Frühschicht mit Schnee – Abenteuerbuch-Eintrag #2

Ist es nicht herrlich, nach der Frühschicht noch eine kleine Runde spazieren zu gehen? Besonders dann, wenn auch noch Schnee liegt, und die Landschaft um einem herum in einem magischen Weiß erstrahlt? 

Wenn du auch dieser Meinung bist, habe ich hier den 2. Eintrag aus meinem Abenteuerbuch. Die Eindrücke, die ich erlebt habe, müssen einfach für mein „Älteres Ich“ festgehalten werden. Vielleicht bekomme ich mich so später auch wieder zum Lachen. 😅


Titel: Frühschicht mit Schnee
Datum: 09. Februar 2021 (Dienstag) 
Aktivität und Ort: Wandern in den Weinbergen von Würzburg, Stadtteil Grombühl 
Dauer und Kilometer: 1Std und 41Min für 4,99km (mit kleinen Pausen ca. 2½Std) 
Wetter: Bewölkt bei Temperaturen von ca. -6°C
Das Abenteuer in 3 Wörter: magisch, fundlos, nass 

Endlich mal wieder Frühschicht. Endlich mal weiß ich, was ich mit dieser kostbaren Zeit anstellen kann. Statt einfach nur nach Hause zu fahren und mich zu langweilen, hatte ich bereits am frühen Morgen eine Idee gehabt:

„Du packst gleich deine Wanderschuhe ein, schreibst Danny eine Nachricht, dass du nach der Arbeit noch wandern gehst. Nach Feierabend gehst du wieder hoch in die Weinberge. Mit einer kleinen Runde kannst du noch den einen Geocache einsammeln. So kommst du auf jeden Fall glücklich und mit einem Lächeln im Gesicht nach Hause.“

„Gedacht – Getan“ würde ich da sagen. Denn genau so kam es dann auch. Zwar hatte ich nicht meine Wanderschuhe mitgenommen, (das Profil von denen ist schon relativ sehr weit abgelaufen, und auf das Rutschen im Schnee und Eis, eventuell noch mit einem Sturz… Ja, darauf konnte ich sehr gut verzichten), dafür nahm ich meine Joggingschuhe für den Sommer mit. 

Im Nachhinein weiß ich aber, dass es trotzdem keine gute Idee von mir war. Aber wie heißt es so schön? Man lernt aus seinen Fehlern. Also hoffe ich zumindest. 😅

Auf der Arbeit war zum Glück nicht so viel los, so dass ich endlich mal ein paar „Überstunden“ abbauen konnte und eine halbe Stunde eher los ging. Und ja, nur zum Klarstellen: Jede noch so kleine Minute zählt bei mir bereits als Überstunde. Mal sehen, wie lange ich diese Eigenschaft noch beibehalten. 😂

Somit bin ich am unteren Ende der “Ernst-Reuter-Straße” im würzburger Stadtteil Grombühl gestartet. Und gleich zum Anfang ging es erstmal bergauf. Da mir einige Leute beim Spielplatz entgegen kamen (und man darf nicht vergessen, wir befinden uns noch in der Corona-Pandemie), wechselte ich in eine kleine Nebenstraße und umrundete so den Platz. 

Danach ging es dann mit zügigen Schritten zur Nervenklinik. Und da muss ich noch sagen, dass ich vor diesem Gebäude großen Respekt habe. Wieso das so ist? Das weiß ich selber nicht genau. 😅

Doch schnell bog ich dort in den recht steilen Anstieg der “Rimparer Steig”. Puh… kam ich da ins Schwitzen. Mein Atem ging sehr stockend und so merkte ich, dass der Winter meine gute Kondition vom letzten Sommer wieder vernichtet hat. So kam mir erst der Gedanke, ob ich diese Tour nicht einfach abbrechen sollte. Doch ich entschied mich anders: Zähne zusammenbeißen und los. 

Als ich dann auf dem “Schalksbergweg” war, die letzten Wohnhäuser hinter mir gelassen habe, konnte mich eine Aussicht über Würzburg in meinem Vorhaben wieder bestärken. Meine “kleine” Stadt unter einer Schneehaube – ein wahrer Traum! Doch den besten Ausblick hatte ich erst am oberen Ende, bzw. direkt beim “Terrior F – Würzburg”.

Doch allzu lange konnte ich mich dort nicht aufhalten. Meine Füße fingen bereits an kalt zu werden. Also ging es weiter hoch auf den “Oberer Schalksbergweg”. Dort genoss ich in voller Ruhe das Knirschen unter meinen Schuhen. Gerade solche Geräusche machen für mich den Winter aus. 

Kurz vorm Ende der Straße bog ich in ein Wald-/Parkgebiet ab. Eine traumhafte, weiße Landschaft umschlang mich regelrecht. Und mein Lächeln im Gesicht wurde immer größer. So kam mir auch der Gedanke, einen kleinen Geocache hier in der Nähe gleich zu suchen. 

Doch leider blieb der Geocache an den Tennishallen für mich weiterhin verborgen. Statt eine kleine Dose in den Händen zu halten, hatte ich nun richtig kalte, und vor allem nasse Füße. Also ging es mit schnellen Schritten zurück in den Park, und daraufhin wieder runter vom Weinberg. 

Etwas erleichtert, dass ich heil unten angekommen bin (ohne auszurutschen und den steilen Abstieg auf dem Hintern runter zu rutschen), ging ich zurück zu meiner Arbeit. Mit schnellen Schritten, ohne dabei nach Links und Rechts zu schauen, kam ich endlich wieder an der “Ernst-Reuter-Straße” an. Und als ich schließlich in meinem Auto war, drehte ich erstmal die Heizung auf volle Stärke auf. 😅

Obwohl ich den Geocache nicht gefunden habe, war dieser Nachmittag trotzdem für mich gelungen. Dass ich mich tatsächlich aufgerafft habe, einen schönen winterlichen Spaziergang zu machen, statt mit dem Auto direkt nach Hause zu fahren, rechne ich mir selbst groß an. Denn ja, leider hat die aktuelle Corona-Pandemie meine Motivation auf ein kleines Abenteuer geschwächt. Aber wer weiß, vielleicht war dieses nun auch der Startschuss für viele weitere kleine Abenteuer. 


Falls du gerne diese Wanderung nachlaufen möchtest, ob nun bei Schnee, Regen oder Sonnenschein, kannst du dir gerne meine Tour bei Komoot herunterladen. 

Wandern im Regen: Abenteuerbuch-Eintrag #1

Ja es ist soweit: Der erste Eintrag in meinem Abenteuerbuch 2021. Ein kleines Abenteuer, welches für mich selbst sogar das erste Mal gewesen war, und welches ich gerne für mein “späteres Ich“ aufbewahren möchte. Denn wer weiß, wie gut meine grauen Zellen im Alter noch sind. So manche schöne Tage möchte man doch gerne für die Ewigkeit festhalten. Zumindest ist dieses meine persönliche Einstellung. 

Und da mir diese besagte Wanderung so viel Spaß gemacht hat, möchte ich sie gerne mit dir teilen. Vielleicht bekommst du so die Lust dazu, diese Art von einem kleinen Abenteuer selbst zu erleben. Schließlich war es für mich selbst eine Erfahrung gewesen, wo ich noch vor paar Tagen vorher eher im Gegenteil darüber gedacht.

Aber genug auf die Folter gespannt. Hier kommt mein kleiner Eintrag, den ich eins zu eins von meinem Abenteuerbuch für dich übernommen habe. 


Titel: Erste richtige Wanderung im Regen
Datum: 06. Februar 2021 (Samstag) 
Aktivität und Ort: Wandern im Landkreis Würzburg (Dürrbach – Veitshöchheim) 
Dauer und Kilometer: 2Std 14Min reine Gehzeit für 10km (mit kleinen Pausen ca. 4 Std unterwegs) 
Wetter: Regen (alle Stärken im Wechsel) mit kleinen Trockenzeiten bei 4-6°C
Das Abenteuer in 3 Wörter: nass, steil, sehnsüchtig 

Regen, Regen und noch mehr Regen. Eigentlich bleibe ich bei solchen Wetterverhältnisse eher Zuhause. Doch ganz ehrlich: Was dann? Ich würde mich wieder den ganzen Tag lang nur langweilen. Nicht wissen, was ich mit mir selbst anstellen soll und somit in ein tiefes Loch fallen. Am Abend wäre ich dann wieder sauer auf mich, weil ich an diesem Tag nichts erlebt hätte. 

Man könnte somit schon sagen, dass ich „zum Glück“ den Samstagsdienst im Labor hatte. Denn so bin ich schon mal vor der eigenen Haustür und könnte somit auch ein kleines Abenteuer erleben. Also fuhr ich nach Feierabend (10 Uhr) hoch zum Schenkenturm. 

Eigentlich wollte ich bereits unten im Gewerbegebiet parken, traute mich jedoch nicht, mein Auto am Straßenrand abzustellen. Zum Glück gab es aber oben auf dem Weinberg einen kleinen Parkplatz, wo bereits schon Andere ihr Auto abgestellt hatten. Von dort ging dann auch meine Wanderung inkl. Regenschirm los. 

Als Erstes ging ich in das sogenannte Königswäldchen, welches jedoch durch Forstarbeiten eher etwas chaotisch als königlich aussah. Vorbei an einer etwas größeren Wiese, wo sich nur eine Bank mit einer Schaukel befindet, runter zu den Weinreben, die sich auf dem Pfaffenberg befinden. 

Doch leider führte dort kein direkter Weg an den Weinreben entlang, so dass mein Weg auf einem matschigen und nassen Trampelpfad durchs Königswäldchen entlang führte. 

Vorbei an einem Jagdstand, der doch etwas merkwürdig wirkte. So stand unter ihm ein Holzstuhl. Und auf ihm stand ein Kanister. Irgendwie wirkte diese Stimmung eher nach einem „Lost Places“. 

Kurz darauf kam ich dann schließlich doch an die Weinreben ran. Doch ein richtiger Weg führte hier nicht entlang. Etwas weiter unten sah ich zwar einen geteerten Weg, aber meine Wanderschuhe waren bereits dreckig und nass, so dass ich am oberen Teil des Weinberges weiter entlang ging. 

In den Weinbergen selbst waren bereits Winzer an ihrem Werk gewesen, die Weinreben für den kommenden Sommer zurecht zu schneiden. Als sie mich entdeckt hatten, haben sie kurz ihre Arbeit niedergelegt und schauten etwas verdutzt zu mir hoch. Vielleicht waren sie ja doch etwas überrascht gewesen, ein junges Mädchen mit ihrem Regenschirm hier in ihren Weinbergen zu sehen.

Ein paar Schritte weiter befand ich mich auf diesen geteerten Weg und ging zu einer kleinen Ansammlung von etwas größeren Steinen. Denn dort in der näheren Umgebung hat sich ein kleiner Geocache versteckt. Bereits beim Eintragen ins Logbuch kam mir der Gedanke, dass ich mir wohl jetzt lieber das Regencap umhänge. “Gesagt – Getan”… was nun wieder zum großen Glück für mich war. 

Versunken in meinen Gedanken wollte ich wieder auf den Hauptweg zurück gehen, rutschte dabei aber aus, landete auf meinem Hintern, und bin so dann in den vor mir liegenden Graben gerutscht. Wäre mir dieses ohne mein Regencap passiert, wäre an diesem Punkt mein kleines Abenteuer zu Ende gewesen. Eine nasse Jeans-Hose wäre bei diesen kalten Temperaturen nicht gerade zum Vorteil gewesen.

Mit einem dreckigen Regencap ging es um das Militärgebiet von Veitshöchheim herum. Auf den Schildern stand zwar, dass man außerhalb von Übungs- und Trainingszeiten auf eigene Gefahr die Wege benutzen durfte – aber mir war diese Angelegenheit als kleiner Angsthase doch etwas zu gefährlich gewesen. Erst bei einem Wandersymbol des Jakobswegs traute ich mich, dieses Gebiet zu betreten. 

Den Jakobsweg folgend ging es für mich in ein kleines Waldgebiet. Der erste Teil des Weges ging recht steil runter, und kurz darauf wieder steil bergauf. Jedoch merkte ich den steilen Anstieg gar nicht, da ich mir die vielen MTB-Trails neben dem Weg anschaute und dabei träumte, wie ich im kommenden Sommer hier entlang fahren werde. 

Mit einem kleinen Umweg ging es schließlich zur Luitpoldquelle. Ehrlich gesagt habe ich sie mir etwas spektakulärer vorgestellt. Aber vielleicht liegt es auch daran, dass wir aktuell Winter haben, somit vielleicht kein Wasser von dort entspringt, und die Landschaft im Allgemeinen recht kahl und irgendwie traurig wirkte. Ein Besuch im Sommer sollte ich mir wohl ebenfalls mal vornehmen, um einen anderen Eindruck von dieser Stelle zu bekommen. 

Zurück auf den Jakobsweg ging es weiter am Militärgelände bis nach Veitshöchheim entlang. Ein kleines Stück im Gewerbegebiet entlang, vorbei am Freibad “Geisbergbad”, bis hin ins Wohngebiet Schenkenfeld. Dabei kamen mir die vielen alten Erinnerungen hoch, wo ich selbst hier für 4 ½ Jahre gewohnt habe. 

Im Wohngebiet selbst bin ich auf einen altbekannten Schleichweg wieder zurück in die Weinberge gekommen. Mit einem tollen Blick ins Maintal ging es erstmal wieder bergauf. Als kleine Motivation wollte ich gerne den Geocache finden, der sich fast oben auf dem Weinberg befindet. Naja… Gefunden habe ich ihn zwar, doch leider wollte mein Kugelschreiber nicht so, wie ich es wollte. So konnte ich mich nicht ins Logbuch eintragen und somit bleibt dieser Geocache weiterhin für mich offen. 

Ein bisschen gefrustet darüber ging ich den Weg oberhalb der Weinberge entlang. Endlich kam ein Stück, was recht eben war, so dass ich mein Lauftempo auch wieder etwas erhöhen konnte. Erstrecht beim Anblick des Schenkenturms, wo sich schließlich auch mein Ziel befand. 

Beim Verlassen der Weinberge hatte ich dann die Entscheidung: Direkt zurück zum Auto, oder ein kleiner Umweg direkt zum Schenkenturm. Natürlich habe ich mich für den Umweg entschieden. Diese paar Meter, die ich dann extra gelaufen bin, taten mir ja schließlich auch recht gut. 

Vorbei am Schenkenturm ging es dann direkt zum Flugplatz. Leider flogen bei solchen Wetterverhältnisse keine Hobby-Piloten, sonst wäre ich hier bestimmt noch etwas länger geblieben. Das Starten und Landen von diesen kleinen Maschinen finde ich nämlich auch recht interessant. Und so kam mein kleiner Wunsch, einmal einen Rundflug über Würzburg zu machen, wieder in mir hoch.

Als der Parkplatz dann wieder in Sichtweite kam, war es dann mit meiner Motivation dann doch zu Ende. Besonders dann, als ich sah, dass alle anderen Autos bereits schon weg waren und mein kleiner Clio dort einsam und verlassen dort stand. Mit schnellen Schritten ging es somit zurück zum Startpunkt. Setze mich noch einmal in den offenen Kofferraum, genoss die Natur mit einem belegten Brötchen und war stolz auf mich selbst, dass ich dieses Abenteuer in Angriff genommen habe. 

„Leben heißt, nicht zu warten, dass der Sturm vorbei ist,
sondern lernen, im Regen zu tanzen.“


Falls du gerne diese Wanderung nachlaufen möchtest, ob nun bei Regen oder Sonnenschein,
kannst du dir gerne meine Tour bei Komoot herunterladen. 


Wandern an der innerdeutsche Grenze – Rundwanderweg entlang des Mechower Sees

Im September 2020 war ich mal wieder in meiner alten Heimat Lübeck (Schleswig-Holstein) unterwegs. Schließlich wohne ich bereits seit dem Jahr 2011 im schönen Unterfranken. So besucht man doch gerne seine Familie und Freunde. 

Aber statt nur den ganzen Tag mit Kaffee und Kuchen bei der Großfamilie zu sitzen, habe ich auch dort recht viele kleine Abenteuer erlebt. Unter anderem eine schöne Rundwanderung um den Mechower See. Aber nicht ohne einem bestimmten Grund wollte ich mir dort dieses Gebiet anschauen. 

Bereits Wochen vor meinem Urlaub fing ich mit der Planung an. Schaute bei Pinterest nach, was ich noch so alles rund um Lübeck erkunden kann, welches ich selbst noch nicht kenne. So bin ich schließlich auf einen tollen Blogbericht von “North Star Chronicles” gestoßen, der über einen Rundwanderweg entlang der innerdeutschen Grenze berichtet. 

Ich selbst bin bereits im Jahr 1986 zur Welt gekommen. Somit stand die damalige Mauer bis zu meinem 3. Lebensjahr. Aber ganz ehrlich: Kannst du dich noch an etwas aus dieser Lebenszeit erinnern? Bei mir sind zumindest alle Erinnerungen weg, und so kann ich nur berichten, was man Eltern mir erzählt haben:

„Wir haben zu dieser Zeit in dem Stadtteil, wo die innerdeutsche Grenze war, Zeitungen ausgetragen. Du warst schon immer ein recht aktives Kind gewesen und bist seit deinem 1. Lebensjahr immer nur gelaufen. Wenn wir mal einen Moment dich nicht im Blick hatten, kam sofort die Angst hoch, dass du dich zu nah an der Grenze befindest.“

Somit muss ich noch etwas einwerfen, wenn du nicht selbst aus dieser Gegend kommst. Lübeck hat sich noch im Westen befunden, jedoch die Dörfer und Städte im Osten gehörten schon zur DDR. Und ja, wir hatten zwar eine Mauer, aber nicht so eine wie in Berlin. Diese Mauer bestand aus Maschendrahtzaun. Und alle paar Meter stand ein Wachturm. Dass da meine Eltern Angst um mich hatten, ist wohl nur verständlich. 

Und somit stand das kleine Abenteuer für diesen Tag fest:
Es ging an den Mechower See, mit einer erhofften guten Wanderung. 

Wo liegt der Mechower See?


Da ich dir eben bereits schon erzählt habe, dass ich ursprünglich aus Lübeck komme, könnte man denken, dass sich der Mechower See auch dort in der Nähe befindet. Ja und nein… Er liegt schon 23 Kilometer von Lübeck entfernt. Wir haben somit für eine Autofahrt etwas mehr als eine halbe Stunde gebraucht. 

In der näheren Umgebung befindet sich die Kleinstadt Ratzeburg. Die sich auch ideal für eine Tagestour eignet. Vielleicht schaust du dir auch diese Stadt nach der Wanderung etwas genauer an. Ich kann es dir nur empfehlen. Besonders, wenn du entlang der Innstadt an der jeweiligen Wassergrenze entlang wanderst, bzw. spazieren gehst. 

Für den Start dieser Wanderung haben wir uns für die kleine Gemeinde Schlagsdorf entschieden. Dort findest du nämlich ein kostenloser, großer Parkplatz, sowie Wanderschilder mit den entsprechenden Routen. Mit anderen Worten: Ein idealer Startpunkt für diesen Rundwanderweg

Die Besonderheit von Schlagsdorf


Doch bevor du mit dieser historischen Wanderung beginnst, könntest du auch vorher noch einen Blick in das Museum werfen. Im “Grenzhus” erfährst du alles über die damalige Zeit in der DDR, sowie Geschichten, die sich hier an der innerdeutschen Grenzen abgespielt haben.

Meine Eltern und ich hatten uns jedoch erst für die Wanderung entschieden. Somit blieb für uns im Anschluss keine Zeit mehr, einen Blick ins Museum zu werfen. So ist meine Empfehlung für dich: Plane einen “ganzen Tag” ein, besuche erst das Museum, und gehe dann entlang der innerdeutschen Grenze. 

Bei der Wanderung kommst du auch am Außenbereich des Museums vorbei. Da wir nun eben keine Eintrittskarte hatten, konnten wir nur von außen das Betrachten, was wir sahen. Und das hat mich schon regelrecht zum Staunen gebracht. 

Dort siehst du den Grenzzaun, wie er auch gesichert ist, um ja keine Flucht zu ermöglichen. Außerdem einen Wachturm, den du wohl auch von Innen anschauen kannst. (Gerade da ärgere ich mich, dass wir keine Eintrittskarte hatten.) Teile der Berliner Mauer stehen dort, um dir einen Eindruck zu verschaffen, wie es wohl in dieser großen Stadt aussah. Aber auch die Grenzzäune im Wasser, oder auf freier Fläche unter dicken Gras, verschaffen dir eine Gänsehaut. 

Sich nun vorzustellen, wie diese Menschen hier gelebt haben, oder sogar auch versucht haben zu flüchten – kaum machbar. Wenn man nicht selbst in dieser Zeit gelebt hat, ist diese Vorstellung nur sehr schwer. Da man selbst nicht genau fühlen kann, wie diese Menschen Angst hatten, Verzweifelt waren, oder im Allgemeinen ihre Gedanken zu diesem ganzen Geschehen war. 

Nur Bruchteile davon, mit Zeitungsausschnitten, Berichten von Zeugen, etc. … findest du dann anschließend am Rundwanderweg. Dort stehen immer wieder vereinzelt ein paar Infotafeln zur damaligen Zeit, und ggf. auch zur Geschichte, die sich gerade an diesem Standort abgespielt haben. Ich weiß, als Wanderer mag man nur ungern kleine Zwischenpausen. Aber ich war selbst sehr überrascht gewesen, was ich dort alles zu lesen bekam. So nimm dir ruhig die Zeit, um weiter in die Geschichte einzutauchen.

Der Rundwanderweg um den Mechower See (Mecklenburg-Vorpommern)


Der Mechower See ist auch heute noch eine “kleine Grenze” zwischen 2 Bundesländer: Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Schlagsdorf befindet sich auf der Seite von Mecklenburg-Vorpommern, und ab dort beginnt auch der 9 Kilometer lange Rundwanderweg. Ein Rundwanderweg mit einer Geschichte, aber auch mit einer atemberaubenden Natur. 

Da der Mechower See unter Naturschutz steht, kannst du einen guten Einblick in die “Wildnis” bekommen. Dichte Bäume zäunen einen breiten, weichen Wanderweg. Verschiedene Arten von Pflanzen, sowie auch Tiere kannst du hier erblicken. Nur direkt zum See führt dieser Weg nicht, da man hier den Wohnraum der Tiere nicht zerstören möchte. 

Was mir außerdem auch sehr aufgefallen ist, als wir diesen Weg entlang gingen, war eine ganz bestimmte Stimmung mit einer gewissen Stille gewesen. Man hört keine Geräusche von Menschen verursacht. Nur den Wind in den Bäumen, das Summen der Insekten, das Rascheln im Laub… Ich glaube, anders kann man wohl der Natur nicht dichter kommen. 

Durch diese Stille sind wir selbst immer mehr zur Ruhe gekommen. Blieben häufiger stehen, um einfach zu lauschen, oder zu sehen, was sich um uns befindet. Man bekommt ein Gefühl, als ob man ganz woanders wäre. 

Der Rundwanderweg um den Mechower See (Schleswig-Holstein)


Nur leider endete dieser Weg auf einem Wanderparkplatz. Die Stille wurde von den vorbeifahrenden Autos unterbrochen. Aber nicht nur die Stille, sondern auch der Wanderweg. 

Etwas orientierungslos schauten wir uns um. Wussten aber nicht so recht, wo es mit dem Wanderweg weiter ging. Erst als ich auf Komoot nach geschaute habe und sah, dass der Weg einige paar Meter entfernt weiter ging, machten wir uns auf dem Weg.

Nur leider ist dieses Teilstück nicht für uns Wanderer und Spaziergänger ausgelegt. Der Weg ging direkt auf der vielbefahrenen Straße vorbei. Als normaler Fußgänger wäre dieses wohl nur ein kleines Problem gewesen. Da wir aber mit dem Rollator meiner Mutter unterwegs waren, war das Ausweichen der Autos auf dem Grünstreifen etwas kompliziert gewesen. 

Als wir uns dann schließlich auf dem ursprünglichen Wanderweg wieder befanden, ging es leider für meine Mutter nur erschwerlich weiter. Der etwas weit gebaute Wanderweg von vorher, war nun verschwunden. Es kleines Bändchen aus Sand zeigte uns, wo es nun weiterging. So halfen wir meiner Mutter immer wieder, diesen Weg auch entlang zu gehen, statt die Wanderung abzubrechen und umzudrehen. 

Auch die Landschaft hat sich hier sehr verändert. Säumte uns noch der Weg mit einer Art “fremder Wildnis”, hatten wir hier auf diesem Teilstück sehr viel freie Fläche. Auf der einen Seite liegt der Mechower See, und auf der anderen Seite eine große Weidefläche. Auch die Informationstafeln waren verschwunden. Und ich muss gestehen: Die Freude und die Lust, die ich vorher noch gespürt habe, ging immer mehr verloren. 

So suchten wir uns neue Sachen, die wir beobachten und bewundern konnten. Denn hier befanden sich noch recht viele aktive Schmetterlinge und Libellen, die immer wieder unseren Weg kreuzten. Aber auch 3 Falken, die über der Weidefläche ihre Kreise flogen, zogen unsere Aufmerksamkeit auf sich. 

Ein kleines Picknick in Mechow


Doch mal Hand aufs Herz: Was ist eine Wanderung ohne eine schöne Rast? Sich an einem schönen Ort niederlassen, die Natur genießen und dabei sich eine kleine Stärkung gönnen? 

Nur leider schien dieses Vorhaben etwas erschwerend für uns. Denn auf dem ganzen Weg fanden wir keine Bank zum Ausruhen. Und die Picknickdecke, die mein ständiger Begleiter im Auto ist, lag weiterhin im Kofferraum. Unsere Hoffnung, in der nächsten Gemeinde ein kleines Café oder einen Bäcker zu finden, stieg immer mehr an. 

Doch die Gemeinde Mechow streiften wir wirklich nur sehr kurz. Vorbei an einem Gut, ging es auch schon fast wieder zurück in die Natur. Die einzige Möglichkeit für eine Einkehrung war ein Hofladen. Nur leider hatte er gerade Mittagspause und somit geschlossen. 

Wir blickten um uns und fanden schließlich eine Bushaltestelle, wo wir uns niederließen. Mit leckeren, selbstgebackenen Pflaumenkuchen, sowie unseren Getränken, verweilten wir hier eine ganze Weile. 

Der Aussichtsturm und die Grenzlinie


Nach dieser kleinen Stärkung gingen wir den Rundwanderweg weiter. Liesen Mechow hinter uns, und begaben uns wieder in die Wildnis. Und was wir leider nicht vorher wussten: Dass wir nur ein paar Schritte, vor unserer kleinen Rast, weiter gehen mussten, um einen tollen Platz direkt am See zu haben.Eine Holzbank, mit einem Blick über den See, lud hier regelrecht zum Verweilen ein. 

Somit meine kleine Empfehlung für dich: Falls du ebenfalls diesen Wanderweg gehen solltest und auch in Schlagsdorf beginnst, gönne dir hier kurz nach Mechow eine kleine Auszeit. Genieße die Landschaft und tanke an diesem Ort neue Energie.

Ein klein wenig enttäuscht davon, gingen wir aber trotzdem unseren Weg weiter. Und nach ein paar weiteren Schritten, kamen wir auch an einem Aussichtsturm vorbei. So laufe nicht einfach dran vorbei, sondern besteige den Turm und verschaffe dir somit einen schönen Überblick über die Landschaft. Denn zu einem Teil kannst du auch recht gut auf den Mechower See schauen. Und wer weiß, welche Vögel dort auf der Sandbank sich ausruhen. 

Nach dieser tollen Aussicht war es dann nicht mehr weit, bis wir wieder in Schlagsdorf waren. Doch auf diesem Wegabschnitt kamen wir noch an einem weiteren Highlight dieser Runde vorbei. Denn solltest du beim Gehen mal den Blick nach unten richten, wird dir an einer bestimmten Stelle etwas ganz Besonderes auffallen. Kurz nach einer kleinen Überquerung eines Baches, ist im Boden die Grenzlinie sichtbar. Eine Metallplatte, die zwar unscheinbar wirkt, aber eine große Geschichte mit sich bringt. 

Und gerade dort wird es innerlich noch einmal deutlich, wo man selbst gerade entlang wandert. An einem Ort, der wohl Dank der Wiedervereinigung so nicht geben würde. Statt eine wilde Natur, würdest du hier Zäune und Grenztürme sehen. Ein Ort, der wohl weiterhin voller Angst, Traurigkeit, aber auch Hoffnung wäre. 

Mein persönliches Fazit dieser Wanderung


Auch wenn ein Teilabschnitt des Weges für den Rollator meiner Mutter etwas erschwerend war, gefiel sie uns trotz sehr. Die Natur brachte die Entschleunigung, die Stille die innere Ruhe. Mal hier, mal dort, erfreute sich das Wanderherz an der Pflanzen- und Tierwelt. Aber auch der geschichtliche Aspekt darf man hier nicht unterschätzen. 

Auch wenn wir persönlich keine schöne Rast mitten in der Natur hatten, oder sogar in einem Café, tat uns die kleine Pause in der Bushaltestelle recht gut. Sobald man diesen Rundwanderweg mit mehreren Leuten geht, kann man sich dabei recht gut austauschen, was man bisher schon alles von den Informationstafeln erfahren hat. Aber auch als Single-Wanderer, tut eine kleine Rast zum Sortieren der Gedanken recht gut. 

Meine persönlichen Highlights dieser Runde war unter anderem der Außenbereich des Grenzhus, sowie der Aussichtsturm und die Grenzlinie. Würde ich noch im Norden leben, hätte ich auf jeden Fall an einem anderen Tag noch das Museum aufgesucht. Aber wer weiß, vielleicht fahre ich dort nochmal hin, und lasse mir den Zauber der Natur noch einmal auf mich wirken.

Frühlingshafte Wanderung zum Supermarkt – Erzählung eines kleinen Abenteuers

Als ich kurz nach Ostern 2020 einen Podcast von “Frei raus” gehört habe, hatte ich regelrecht Lust auf ein kleines Outdoor-Abenteuer – direkt vor der eigenen Haustür. Einfach die Wanderschuhe anziehen, von Zuhause aus starten, und dabei das Auto einfach stehen lassen. Vielmehr benötigt man eigentlich nicht, um ein kleines Mikroabenteuer zu starten! 

Und falls du nun keine Wanderschuhe besitzt, so kannst du auch gute Turnschuhe verwenden, die für dich sehr bequem sind. Denn dieses Abenteuer, wovon ich dir heute berichte, besitzt schon einige Kilometer, die abzuwandern sind.

Die Idee fürs Abenteuer


Mein Gedanke war, einfach mal zu Fuß zum Einkaufen gehen. Denn eines musst du vorab wissen: Ich wohne auf einem kleinen Dorf, das gerade mal 1200 Einwohner hat. Neben einer Apotheke, einem Metzger und einer Bäckerei, die ein klein wenig wie ein “Tante-Emma-Laden” aufgebaut ist, besitzen wir hier keine weiteren Einkaufsmöglichkeiten. 

Die nächste Ortschaft, wo ich meine Lebensmittel besorge, liegt ca. 4 Kilometer von der eigenen Haustür entfernt. Meistens kaufe ich dort immer am Wochenende ein, so dass ich unter der Woche, auf dem Weg zur Arbeit, nur noch die frischen Zutaten besorgen muss. 

Nach Ostern hatte ich jedoch Urlaub gehabt, und der Gedanke “für diese paar Meter extra das Auto anzumachen” kam mir etwas unrealistisch vor. Meistens verbinde ich den Einkauf im Zusammenhang mit meinen Abenteuern, so dass ich erst auf dem Rückweg an einem Supermarkt vorbei fahre. 

Doch ein Abenteuer war an diesem Tag nicht wirklich geplant, da wir wegen der Corona-Krise auch nicht so weit weg fahren durften. So kam mir schließlich folgender Gedanke: Da ich nichts großartiges einkaufen wollte, was viel Platz benötigt, werde ich einfach mit meinem Wanderrucksack (der ein Volumen von 20L hat) einkaufen gehen.

Infos zur Wanderstrecke


Doch die typische Strecke, direkt an der Straße entlang, wollte ich nun nicht wandern. Auch wenn es dafür einen gut ausgebauten Rad- und Fußweg gibt. Doch der ganze Lärm von den Autos und LKWs, die auf der B8 an mir vorbei fahren würden, hätten dieses Abenteuer nicht wirklich zu einem Erlebnis gemacht, welches ich am Ende erlebt habe.

So entschied ich mich für einen kleinen Umweg, wo ich neben einer tollen Landschaft und herrlichen Blüten, eine Gesamtstrecke von 7 Kilometer erreicht habe. Und ja, dieses Abenteuer bezieht sich nur auf den Hinweg, da ich am Ende von meinem Freund abgeholt wurde. (Zu diesem Zeitpunkt hatte er gerade Feierabend und wäre so oder so an mir vorbei gefahren.)

Trotz allem habe ich diese Wanderung bei Komoot aufgezeichnet, so dass du sie ggf. auch gerne mal nachwandern kannst. Der Startpunkt ist ein kleiner Parkplatz bei uns in der Gemeinde, den du gerne benutzen kannst. Du kannst dann ab den Ende meiner Aufzeichnung selbst entscheiden, ob du diesen Weg wieder zurück gehen möchtest, oder den anderen Weg einschlägst, der dort ebenfalls als Radwanderweg gut ausgezeichnet ist. 

Meine gelaufene Strecke bei Komoot findet du natürlich *hier*.

Die Wanderung nach Iphofen


Aber kommen wir nun endlich zu meinem kleinen Abenteuer: Nämlich die Wanderung von Markt Einersheim nach Iphofen. 

Wie eben bereits erwähnt, wollte ich eben nicht an der Bundesstraße entlang laufen und entschied mich für die Natur. Der Radwanderweg führte mich am einheimischen Freibad, sowie an der Vogtsmühle vorbei, über die Weinberge, bis hin zu einer traumhaften Allee zu meinem Ziel. 

Der Startpunkt und die Strecke waren somit klar – so hieß es für mich: Ab ins Abenteuer! Und bei diesem Abenteuer wurde ich von der frühlingshaften Schönheit der Natur nicht enttäuscht. 

Bereits in Markt Einersheim wurde ich von grünen Wiesen und herrliche Blüten an den Bäumen und Sträuchern empfangen. Sobald ich diese kleine Gemeinde mit ein paar Schritten jedoch hinter mir gelassen habe, kam ich regelrecht zur inneren Ruhe und freute mich um so mehr auf die kommenden Kilometer. 

So ging es nach dem Freibad erstmal eine lange Strecke auf Kieswegen entlang. Durch die Trockenheit, die wir leider jetzt schon im Frühling haben, staubte der Weg regelrecht meine Schuhe zu. Und die vorbeifahrenden Radfahrer haben eine kleine Staubwolke aufgewirbelt. 

Sobald sich der Staub wieder senkte, erblickte ich eine große Wiese voller Löwenzahn, die direkt vor der Vogtsmühle blühte. In meinem Kopf kam sofort das Kleinkind wieder hoch und so stellte ich mir vor: Im Sommer auf dieser Wiese herumzuhüpfen und das Meer von Pusteblumen aufzuwirbeln. Ob nun durch Drehungen oder mit der eigenen Puste.

An der Vogtmühle selbst kann man auch gut eine Rast einlegen. 2 Bänke und ein ehemaliger Mühlstein, der als Tisch umfunktioniert wurde, laden einem regelrecht zur Entspannung ein. Doch nach ca. 3 Kilometer wollte ich noch keine Pause mache und so ging ich den Radwanderweg Richtung Willanzheim weiter entlang. 

Doch kurz vor der Domherrenmühle bog ich rechts ab, da schließlich der Weg nach Iphofen hier ausgeschildert war. Als ich mir diesen Weg anschaute, kam ich doch etwas ins Grübeln: “Höhenmeter” wollte ich nun eigentlich nicht laufen, da ich meine Wanderstöcke, die zur Entlastung meiner Knien gedacht sind, nicht dabei hatte. Aber umkehren kam nun auch nicht in Frage und so ging ich an den Weinbergen entlang. (Und ja, für mein Empfinden war es doch ein recht steiler Anstieg, den ich sofort im Knie merkte).

Doch wie heißt es so schön? Jeder Anstieg wird mit einer tollen Aussicht belohnt. Entweder schaut man zurück und sieht das Tal bis hin zum Bullenberg, oder man schaut vorwärts und sieht Iphofen, sowie den Schwanberg. Egal wie ich mich drehte, der Blick war zu jeder Richtung einfach einzigartig gewesen. Und eine Bank für eine kleine Verschnaufpause, gab es ein paar Meter weiter auch – welche ich jedoch nicht benutzte.

Nach einem Anstieg kommt bekanntlich auch der Abstieg. Und so führte mich der Weg entlang an Feldern zurück in die Ebene, bis hin zu einer Allee, die mit viele Obstbäumen gesäumt ist. Aber vorsicht, dieser Weg ist kein reiner Rad- und Fußgängerweg – mit vereinzelten Autos ist hier zu rechnen. Doch daran störte ich mich weniger, da mein Blick einzig und allein den Blüten an den Bäumen galt. So kam es auch vor, dass ich mich auf einer kleinen Bank mich niederließ und den Blick zum Schwanberg genoss.

Doch allzu lange blieb ich dort auch nicht, da noch einige Meter vor mir lagen. So atmete ich nochmal tief ein und ging in dieser Allee staunend weiter. Kurz vor Iphofen fing ich jedoch das Schmunzeln an, als ich etwas genauer in einem Baum schaute. Dort befand sich ein Herzanhänger aus Holz, und die weiße Farbe rundete den Gesamtblick nochmal gut ab.

In Iphofen angekommen, führte mich mein Weg zunächst zum Bahnhof, wo es eine Unterführung von der B8 gab. Die Einkaufsläden lagen schon in sichtbarer Nähe. Doch irgendwie hatte ich selbst das Gefühl, dass hier noch nicht das Ende meines Abenteuers ist. So ging ich einfach an den Geschäften vorbei Richtung Stadtgraben.

Denn eines kann ich dir nur empfehlen, falls du mal einen Besuch in Iphofen planen möchtest: Gehe auf jeden Fall um den Stadtgraben herum. Neben 3 alten, historischen Toren gibt es noch die komplett erhaltene Stadtmauer. Und der Weg ist immer wieder mit Obstbäumen umsäumt, was einen Spaziergang zu jeder Jahreszeit sehenswert macht. 

Doch den ganzen Stadtgraben konnte ich dann doch nicht laufen, da mein Freund mich schon “recht früh” abgefangen hat. Bis zu dieser Zeit war mir gar nicht bewusst gewesen, wie lange ich bereits schon unterwegs war. Mehrere Stunden habe ich somit in der frühlingshaften Natur verbracht und hier und dort deren Schönheit bewundert.

Was ich dir mit diesem Bericht vermitteln möchte


Es benötigt nicht viel, um ein eigenes kleines Abenteuer zu erleben. Ein Beispiel dafür ist ein langer, gemütlicher Spaziergang direkt vor der eigenen Haustür. Schau dich mal in deiner Gegend genauer um. Kennst du wirklich schon jeden Weg? Und falls ja, so laufe doch einfach mal an den Radwanderwegen entlang und lass dich überraschen, wo sie dich hinführen.

Die Welt einfach mal aus einem anderen Blickwinkel sehen. Sich selbst ruhig mal dabei etwas drehen und verbiegen, dafür aber die Schönheit der Natur zu genießen. Es kostet nichts und eines kann ich dir auch sagen: Du tust deinem Körper, sowie deiner Seele etwas gutes.

So berichte mir doch: Hast du dir so einen ähnlichen Spaziergang schon ins Auge gefasst? Oder hast du bereits schon so ein Abenteuer erlebt? Schreibe es mir einfach in die Kommentaren. Ich bin gespannt, was du so erleben wirst, oder bereits erlebt hast.

Bleibe gesund und immer stets neugierig. 
Deine Weltenspatz Shelly