Virtuelles Wanderevent: “Wir, Am Weg”- Community Trail 👣 Winter Edition 2022

Bereits im letzten Sommer gab es den ersten “Wir, Am Weg” – Community Trail. Diese virtuelle Wanderveranstaltung wurde vom lieben Wander-YouTuber Peter von Ich, Am Weg ins Leben gerufen. Leider konnte ich zur damaligen Zeit nicht dran teilnehmen, da ich mir kurz vorher eine Mittelfuß-Entzündung eingefangen habe. 

Da es ihm eine große Freude bereitete, gemeinsam mit seiner Community an einem bestimmten Wochenende wandern zu gehen, schickte er uns nun auch im Winter wieder los. Dieses mal gab es bei mir keine körperlichen Beschwerden, so dass ich an diesem Event auch dran teilnehmen konnte. Somit hieß es: Bei eisiger Kälte ein paar Kilometer wandern, und dabei zu wissen: Ich bin nicht alleine unterwegs. 

Inhaltsverzeichnis

🔸 Was genau ist der Community Trail?
🔸 Doch wie bin ich auf Peter, sowie auf dem Community Trail aufmerksam geworden?
🔸 Meine kleine Vorbereitung und Planung der Strecke
🔸 Die ersten Kilometer auf der “TraumRunde Markt Einersheim”
🔸 Weiter entlang der Strecke “TraumRunde Iphofen”
🔸 Kleine Kaffeepause im Wald
🔸 Eine Abkürzung auf der “TraumRunde Iphofen”
🔸 Erneutes Treffen der “TraumRunde Markt Einersheim”
🔸 Bei leichten Sonnenuntergang auf den letzten Kilometern
🔸 Mein kleines, persönliches Fazit

Was genau ist der Community Trail?

Wie bereits schon erwähnt, wurde dieses virtuelle Wanderwochenende von dem YouTuber Peter (Ich, Am Weg) veranstaltet. Die Idee dahinter ist es, gemeinsam mit seiner Community aus Deutschland und Österreich an einem bestimmten Wochenende wandern zu gehen. 

Die Strecke und die Anzahl der Kilometer spielen dabei keine Rolle, hauptsache man hat seinen Spaß draußen in der Natur. Natürlich gibt es auch in seiner Community Wanderer*innen, die diese Veranstaltung als eine Art Training für einen Gewaltmarsch ansehen. So kann es auch gerne mal passieren, das manche Leute über 50 Kilometer wandern. Doch ich habe für mich beschlossen, es eher als eine Art “Auftakt in die Wandersaison” zu betrachten, und es somit etwas gemütlicher angehen lasse. 

Doch wie bin ich auf Peter, sowie auf dem Community Trail aufmerksam geworden?

Bereits vor einem Jahr hat der Peter meinen YouTube-Kanal bei sich in der Community vorgestellt. Mich persönlich freute es sehr, diese Ehre zu haben, auch als kleiner YouTuber sichtbar zu werden. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich nämlich gerade mal 30 Abonnenten. 

Durch diese Kanal-Vorstellung habe ich nicht nur ein paar weitere Abonnenten bekommen, sondern auch eine herzliche Einladung zu seiner Community. Und diese Einladung bereue ich bis heute nicht. Dort sind so viele liebe Herzensmenschen, die auch immer ein Ohr für den Anderen haben. Mit den gemeinsamen Hobbys des Wanderns und des Filmens, kann ich mir so immer wieder einige Tipps und Ratschläge holen – aber auch tolle Inspirationen für Wanderwege. 

Dadurch, dass ich seit einem Jahr in seiner Community unterwegs bin, ist es ja auch kein Wunder, dass ich von dieser virtuellen Veranstaltung erfahren habe. Denn jeden Sonntag stellt er weitere YouTube-Kanäle vor, und machte so natürlich auch Werbung für seinen Community Trail. 

Meine kleine Vorbereitung und Planung der Strecke

Am Anfang wusste ich noch nicht genau, ob ich überhaupt daran teilnehmen werde. Am Anfang des Jahres war ich noch in einer psychosomatischen Klinik gewesen, wo ich nicht genau wusste, wie lang ich dort überhaupt bleibe. Und nach dem Klinikaufenthalt wusste ich erst recht nicht, wie es überhaupt mit mir weitergeht. 

Somit kam es, dass ich ganz spontan noch 2 Tage vor der Veranstaltung mich angemeldet habe. Ein Training für eine weite Strecke zu wandern, hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht gehabt. Meine bisherigen Touren im Jahr 2022 liefen eher in den Bereich von 8-13 Kilometern. Doch mein Gedanke war positiv eingestellt: Jeder Meter zählt! 

Als erstes überlegte ich mir, auf einer schönen flachen Ebene am Main entlang zu wandern. Doch durch die sehr hohen Spritpreise entschied ich mich eher für ein Abenteuer direkt vor der Haustür. Mein Vorteil dabei ist, dass hier direkt der Wanderweg “TraumRunde Markt Einersheim” entlang führt. Doch dieser Weg hat nur eine Länge von 10 Kilometer, und dieses erschien mir doch ein wenig zu kurz zu sein. 

Da sich die Traumrunden Markt Einersheim und Iphofen oben bei der Burgruine Speckfeld sich treffen, kam mir einfach die verrückte Idee, beide Wanderwege auf einmal zu laufen. Ein Vorhaben, welches mir schon seit Jahren im Kopf herum spukt, aber ich nie den Mut gefunden habe, dieses auch umzusetzen.

Somit stand nun meine Wanderstrecke auch fest. Also hieß es am 5. März 2022 ab in die Wanderschuhe, und rein ins Wander-Abenteuer. 

Die ersten Kilometer auf der “TraumRunde Markt Einersheim”

Wie gesagt, befindet sich die “TraumRunde Markt Einersheim” direkt vor meiner Haustür. So ging ich als erstes durch unsere kleine Gemeinde, wo ich in kurzer Zeit darauf auch schon meinen ersten “Anstieg” auf einen Weinberg hatte. 

So kam ich auch zum ersten Highlight dieser Tour, das “Terrior f – Markt Einersheim” und das Wengertshäusla. Für mich persönlich gehört dieser Platz zu meinen Lieblingsorten, wo ich mich sehr aufhalte. 

Noch einmal den herrlichen Blick in die Weite genießen, bevor es für mich einige Meter in und an den Weinbergen entlang ging. Mit der ersten Frühlingswärme der Sonne in meinem Gesicht fiel es mir auch nicht so schwer, die Weinlage Vogelsang mit seinem Anstieg zu bestreiten. Jedoch war ich sehr dankbar, dass bereits nach 5 Kilometer die erste Sitzbank auftauchte, um dort eine kleine Rast einzulegen. 

Doch die recht frischen Temperaturen ließen mich nicht zu lange verweilen, so dass ich den nächsten Anstieg in Kauf nahm: Für mich hieß es nun, hoch auf den Schloßbergsattel, um bei der Burgruine Speckfeld vorbei zu kommen. 

Ein bisschen außer Atem kam ich schließlich oben an, schaute dort wieder in die Ferne und stöberte etwas durch das Ruinengelände. Denn hier auf dem Gelände gibt es gerade im Frühling eine kleine Besonderheit: Die Burgruine steht mitten in einem Feld von Bärlauch. Doch zu diesem Zeitpunkt gab es leider nur kleine Sprösslinge, die ich lieber stehen ließ, um in den nächsten Wochen gepflückt zu werden.  

Somit ging es für mich wieder runter vom Schloßbergsattel, bis ich schließlich auf die Weggabelung der beiden TraumRunden gestoßen bin. Wie bereits erwähnt, wollte ich von hier aus nun die “TraumRunde Iphofen” weiter entlang gehen.  

Weiter entlang der Strecke “TraumRunde Iphofen”

Mir ist aufgefallen, dass es doch schon fast 4 Jahre her ist, dass ich die “TraumRunde Iphofen” bereits gelaufen bin. Und das zu einer Zeit, wo ich noch nicht gebloggt habe, und dich somit noch nicht auf meine Abenteuer mitnehmen konnte. Aber trotzdem wusste ich schon, wo sie ungefähr entlang geht, und was ich hier alles so sehen werde. 

Nach der Weggabelung ging ich das kleine Teilstück im Wald entlang, welches zu den bisherigen Wetterverhältnisse schon ein reines Abenteuer war. Matschige und rutschige Wege, wie so mancher umgestürzter Baum lagen vor mir. Doch ich muss gestehen, es machte mir richtig viel Freude, diese Hindernisse zu Umrunden. Wäre es mir jedoch zu viel gewesen, hätte ich auch auf dem breiten Weg neben dem Wald ausweichen können. 

Nach dem Spaß auf dem Trail ging es nun entlang der Felder. Erst hier merkte ich, wo ich nicht von Bäumen geschützt bin, wie kräftig und eisig der Wind weht. Irgendwie kroch die Kälte auch durch meine Klamotten, so dass ich leicht das Frösteln angefangen habe. Mit schnellen Schritten erreichte ich die kleine Gemeinde Birklingen, die ich jedoch nur streifte, bevor es für mich wieder zurück in den windgeschützten Wald ging. 

Kleine Kaffeepause im Wald

Langsam knurrte mir bei jedem Schritt der Magen, und auch die Kälte wollte mich einfach nicht in Ruhe lassen. Als ich hoch in den Himmel schaute, sah ich, dass die Sonne mit ihrer ersten frühlingshaften Wärme verschwunden war, und dafür sich eine große, graue Wolkenwand gebildet hat. 

Also entschied ich mich, bei der nächsten Sitzgelegenheit wieder eine kleine Rast zu machen, meinen Gaskocher aufzubauen, und mit einem Kaffee mich zu wärmen. Die Vorfreude darauf ließ mein Magen nur kräftiger Knurren, und meine Schritte somit schneller. 

Doch so richtig konnte ich meinen Kaffee auch nicht genießen. Die Umgebung, mitten im Wald zu sein, war zwar herrlich, doch die Kälte machte mir eher zu schaffen. Mit der Hoffnung, dass der Kaffee mich wärmen würde, kühlte ich beim Sitzen mehr aus, als es mir lieb war. 

So entschloß ich, nach dem ich den Kaffee aufgebrüht habe, mit der Tasse in der Hand weiterzugehen. Und auf einmal war ein kleines, verrücktes Lächeln im Gesicht da. Ich malte mir aus, was wohl andere Wanderer denken würden, wie sie mich mit einer Kaffeetasse in der Hand durch den Mittelwald laufen sehen. Leider habe ich niemanden auf diesem Wegabschnitt getroffen, so dass meine leere Tasse schließlich wieder in den Rucksack wanderte. 

Eine Abkürzung auf der “TraumRunde Iphofen”

Am Mittelwald-Informationszentrum angekommen, sah ich durch die recht kahle Natur um mich herum das kleine Käppele. Ich muss gestehen, ich wusste schon vorher, dass sich hier ein Käppele befindet, jedoch war ich noch nie dort gewesen, um es mir anzuschauen. 

So überquerte ich die Straße und stieß direkt auf eine Weggabelung, die mir an zeigte, dass es 2 verschiedene Varianten von der “TraumRunde Iphofen” gab. Da ich mir gerne das Käppele anschauen wollte, und ich persönlich es auch liebe neue Wege zu zu entdecken, entschied ich mich für die Variante, die ich noch nicht kannte. 

Mit einem kleinen Blick ins Käppele, wo mich eine recht angenehme Wärme empfand, ging es für mich auf matschigen Waldwegen weiter. Entlang des “Waldlehrpfad Mittelwaldweg”, wo rechts und links am Wegesrand Informationstafeln stehen, bis ich schließlich vor einer weiteren Weggabelung stand. Hier trennen sich die Wege des “Mittelwaldweg” und die “TraumRunde Iphofen”. 

Nach einem kurzen Teilabschnitt im Wald stieß ich auf eine Kreuzung, die mir sehr bekannt vor kam. Denn ab hier geht die Hauptrunde von der “TraumRunde Iphofen” entlang. Habe ich somit gerade diese Strecke abgekürzt? Für die Kilometer, die ich für den Community Trail sammeln wollte, war das nicht gerade zum Vorteil gewesen. Doch ich persönlich war da sehr dankbar, dass mir so ein erneuter Aufstieg in dieses Waldgebiet erspart blieb. 

Erneutes Treffen der “TraumRunde Markt Einersheim”

Mit ein paar weiteren Schritten kam ich auch wieder an der Weinlage Vogelsang an. Eine Strecke, die ich bereits schon vor paar Stunden gegangen bin. Doch ohne die Sonne am Himmel, war es dieses Mal eher etwas ungemütlich gewesen. 

Dank der Kälte ließ ich nun die Bank hinter mir, wo ich als erstes eine kleine Rast eingelegt habe, und ging sofort hoch zur Burgruine Speckfeld. Auch beim zweiten Anlauf der Steigung kam ich erschöpft und außer Atem oben an. Dort schaute mich zwar ein Mountainbike-Fahrer fragend an, aber ich muss gestehen, dass ich nicht mal die Kraft hatte, ihn eine Antwort auf meine recht schwache Erscheinung geben zu können: Dass ich bereits jetzt schon 15 Kilometer gewandert bin, für mich nun diese Strecke meine Längste im Jahr 2022 ist, und ich seit Monaten kein richtiges Wandertraining hatte, ganz besonders, was Steigungen angeht. 

Aber rum jammern wollte ich nun auch nicht. Somit lächelte ich ihn an und ging tapfer meinen Weg voran. Denn zum Glück kommt nach einem Aufstieg auch ein Abstieg, wo ich nochmal genügend Kraft für die letzten Kilometer sammeln konnte.

Bei leichten Sonnenuntergang auf den letzten Kilometern

So ging ich nun an der Weggabelung die “TraumRunde Markt Einersheim” entlang. Vorbei an Felder, durch einen Waldgebiet, bis ich schließlich zur Weinlage Mönchshütte kam. Erst hier merkte ich, wie lange ich bereits schon unterwegs war. Denn die letzten Sonnenstrahlen bahnten sich unterhalb der dicken Wolkenschicht ihren Weg, und strahlten so in einem leichten Orangeton mein Zielort an. 

Doch ich muss gestehen, dass die letzten Kilometer für mich persönlich eine reine Qual waren. Meine Beine waren schwer und meine Füße tat weh. Mein Körper war einfach nicht mehr gewöhnt, eine so weite Strecke zu wandern. So dachte ich mir manchmal, als ich vom Weinberg hinunter Richtung Possenheim ging, ob ich nicht einfach abkürzen sollte. So wäre ich schneller in der warmen Wohnung und könnte auf dem Sofa meine Beine ausstrecken. 

Aber wäre ich dann nicht enttäuscht von mir, dass ich dieses Projekt kurz vorm Ende abbrechen würde? Schließlich lagen nur noch 2-3 Kilometer vor mir, und die wären jetzt nur noch ein Kinderspiel gewesen, gegenüber die Strecke, die ich bereits lief. Also Zähne zusammen beißen und weiter der “TraumRunde Markt Einersheim” folgen. 

Doch mit dem Gedanken des Abbruchs musste ich noch lange kämpfen. Allein schon der eisige Wind entlang der Felder machte es mir nicht so einfach. Doch ich blieb stark. Durchgefroren, mit schmerzenden Füßen und Beinen, aber überglücklich und mit einem Lächeln im Gesicht kam ich Zuhause wieder an. Ich habe es geschafft. Beide TraumRunden, auch wenn ich bei der Iphöfener eine Abkürzung genommen habe, bin ich am Stück entlang gewandert. 

Mein kleines, persönliches Fazit

20 Kilometer liegen somit hinter mir. Eine Strecke, die mir große Freude machte, mich ab und zu dank der Wetterverhältnisse verzweifeln ließ, und mir am Ende nochmal zeigte, dass ich stärker bin, als ich dachte.  

Auch wenn ich von der Community an diesem Wochenende die kürzeste Strecke lief, denn am Sonntag hatte ich einfach keine Kraft mehr, aus dem Bett zu kommen, hat es mir richtig viel Spaß gemacht. Selbst unser lieber Peter war richtig glücklich über jede einzelne Leistung von uns, so dass er jetzt bereits den nächsten Community Trail im September plant. Ob ich dann wieder dabei sein werde, kann ich noch nicht versprechen – aber ich werde es versuchen! 

Für mich selbst habe ich von dieser Runde erfahren, dass ich auf jeden Fall mein Training für die Gewaltmarsch-Veranstaltungen wieder aufnehmen muss. Seit ca. 4 Monaten war ich doch eher etwas faul gewesen, und blieb eher Zuhause, als raus in die Natur zu gehen. Ein kleiner Traum ist es von mir, den Mammutmarsch in Nürnberg mit 50 Kilometer zu laufen. Bis dahin habe ich noch etwas Zeit, aber das Training werde ich definitiv jetzt schon wieder aufnehmen. 


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