Wandertagebuch zur “Nordsee-Challenge” – Unterwegs auf der 1. Etappe

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Seit dem 1. Mai 2021 befinde ich mich, zusammen mit meinem Vater, auf der Nordsee-Challenge* vom Anbieter GVC (Great Virtual Challenges)*. Unsere Idee war es, einfach virtuell zu unserem Sommerurlaub auf die Nordsee-Insel Föhr zu wandern. Vor Ort wollen wir dann, bei herrlichem Sonnenschein am Strand, unsere Medaillen auspacken und mit einem “Aperol Spritz” unseren Erfolg feiern. 

Doch um diese Medaille zu erhalten, müssen wir im Vorfeld 450 Kilometer erwandern. Eine Strecke, die zwar ganz gemütlich klingt, aber mit einem kleinen Zeitdruck doch sehr groß aussieht. Schließlich wollen wir bis spätestens 15. August 2021 alle Kilometer zusammen erwandert haben, so dass die Medaillen auch rechtzeitig zum Urlaub bei uns ankommen. 

Und eines kann ich jetzt schon sagen: 3 ½ Monate für 450 Kilometer, kann mit dem täglichen Alltagsstress doch eine ganz große Herausforderung werden. Man könnte diese Strecke schaffen, wenn man täglich 4-5 Kilometer wandert. Aber dann auch bei schlechten Wetter, nach der Arbeit (oder in meinem Fall bei Schichtdienst auch vor der Arbeit). Der Haushalt muss auch noch nebenbei laufen, und die Tiere, sowie der Partner, wollen schließlich auch versorgt werden. 

Ich hatte es mir am Anfang doch recht einfach vorgestellt, doch merkte schnell, dass sogar ich an meine Grenzen komme. Aus diesem Grund schreibe ich nun dieses Wandertagebuch. Einerseits, damit ich die gelaufenen Kilometer nicht so schnell aus den Augen verliere, aber auch als Motivation, die Wanderschuhe anzuziehen, statt einen Abend gemütlich auf dem Sofa zu verbringen. 

Die erste Etappe der Nordsee-Challenge ist nun geschafft. Virtuell haben wir mit der Anfahrt auf dem Autozug nach Sylt gestartet, für mich selbst ging es jedoch bei einem herrlichen Frühlingstag in Würzburg los. Ich wünsche dir somit viel Spaß bei meinen kleinen Eindrücken.

Wandertagebuch-Einträge

1. Mai 2021: Frühling im Würzburger Ringpark (7,67 Kilometer)
2. Mai 2021: “Hin und Her” auf dem Schwanberg ( 6,24 Kilometer)
8. Mai 2021: Einmal um die Volkacher Mainschleife (25,04 Kilometer)
9. Mai 2021: Wandern vor der eigenen Haustür (13,49 Kilometer)
10. Mai 2021: Frühs in Würzburg (5,01 Kilometer)
18. Mai 2021: Feierabendrunde in Würzburg (5,05 Kilometer)
21. Mai 2021: Im Urlaub Brötchen holen (6,18 Kilometer) / Gewitter in Lübeck (3,60 Kilometer)

1. Mai 2021: Frühling im Würzburger Ringpark (7,67 Kilometer)

Der Frühling lockte wohl an diesem Tag so manchen Outdoor-Fan vor die eigene Haustür. Das herrliche und sonnige Wetter versprach eine Menge Spaß. Doch für mich musste der Spaß erstmal noch etwas warten. Denn trotz Feiertag verbrachte ich den Vormittag bei mir auf der Arbeit im Labor. 

Doch der Feierabend kam immer näher. Und da ich eh schon in Würzburg war, wollte ich auch die erste Wanderung von dieser Nordsee-Challenge hier beginnen. 

Ein “kleiner” Frühlingsspaziergang durch den Würzburger Ringpark, sowie durch das Gelände der alten Landesgartenschau in der Zellerau. Man konnte richtig spüren, wie der Frühling von Sekunde zu Sekunde immer näher kam. Erstrecht mit der großen Blütenpracht um einem herum, so dass man sogar die etwas kühlen Temperaturen vergaß.  

Doch dunkle Wolken zogen immer mehr auf, so dass mein ursprünglicher Plan, zur Marienfestung noch hoch zu wandern, ins Wasser fiel. Zum Glück habe ich diesen Wetterumschwung noch rechtzeitig gemerkt. Denn als ich schon im Auto saß, fielen die ersten dicken Tropfen zum Himmel.

(Meine genaue Route kannst du dir bei Komoot anschauen: https://www.komoot.de/tour/358745664)

2. Mai 2021: “Hin und Her” auf dem Schwanberg ( 6,24 Kilometer)

Der Regen vom Vortag zog sich auch noch in den 2. Mai hinein. Eigentlich ein Tag, wo man es sich Zuhause gemütlich macht und das Prasseln des Regens belauscht. Doch im Norden, wo meine Eltern wohnen, war das Wetter wohl etwas anders gewesen. Denn mein Vater legte sich ordentlich ins Zeug und führte nun in der Challenge. 

Diesen Vorsprung kann ich nicht so auf mich sitzen lassen. Nahm mir meine Wandersachen zur Hand und fuhr hoch auf dem Schwanberg. Und irgendwie meinte auch das Wetter es gut mit mir, denn die Regenwolken verzogen sich und die Sonne kam immer mehr hervor. 

So bin ich ein wenig hin und her gelaufen, bewaffnet mit meiner “Sony Alpha 6000”-Kamera, um ein paar neue Frühlingsfoto zu machen. Dabei bin ich auch zu meinem Lieblingsort gegangen, wo sich die Natur in einem ordentlichen, aber auch wilden Zustand sich diesen Parkbereich wieder zurück erobert. 

Doch die Sonne lockte auch die anderen Menschen raus in die Natur. So kam es, dass der Parkplatz bis zur letzten Lücke voll stand, die Wege und Sitzbänke recht voll waren, und von der Ruhe in der Natur kaum noch eine Spur vorhanden war. 

Für mich war es also wieder an der Zeit, zurück nach Hause zu fahren, um diesen Tag mit den schönen Erlebnissen in Erinnerung zu behalten. 

(Meine genaue Route kannst du dir bei Komoot anschauen: https://www.komoot.de/tour/359884904)

8. Mai 2021: Einmal um die Volkacher Mainschleife (25,04 Kilometer)

An dem Wochenende 8./9. Mai 2021 fand von einer Outdoor-Blogger-Organisation eine Spendenwanderung statt. Für jeden einzelnen erwanderten Kilometer spendete Komoot* 10 Cent an eine Hilfsorganisation für Jugendliche. 

Wandern für einen guten Zweck? Natürlich bin ich dabei! So konnte ich diese Wanderung auch gleich für das Training für den bevorstehenden Mammutmarsch nutzen. Meine Idee war es, einmal um die komplette “Volkacher Mainschleife” zu laufen. Eine Strecke, die ungefähr 25 Kilometer beträgt. 

Bereits vor 2 Jahren habe ich dieses Stück schon mal umrundet – jedoch mit dem Fahrrad, statt zu Fuß. Damals haben mich vereinzelt ein paar Geocaches hier- und dorthin gelockt. Doch dieses Hobby wollte ich an diesem Tag “links liegen lassen”, und mich ausschließlich auf die Wanderung konzentrieren. So folgte ich den Main entlang, ging hoch zur Vogelsburg, entlang in den Weinbergen, bis ich schließlich am Main wieder ankam.  

(Meine genaue Route kannst du dir bei Komoot anschauen: https://www.komoot.de/tour/363051355)

9. Mai 2021: Wandern vor der eigenen Haustür (13,49 Kilometer)

Noch motiviert vom vergangenen Tag wollte ich auch am 2. Tag der Spenden-Wanderung einige Kilometer machen. Wie gesagt, man wandert schließlich für einen guten Zweck. Doch leider machte mir das Wetter, sowie mein Körper mir an diesem Tag Probleme. 

Von der Umrundung der “Volkacher Mainschleife” hatte ich einen starken Sonnenbrand auf Arme und Nacken gehabt. Und auch am Abend merkte ich, dass ich trotz Capi einen Sonnenstich hatte. So fühlte sich mein Körper nicht besonders motiviert an, als ich in die Wanderschuhe stieg. 

Statt großartig woanders eine Wanderung zu starten, entschied ich mich, direkt bei der eigenen Haustür zu starten und 2 Steinbrüche (aktiv, sowie auch inaktiv) zu besuchen. So würde trotzdem eine Strecke von 20 Kilometer entstehen – doch leider musste ich bei der Hälfte schon abbrechen. 

Die stechende Sonne am Himmel, und Wege entlang an Feldern ohne die Hoffnung auf einen schattigen Weg, brachten meinen Kreislauf komplett in den Keller. Auch die 2 Liter Wasser, die ich dabei hatte, waren schnell verbraucht gewesen. Statt noch mehr an meine körperlichen Grenzen zu gehen, suchte ich mir den kürzesten Weg zurück nach Hause raus. 

(Meine genaue Route kannst du dir bei Komoot anschauen: https://www.komoot.de/tour/364210760)

10. Mai 2021: Frühs in Würzburg (5,01 Kilometer)

Mit den beiden Wanderungen am Wochenende führte ich natürlich bei der Nordsee-Challenge und habe meinen Vater ordentlich abgehängt. Aber mein Vater ist jemand, der sehr ehrgeizig ist und am liebsten überall den 1. Platz machen würde. So kam es, dass dann auch mein Vater nun größere Touren lief – einerseits für sein Training für den Mammutmarsch, und wohl auch, um wieder an der Spitze zu sein. 

Um es ihn etwas zu erschweren, unternahm ich noch vor der Arbeit eine kleine Runde  in Würzburg. An diesem Tag hatte ich Spätschicht und genoss noch die Stille in der Stadt. 

18. Mai 2021: Feierabendrunde in Würzburg (5,05 Kilometer)

Eine weitere Woche ist vergangen, wo ich nicht wandern/laufen war. Der Grund dafür war der sekündliche Wechsel der Wetterverhältnisse: Sonne, Regen, Gewitter, Hagel, Sturm… bei kalten und warmen Temperaturen. Meine Gesundheit war mir in dieser Hinsicht etwas wichtiger gewesen, schließlich wollte ich mir keine Erkältung holen und ggf. für den Mammutmarsch nicht fit genug zu sein. 

Doch mein schlechtes Gewissen nagte an mir, erst recht, als ich sah, dass mein Vater schon sehr nah an der 2. Etappe sich befindet. Also Zähne zusammen beißen, sich ordentlich anziehen, und nach Feierabend wieder eine kleine Runde in Würzburg gedreht. Zur Belohnung gab es für mich dann am Abend noch Sushi, welches ich mir auf jeden Fall auch verdient habe. 

21. Mai 2021: Im Urlaub Brötchen holen (6,18 Kilometer) / Gewitter in Lübeck (3,60 Kilometer)

Ja der Mammutmarsch “Around the World 2.0”, welcher am Wochenende vom 22./23. Mai 2021 stattfindet, steht kurz vor den Startlöchern. Da ich ihn dieses Mal zusammen mit meinem Vater bestreiten werde, gab es für mich einen kleinen Urlaub an der Ostsee

Eigentlich wollte ich an diesem Tag doch entspannen und die Füße hochlegen –  doch mein Vater hatte da ganz andere Pläne gehabt. So sind wir morgens um 6 Uhr schon los gegangen, um Brötchen zu holen. Natürlich bei einem langen, recht sportlichen Spaziergang. 

Mit Sport in den Tag zu starten, und das noch vor dem ersten Kaffee, war definitiv für mich eine neue Herausforderung gewesen. Doch dafür schmeckte das Frühstück gleich viel besser. 

(Meine genaue Route kannst du dir bei Komoot anschauen: https://www.komoot.de/tour/372023415)

Gegen die Mittagszeit wollten wir etwas durch die Innenstadt von Lübeck gehen. Mein Vater musste noch ein paar Besorgungen machen, und diese wollten wir mit einer längeren Tour kombinieren. 

Wie war das nochmal? Ich wollte an diesem Tag entspannen und die Füße hochlegen?

Vielleicht hatte der Wettergott etwas gnade mit mir gehabt und gemerkt, dass mein eigentliches Vorhaben immer mehr dem Scheitern verurteilt ist. Von einer Sekunde zur Nächsten zogen dunkle Wolken auf, und kurz darauf gab es einen heftigen Regenschauer mit Gewitter

Zuflucht haben wir in einer Bushaltestelle gefunden, um nicht komplett nass zu werden. Dort standen wir fast eine halbe Stunde und haben uns dieses Wetter-Spektakel angeschaut. Als der Regen langsam nachließ, machten wir uns sofort auf den Weg zurück zum Auto. 

Da mein Vater der Meinung ist, dass jeder gegangene Kilometer zählt, rechne ich nun diese kleine Strecke mit in die Nordsee-Challenge ein. Denn ja, wir hätten auch mit dem Bus fahren können und nur dorthin gehen, wo mein Vater seine Erledigungen machen musste. Doch stattdessen haben wir uns dagegen entschieden und hatten ein ganz besonderes Outdoor-Erlebnis gehabt.


Und so kam es, dass nun die ersten 70 Kilometer zusammen gewandert sind. Ich persönlich hätte von der Zeit her viel eher damit gerechnet, als fast einen ganzen Monat zu brauchen – aber wer hätte schon mit so einem Aprilwetter im Mai gerechnet. 

Ich bin gespannt, wie die nächsten Etappen werden und was ich da alles erlebe. Mehr dazu wirst du wahrscheinlich demnächst hier auf meinem Blog zu lesen bekommen. 

1. Etappe des virtuellen Jakobsweg „Camino Francés“ (Wandertagebuch)

Direkt am Jahresanfang 2021 fragte mich die liebe Verena vom Outdoor-Blog „Hinter dem Horizont„, ob ich nicht Interesse hätte, gemeinsam mit ihr den französischen Jakobsweg „Camino Francés“ virtuell zu laufen. (Worum es dabei genau geht, erfährst du in meinem ersten Bericht über dieses virtuelle Wander-Event: „Virtueller Jakobsweg – Darum geht es„) 

Etwas skeptisch, aber dennoch neugierig, sagte ich zu. Schnell bin ich an die Garderobe im Flur gelaufen, die Wanderschuhe hektisch angezogen und los ging meine Reise. Ja okay… Der Elan blieb noch am Tag der Anmeldung aus. 😅 Dafür war ich aber die Tage darauf unterwegs gewesen, wovon ich dir nun gerne etwas berichten möchte. 

03. Januar 2021 – Kleine Schneewanderung in Schlüsselfelder Wald

Ich meine mich noch vage zu erinnern, dass mich Verena am 02. Januar 2021 nach diesem virtuellen Wanderweg gefragt hatte, wir aber erst am nächsten Tag los gingen, um die ersten Kilometer dafür zu sammeln. 

Dabei hatten wir auch relativ viel Glück mit der Landschaft um einem herum gehabt, da es in der Nacht davor leicht geschneit hat. Wo es in Würzburg bei Verena nur eine leichte Schneedecke gab, war ich in einem richtigen Winterwald bei Schlüsselfeld unterwegs gewesen. 

Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich bereits bei der Autofahrt ein breites Lächeln im Gesicht hatte. Die schneebedeckten Bäume am Wegesrand zauberten eine märchenhafte Landschaft. Und dieses Lächeln blieb auch bestehen, als ich aus meinem Auto stieg und das erste Kirschen unter meinen Schuhen vernahm. 

Endlich ein Winter mit Schnee“ waren dabei meine Gedanken gewesen. Denn ich muss zugeben, in den Jahren, wo ich hier in Unterfranken wohne, gab es nur relativ selten bis nie Schneefall. Um so glücklicher war ich, auch diesen Anblick einmal richtig zu genießen. 

Für die Wanderung hatte ich mir keine feste Route zurecht gelegt. Ich wollte einfach mal drauf los wandern, und schauen, was ich rechts und links am Wegesrand alles entdecken konnte. So kam schließlich eine kleine Wanderung von 4,7 Kilometer zusammen. 

06. Januar 2021 – Gemeinsame Wanderung mit Verena: TraumRunde Dettelbacher Dörfer

Auch wenn wir ein Team sind, wo jeder aber für sich seine Kilometer zusammen läuft, wollten wir trotzdem auch eine gemeinsame Touren starten. Der Vorschlag kam von der Verena, und ich denke, sie wollte mich in diesem Moment etwas aufbauen. 

Denn leider ging es mir seelisch nicht gerade gut. Dass ich meine Familie über Weihnachten und Silvester nicht sehen konnte, hatte mich schon sehr mitgenommen. Aber zum Glück ist ihr diese Aufmunterung auch gut gelungen. 😉

Raus gesucht haben wir uns die „TraumRunde Dettelbacher Dörfer„. Doch hätten wir vorher geahnt, was da auf uns zukommt, wären wir wohl ganz woanders wandern gewesen. 

Zuvor hat es die Tage ordentlich geregnet, so ist es kein Wunder, dass die Feldwege recht matschig und rutschig waren. Unsere Schuhe waren kaum noch wiederzuerkennen, ganz geschweige den Übergang, wo die Schuhe aufhören und die Hose beginnt.

Auch die recht kahle Winterlandschaft um uns herum hebte unsere Stimmung nicht ein wenig an. So hatte ich das Gefühl, dass wir wirklich um jeden Kilometer kämpften, den wir auch richtig gehen konnten. Ich habe auch des öfteren angeboten, ob wir nicht hier oder da eine kleine Abkürzung nehmen wollen. Doch Verena blieb eisern und so gingen wir den kompletten Wanderweg.

Matschig und kaputt von dem Kampf des Wanderweges kamen wir dann doch schließlich an unseren Autos an. Als ich einen Blick auf Komoot warf, kam dann auch das Lächeln ins Gesicht. Denn diese recht einzigartige Wanderung 😅 ergab für jeden an die 15 Kilometer, was somit 30 Kilometer mehr auf dem Jakobsweg entspricht. 

09. Januar 2021 – Der Panoramaweg Sommerhausen

Noch voller Motivation von unserer gemeinsamen Wanderung wollte ich unbedingt wieder am Wochenende raus. Wie gut, dass auch da das Wetter mitgespielt hat. Endlich wieder ein paar leichte Sonnenstrahlen, die den Winter etwas milder machten. 

Schon seit längerem wollte ich immer mal den Panoramaweg in Sommerhausen laufen. Durch eine Bekannte kannte ich nur einen Teilabschnitt von ihren Fotos, welche mich aber schon sehr neugierig gemacht haben. 

So ging es für mich nach dem Samstagsdienst im Labor in die kleine Gemeinde Sommerhausen, welche direkt am Main liegt. Schnell in die Wanderschuhe, den Rucksack auf den Rücken und los ging es. Doch schon nach den ersten paar Kilometern kam ich dann doch recht früh an meine Grenzen. Der Anstieg ging relativ steil hoch. Immer wieder blieb ich stehen, um die tolle Aussicht ins Maintal zu genießen und nebenbei wieder meine Atmung zu kontrollieren. 

Aber wenn man erst einmal oben angekommen ist, vergisst man schnell die kleine Strapaze von eben. Ein toller Weitblick in Ferne verzauberte mich regelrecht. Und dieser Anblick konnte ich die ganze Zeit über genießen. Egal um welche Ecke ich ging, oder wo ich auf einer kleinen Bank eine Rast macht – er war wie ein stetiger Begleiter mit dabei: Der Blick ins Maintal Richtung Ochsenfurt und/oder Würzburg

Ein weiteres Highlight auf dieser Runde war noch der alte Quaderkalkbruch. Allgemein finde ich stillgelegte Steinbrüche recht faszinierend. Ich frage mich da immer, wie sie früher hier gearbeitet haben. Wie kamen sie auf die Idee, so weit oben auf dem Weinberg einen Steinbruch aufzumachen, und vor allem wie haben sie das abgeschlagene Material wieder nach unten gebracht? Natürlich konnten die alte Schienen im Boden des Wanderweges die Antwort für die letzte Frage schon geben. 😉

Das einzige Stück, was ich mir nicht besonders gefiel, war der Rückweg nach Sommerhausen, der direkt neben der Bundesstraße entlang läuft. Hatte man erst die Stille der Natur genossen, um so vielleicht auch zur inneren Ruhe zu kommen, wurde diese durch die vorbeifahrenden Autos wieder zerstört. Aber zum Glück ist dieses Stück recht kurz gewesen. 

Trotz allem hatte ich so viel Spaß auf dieser Runde gehabt, dass ich sie definitiv nun auch gerne öfters wandern möchte. Denn im Allgemeinen bin ich so auf 10,1 Kilometer gekommen. Eine gute Strecke vielleicht für den nächsten Sonntagsspaziergang, oder? 😉


Nun muss ich aber mal ein großes Lob an die liebe Verena aussprechen. Sie hat mit ihrer Selbstständigkeit, und somit ohne jeweils eine Stunde Autofahrt zur Arbeit hin und zurück, etwas mehr freie Zeit als ich, und kann so auch unter der Woche etwas laufen gehen. Sei es nur ein kleiner gemütlicher Spaziergang in die Innenstadt von Würzburg und wieder zurück, so hat sie bereits 3-5 Kilometer mehr auf den Jakobsweg geschafft. 

Und ja, so kam es auch, dass wir Dank Verena uns relativ schnell in der 2. Etappe befanden. Und ja, ein bisschen schlechtes Gewissen habe ich trotzdem, dass ich unter der Woche wegen meinem Beruf nicht wirklich zum Laufen komme. Wie aber nun die 2. Etappe für mich war, wo ich dort unterwegs war, und was ich alles gesehen habe, erfährst du demnächst in einem weiteren Wandertagebuch-Bericht des virtuellen Jakobsweg. 

Also bleibe weiterhin neugierig und schaue gerne öfters mal vorbei. 
Dein kleiner Weltenspatz Shelly