nachtaufnahmen statt Sternschnuppen – Erzählung eines kleinen Abenteuers

In der Nacht vom 22.-23. April 2020 sollte es regelrecht Sternschnuppen regnen. Denn unsere Erde kreuzte dabei die Umlaufbahn des Kometen C/1861 G1 (Thatcher), dessen Bruchstücke in unserer Atmosphäre verglühten. Dieser Sternschnuppenschauer, der aus dem Sternbild der Lyra am Himmel auftauchte, ist auch unter den Namen Lyriden bekannt – was somit seinen Namen natürlich auch sofort erklären ließ. 

Die Astronomen gingen davon aus, dass gerade in dieser Nacht 18 Sternschnuppen pro Stunde am Himmel zu sehen sind, besonders in der Zeit nach 0:00 Uhr. Und dieses Spektakel wollte ich mir unbedingt nicht entgehen lassen.

Meine Ausstattung


Da ich Aufgrund der Corona-Krise in Kurzarbeit bin, und passenderweise an diesem Abend auch Urlaub hatte, nutze ich gleich die Gelegenheit aus, einfach mal meine neue Kamera (Sony Alpha 6000) für die Nachtaufnahmen auszuprobieren. Anfang des Jahres kaufte ich mir nämlich diese Systemkamera. Doch bisher gab es nie eine Gelegenheit, sie auch bei schwachen Licht einzusetzen. 

Zuvor habe ich all meine Fotos mit meinem Handy aufgenommen. Verstehe mich da bitte nicht falsch: Die aktuellen Handymodelle machen auch klasse Aufnahmen. Ich liebe es immer noch, mit meiner “Honor 10 – Handykamera” Fotos zu schießen. Besonders für kleine Momentaufnahmen, wie die meiner 3 Katzen. Denn bei manchen Situationen hat man eher sein Handy in der Hand, statt eine Kamera.

Doch meine Ansprüche sind im Laufe der Zeit gewachsen und so konnte mein Handy mich nicht mehr zufrieden stellen. Allein deswegen frage ich mich aktuell, ob mein Handy auch so gute Sternenhimmel-Fotos machen könnte, wie ich sie nun mit meiner Systemkamera gemacht habe. Vielleicht sollte ich einfach mal, bei nächster Zeit, dieses testen. 

Am Abend zuvor schaute ich noch schnell bei YouTube vorbei, wie man die Sony Alpha 6000 für solche Aufnahmen einstellt. Denn ich muss zugeben: Vorher habe ich noch nie in meinem Leben den Sternenhimmel fotografiert. Ich dachte immer, dass man dafür ein spezielles Objektiv benötigt. Umso erstaunter war ich, wie schnell und einfach diese Einstellungen sind, und dass ich sogar das aktuelle Standardobjektiv verwenden kann. 

Natürlich merkte ich auch, dass ich mit meinem Vorhaben nicht die komplette Ausrüstung besitze. Denn durch die lange Blendzeit muss die Kamera sehr still stehen. Und was eignet sich dafür am Besten? Natürlich ein Stativ – welches noch auf meiner Wunschliste für Geburtstage oder Weihnachten steht. Aber trotzdem entmutigte mich dieses nicht, sondern stärkte umso mehr die Abenteuerlust.

Der Start in die Nacht


Den perfekten Platz für dieses Vorhaben stand auch recht schnell fest. Es sollte hoch zum Wengertshäusla bei Markt Einersheim gehen. Von dort aus hat man einen tollen Weitblick, mit einer regelrechten Stille im Hintergrund. Allgemein bin ich dort sehr gerne, weil mir dieser Platz Ruhe und Kraft gibt. Und diese Kombination, mit den Wünschen der Sternschnuppen, fand ich es ideal in der aktuellen Corona-Situation.

Gegen 20 Uhr ging das Abenteuer für mich dann los. Die Abendstimmung mit der untergehenden Sonne wollte ich unbedingt draußen in der Natur genießen. Auch wenn ein Sonnenuntergang direkt vom Wengertshäusla aus nicht zu sehen war. So konnte ich eher beobachten, wie meine kleine Gemeinde immer mehr zur Ruhe kam. Wie nach und nach die Dunkelheit sich über das Dorf legte und vereinzelt Lichter angingen. 

Mit dem leiser werdenden Zwitschern der Vögel im Hintergrund, breitete sich eine innere Ruhe in mir aus. So nahm ich schließlich auf einer Bank meinen Platz ein, und schaute mir dieses Naturspiel am Himmel an.

Doch allzu lange konnte ich natürlich auch nicht still sitzen, auch wenn es mein innerer Wunsch war. Dadurch, dass ich kein eigenes Stativ für die Kamera besitze, wollte ich noch schnell im “Hellen” Gegenstände finden, die meine Kamera in eine etwas schräge Position bringen. Und mit ein paar kleinen Steinen klappte dieses Vorhaben auch wunderbar.

Die ersten Nachtaufnahmen


Da ich nun meine Kamera nicht so hinstellen konnte, dass sie direkt den Himmel abfotografieren konnte, suchte ich mir ein schönes Motiv für meine Fotos aus. Und was eignet sich da nicht besser, wenn man sich schon auf einer leichten Erhöhung befindet, als die Landschaft um einen herum, mit einem tollen Sternenhimmel?! 

So visierte ich zuerst den Himmel über Possenheim an, merkte aber schnell, dass die Fernlichter der Autos immer mehr im Bild störten. So richtete ich schließlich das Objektiv in die Richtung von Markt Einersheim und war richtig erstaunt, wie schön meine kleine Gemeinde auch bei Nacht wirkt. 

Mit der Hoffnung, dass sich auch mal eine Sternschnuppe über meinen Dorf sich verirrte, lehnte ich mich etwas zurück und drückte alle 30 Minuten auf den Auslöser. Doch leider gab es zu dieser Zeit noch keine Sternschnuppe, die dort hinunter fiel. Was mich persönlich aber nicht allzu sehr traurig stimmte, da ich wunscherschöne, erste Nachtaufnahmen machte.

So lehnte ich mich immer wieder zurück, den Blick auf dem Himmel gerichtet, und genoss die Nacht. Gegen die ansteigende Kälte war ich mit meinem Früchtetee gewappnet, den ich immer wieder trank. Die innere Wärme und die Sterne am Himmel luden einem regelrecht ein, seine Gedanken freien Lauf zu lassen und ins Träumen zu kommen.

Das Ende der Nacht


Nun muss ich dir aber gestehen, dass ich nicht allzu lange dort gewesen war. Ich hatte zwar Urlaub und hätte somit auch lange aufbleiben können, doch meine innere Angst hat leider diesen wundervollen Abend kaputt gemacht – meine Angst im Dunkeln. Meine Angst, mir könnte dort etwas passieren.

Nun wunderst du dich bestimmt: Ich will die Sternschnuppen sehen, bin aber wegen der Dunkelheit wieder nach Hause gegangen? Ja, es klingt vielleicht etwas komisch: Ich als kleine Abenteuerin, die eine große Angst vor der Nacht hat. 

Zwar hatte ich eine Taschenlampe bei mir, die mir auch für den Heimweg sehr hilfreich war. Doch mein inneres Unwohlsein konnte sie nicht verhindern. Am Anfang leuchtete ich immer die Gegend ab. Doch je dunkler es wurde, umso mehr setze meine Fantasie ein. Und so wurden die einzelnen Schatten zu einer innerlichen Bedrohung für mich.

Gegen 22 Uhr ging es somit für mich wieder zurück nach Hause. Den Höhepunkt der Sternschnuppen konnte ich daher leider nicht genießen. Einerseits bin ich zwar etwas traurig darüber, aber trotz allem war ich auch glücklich. Ein paar Sternschnuppen habe ich selbst gesehen, und das Vorhaben mit meiner Kamera konnte ich auch gut umsetzen. 

Statt nun in Traurigkeit zu versinken, dass meine Angst mir dieses kleine Abenteuer kaputt gemacht hat, schaue ich mir lieber meine Fotos an, die in dieser Nacht entstanden. Momentaufnahmen von einem Dorf, dass immer mehr zur Ruhe kommt. Und so erinnere ich mich an die Situation vor der Angst zurück, wie ich auf der Bank lag und die Sterne beobachtete. Und diese Erinnerungen fühlen mich mit einer Art von Glück – Glück, diesen Moment für mich ausgekostet zu haben!

Wie sieht es bei dir aus? Hast du ein paar Sternschnuppen gesehen? 
So schreibe es mir doch gerne in die Kommentare und teile gerne mit mir/uns dein kleines Abenteuer mit. 

Bleibe gesund und immer stets neugierig. 
Deine Weltenspatz Shelly

Frühlingshafte Wanderung zum Supermarkt – Erzählung eines kleinen Abenteuers

Als ich kurz nach Ostern 2020 einen Podcast von “Frei raus” gehört habe, hatte ich regelrecht Lust auf ein kleines Outdoor-Abenteuer – direkt vor der eigenen Haustür. Einfach die Wanderschuhe anziehen, von Zuhause aus starten, und dabei das Auto einfach stehen lassen. Vielmehr benötigt man eigentlich nicht, um ein kleines Mikroabenteuer zu starten! 

Und falls du nun keine Wanderschuhe besitzt, so kannst du auch gute Turnschuhe verwenden, die für dich sehr bequem sind. Denn dieses Abenteuer, wovon ich dir heute berichte, besitzt schon einige Kilometer, die abzuwandern sind.

Die Idee fürs Abenteuer


Mein Gedanke war, einfach mal zu Fuß zum Einkaufen gehen. Denn eines musst du vorab wissen: Ich wohne auf einem kleinen Dorf, das gerade mal 1200 Einwohner hat. Neben einer Apotheke, einem Metzger und einer Bäckerei, die ein klein wenig wie ein “Tante-Emma-Laden” aufgebaut ist, besitzen wir hier keine weiteren Einkaufsmöglichkeiten. 

Die nächste Ortschaft, wo ich meine Lebensmittel besorge, liegt ca. 4 Kilometer von der eigenen Haustür entfernt. Meistens kaufe ich dort immer am Wochenende ein, so dass ich unter der Woche, auf dem Weg zur Arbeit, nur noch die frischen Zutaten besorgen muss. 

Nach Ostern hatte ich jedoch Urlaub gehabt, und der Gedanke “für diese paar Meter extra das Auto anzumachen” kam mir etwas unrealistisch vor. Meistens verbinde ich den Einkauf im Zusammenhang mit meinen Abenteuern, so dass ich erst auf dem Rückweg an einem Supermarkt vorbei fahre. 

Doch ein Abenteuer war an diesem Tag nicht wirklich geplant, da wir wegen der Corona-Krise auch nicht so weit weg fahren durften. So kam mir schließlich folgender Gedanke: Da ich nichts großartiges einkaufen wollte, was viel Platz benötigt, werde ich einfach mit meinem Wanderrucksack (der ein Volumen von 20L hat) einkaufen gehen.

Infos zur Wanderstrecke


Doch die typische Strecke, direkt an der Straße entlang, wollte ich nun nicht wandern. Auch wenn es dafür einen gut ausgebauten Rad- und Fußweg gibt. Doch der ganze Lärm von den Autos und LKWs, die auf der B8 an mir vorbei fahren würden, hätten dieses Abenteuer nicht wirklich zu einem Erlebnis gemacht, welches ich am Ende erlebt habe.

So entschied ich mich für einen kleinen Umweg, wo ich neben einer tollen Landschaft und herrlichen Blüten, eine Gesamtstrecke von 7 Kilometer erreicht habe. Und ja, dieses Abenteuer bezieht sich nur auf den Hinweg, da ich am Ende von meinem Freund abgeholt wurde. (Zu diesem Zeitpunkt hatte er gerade Feierabend und wäre so oder so an mir vorbei gefahren.)

Trotz allem habe ich diese Wanderung bei Komoot aufgezeichnet, so dass du sie ggf. auch gerne mal nachwandern kannst. Der Startpunkt ist ein kleiner Parkplatz bei uns in der Gemeinde, den du gerne benutzen kannst. Du kannst dann ab den Ende meiner Aufzeichnung selbst entscheiden, ob du diesen Weg wieder zurück gehen möchtest, oder den anderen Weg einschlägst, der dort ebenfalls als Radwanderweg gut ausgezeichnet ist. 

Meine gelaufene Strecke bei Komoot findet du natürlich *hier*.

Die Wanderung nach Iphofen


Aber kommen wir nun endlich zu meinem kleinen Abenteuer: Nämlich die Wanderung von Markt Einersheim nach Iphofen. 

Wie eben bereits erwähnt, wollte ich eben nicht an der Bundesstraße entlang laufen und entschied mich für die Natur. Der Radwanderweg führte mich am einheimischen Freibad, sowie an der Vogtsmühle vorbei, über die Weinberge, bis hin zu einer traumhaften Allee zu meinem Ziel. 

Der Startpunkt und die Strecke waren somit klar – so hieß es für mich: Ab ins Abenteuer! Und bei diesem Abenteuer wurde ich von der frühlingshaften Schönheit der Natur nicht enttäuscht. 

Bereits in Markt Einersheim wurde ich von grünen Wiesen und herrliche Blüten an den Bäumen und Sträuchern empfangen. Sobald ich diese kleine Gemeinde mit ein paar Schritten jedoch hinter mir gelassen habe, kam ich regelrecht zur inneren Ruhe und freute mich um so mehr auf die kommenden Kilometer. 

So ging es nach dem Freibad erstmal eine lange Strecke auf Kieswegen entlang. Durch die Trockenheit, die wir leider jetzt schon im Frühling haben, staubte der Weg regelrecht meine Schuhe zu. Und die vorbeifahrenden Radfahrer haben eine kleine Staubwolke aufgewirbelt. 

Sobald sich der Staub wieder senkte, erblickte ich eine große Wiese voller Löwenzahn, die direkt vor der Vogtsmühle blühte. In meinem Kopf kam sofort das Kleinkind wieder hoch und so stellte ich mir vor: Im Sommer auf dieser Wiese herumzuhüpfen und das Meer von Pusteblumen aufzuwirbeln. Ob nun durch Drehungen oder mit der eigenen Puste.

An der Vogtmühle selbst kann man auch gut eine Rast einlegen. 2 Bänke und ein ehemaliger Mühlstein, der als Tisch umfunktioniert wurde, laden einem regelrecht zur Entspannung ein. Doch nach ca. 3 Kilometer wollte ich noch keine Pause mache und so ging ich den Radwanderweg Richtung Willanzheim weiter entlang. 

Doch kurz vor der Domherrenmühle bog ich rechts ab, da schließlich der Weg nach Iphofen hier ausgeschildert war. Als ich mir diesen Weg anschaute, kam ich doch etwas ins Grübeln: “Höhenmeter” wollte ich nun eigentlich nicht laufen, da ich meine Wanderstöcke, die zur Entlastung meiner Knien gedacht sind, nicht dabei hatte. Aber umkehren kam nun auch nicht in Frage und so ging ich an den Weinbergen entlang. (Und ja, für mein Empfinden war es doch ein recht steiler Anstieg, den ich sofort im Knie merkte).

Doch wie heißt es so schön? Jeder Anstieg wird mit einer tollen Aussicht belohnt. Entweder schaut man zurück und sieht das Tal bis hin zum Bullenberg, oder man schaut vorwärts und sieht Iphofen, sowie den Schwanberg. Egal wie ich mich drehte, der Blick war zu jeder Richtung einfach einzigartig gewesen. Und eine Bank für eine kleine Verschnaufpause, gab es ein paar Meter weiter auch – welche ich jedoch nicht benutzte.

Nach einem Anstieg kommt bekanntlich auch der Abstieg. Und so führte mich der Weg entlang an Feldern zurück in die Ebene, bis hin zu einer Allee, die mit viele Obstbäumen gesäumt ist. Aber vorsicht, dieser Weg ist kein reiner Rad- und Fußgängerweg – mit vereinzelten Autos ist hier zu rechnen. Doch daran störte ich mich weniger, da mein Blick einzig und allein den Blüten an den Bäumen galt. So kam es auch vor, dass ich mich auf einer kleinen Bank mich niederließ und den Blick zum Schwanberg genoss.

Doch allzu lange blieb ich dort auch nicht, da noch einige Meter vor mir lagen. So atmete ich nochmal tief ein und ging in dieser Allee staunend weiter. Kurz vor Iphofen fing ich jedoch das Schmunzeln an, als ich etwas genauer in einem Baum schaute. Dort befand sich ein Herzanhänger aus Holz, und die weiße Farbe rundete den Gesamtblick nochmal gut ab.

In Iphofen angekommen, führte mich mein Weg zunächst zum Bahnhof, wo es eine Unterführung von der B8 gab. Die Einkaufsläden lagen schon in sichtbarer Nähe. Doch irgendwie hatte ich selbst das Gefühl, dass hier noch nicht das Ende meines Abenteuers ist. So ging ich einfach an den Geschäften vorbei Richtung Stadtgraben.

Denn eines kann ich dir nur empfehlen, falls du mal einen Besuch in Iphofen planen möchtest: Gehe auf jeden Fall um den Stadtgraben herum. Neben 3 alten, historischen Toren gibt es noch die komplett erhaltene Stadtmauer. Und der Weg ist immer wieder mit Obstbäumen umsäumt, was einen Spaziergang zu jeder Jahreszeit sehenswert macht. 

Doch den ganzen Stadtgraben konnte ich dann doch nicht laufen, da mein Freund mich schon “recht früh” abgefangen hat. Bis zu dieser Zeit war mir gar nicht bewusst gewesen, wie lange ich bereits schon unterwegs war. Mehrere Stunden habe ich somit in der frühlingshaften Natur verbracht und hier und dort deren Schönheit bewundert.

Was ich dir mit diesem Bericht vermitteln möchte


Es benötigt nicht viel, um ein eigenes kleines Abenteuer zu erleben. Ein Beispiel dafür ist ein langer, gemütlicher Spaziergang direkt vor der eigenen Haustür. Schau dich mal in deiner Gegend genauer um. Kennst du wirklich schon jeden Weg? Und falls ja, so laufe doch einfach mal an den Radwanderwegen entlang und lass dich überraschen, wo sie dich hinführen.

Die Welt einfach mal aus einem anderen Blickwinkel sehen. Sich selbst ruhig mal dabei etwas drehen und verbiegen, dafür aber die Schönheit der Natur zu genießen. Es kostet nichts und eines kann ich dir auch sagen: Du tust deinem Körper, sowie deiner Seele etwas gutes.

So berichte mir doch: Hast du dir so einen ähnlichen Spaziergang schon ins Auge gefasst? Oder hast du bereits schon so ein Abenteuer erlebt? Schreibe es mir einfach in die Kommentaren. Ich bin gespannt, was du so erleben wirst, oder bereits erlebt hast.

Bleibe gesund und immer stets neugierig. 
Deine Weltenspatz Shelly