Wander-Challenge “Tour de Paris” – Darum geht es

Vielleicht kommt es dir etwas bekannt vor, dass gerade jetzt im Frühling die Outdoor-Saison anfängt. Sei es durch das herrliche und sonnige Wetter mit angenehmen Temperaturen, oder dass die Dunkelheit der Nacht immer später anbricht – die Menschen zieht es regelrecht magisch raus in die Natur. 

Selbst für mich als Outdoor-begeisterter Mensch fängt mit dieser Jahreszeit die Wander- und Geocaching-Saison an. Ich bin zwar auch gerne an den nassen und kalten Tagen im Winter unterwegs, verstehe mich da bitte nicht falsch. Doch gerade im Frühling, Sommer, sowie im Herbst, genieße ich meine kleinen Abenteuer noch viel intensiver. 

In diesem Beitrag geht es um folgende Themen
Warum eine Wander-Challenge?
Worum geht es in der “Tour de Paris”?
Meine persönliche Konkurrenz

Warum eine Wander-Challenge?

Anfang des Jahres bin ich bereits mit der lieben Verena (Hinter dem Horizont) den virtuellen Jakobsweg “Camino Francés” gelaufen. Als Team haben wir somit 780 Kilometer zurückgelegt. Für mich selbst war dieses eine kleine Motivation gewesen, auch im Winter bei eisiger Kälte und Nässe, raus in die Natur zu gehen. 

Wenn ich nun so zurückdenke, könnte ich sogar sagen: Ohne diese Wander-Challenge hätte ich nie so viel Spaß in diesem Winter gehabt. Einfach das warme und kuschelige Zuhause zu verlassen, um ein kleines Abenteuer im Schnee zu unternehmen. Sei es nur die “kleine” Runde vor der eigenen Haustür, auf der Suche nach einem Geocache, oder Wanderungen auf ausgeschildertes Wanderwegen – es sind Erinnerungen, die noch lange im Gedächtnis bleiben. 

Durch die Teilnahme am Mammutmarsch “Around the World” Ende Februar, habe ich erst recht die Liebe zu solchen Wander-Events gefunden. Sich nicht nur körperlich, sondern auch mental etwas zu beweisen, finde ich persönlich sehr faszinierend. Allein bei diesem Mammutmarsch habe ich gemerkt, wie stark ich eigentlich bin.Denn wer würde, untrainiert und mit einigen Kilos mehr auf den Hüften, an einem Wochenende insgesamt 63 Kilometer erwandern?! Wie es mir danach erging… Ja gut, darüber rede ich jetzt lieber mal nicht.

Durch diesen Ansporn stöberte ich in den “Tiefen des Internets” nach weiteren Wander-Events. Einmal, um es mir wieder selbst zu beweisen, wie stark ich in Wirklichkeit bin. Aber auch als kleine Motivation, bei nicht schönen Wettertagen raus in die Natur zu gehen. Und so kam es, dass ich bei Facebook auf die neuste Herausforderung von dem Veranstalter GVC (Great Virtual Challenges) gestoßen bin: die “Tour de Paris”.

Worum geht es in der “Tour de Paris”?

Hierbei handelt es sich um ein kleines 2 Wochen-Event. Der Veranstalter GVC  hat alle Läufer, sowie Wanderer aufgerufen, sich gegenseitig in einem Wettbewerb zu messen. Die Kilometerangabe, sowie auch der Zeitraum, haben sie im Vorhinein bereits festgelegt. 

So muss jeder Teilnehmer, egal ob als Einzelkämpfer oder in einem Team, in 2 Wochen an die 65 Kilometer erlaufen. Um dieses noch etwas attraktiver zu gestalten, geht die virtuelle Tour durch die Hauptstadt von Frankreich. Der Start ist am Schloss Versailles, danach geht es durch Paris, bis wir schließlich am Eiffelturm ankommen. Diese Strecke wird dabei in 2 Etappen unterteilt:

Die 1. Etappe startet am 11. April 2021 (Sonntag) mit einer Streckenlänge von 30 Kilometer. Bis einschließlich kommenden Samstag hat man Zeit, die 1. Etappe zu schaffen. 

Die 2. Etappe fängt am 18. April 2021 (wieder ein Sonntag) an, und hat eine Länge von 35 Kilometer. Wie bereits bei der 1. Etappe hat man bis einschließlich kommenden Samstag Zeit, ins Ziel zu kommen. 

Wenn wir die Kilometerangaben etwas statistisch betrachtet, braucht jeder Teilnehmer in der 1. Woche an jeden Tag nur 4,29 Kilometer laufen. In der 2. Woche muss man am Tag eine Strecke 5 Kilometer zurücklegen. Und seien wir mal ehrlich: Das sind doch Angaben, die sehr realistisch klingen und machbar sind. 

Meine persönliche Konkurrenz

Doch wenn ich daran denke, dass wir uns im Monat April befinden, und dort das Wetter ja teilweise sehr verrückt spielt, weiß ich nicht wirklich, ob die Anmeldung eine gute Idee war. Bereits in den letzten Tagen hatten wir ja einen stetigen Wechsel von Sonnenschein, Regen, Hagel und Schnee gehabt. Und das im Sekundentakt. Nun muss ich bei dieser Challenge raus, egal wie draußen das Wetter ist.

Das einzige Positive daran ist, dass ich mein Vater überzeugen konnte, sich ebenfalls an  der Wander-Challenge “Tour de Paris” anzumelden. Zwar bilden wir kein Team, wie ich bereits mit der Verena auf dem Jakobsweg unterwegs war, sondern laufen als Konkurrenten gegeneinander. 

Zwar nimmt man nach der Anmeldung automatisch beim allgemeinen Wettkampf teil, und muss sich so gegen die anderen Wanderer beweisen, sieht man jedoch bei sich selbst im persönlichen Ranking nur die Personen, denen man auch folgt. Und genau diese Einstellung werden mein Vater und ich wählen, um grinsend zu zeigen, wie weit weg der Andere schon gelaufen ist. 

Und das April-Wetter? Ganz ehrlich, darüber mache ich mir gerade weniger Sorgen. Denn wer bereits oben an der Küste war, weiß ganz genau, dass dort das Wetter etwas rauer, nasser und kühler ist, als im Rest von Deutschland. Und so kann es sein, dass ich bei herrlichen Sonnenschein durch die Weinberge wandere, während mein Vater bei starken Wind und Regen an der Ostsee seine Runden dreht. 


Ich persönlich bin schon sehr gespannt, wie diese Challenge verläuft. Ob ich wirklich die Motivation finde, bei Wind und Wetter raus zu gehen, und abends noch meine kleine Runde drehe. 

Ich werde dich weiterhin auf dem Laufenden halten und bereits am kommenden Sonntag (18. April 2021) wird es einen weiteren Beitrag zu dieser Wander-Challenge geben. Also bleibe weiterhin neugierig und gespannt. Und drücke mir außerdem die Daumen, dass ich vielleicht noch vor meinem Vater ins Ziel komme. 

Meine Touren, die ich am Tag laufe, kannst du bereits täglich bei Komoot sehen. Falls du mir dort noch nicht folgst, so hole dieses schnell nach und begleite mich auch dort auf den Spuren meiner kleinen Abenteuer.