Cache-Empfehlung: Kleiner Stadtrundgang in Aub

Sehr oft sage ich, dass Geocaching viel mehr sein kann, als nur eine Dose hinter einem Baum im Wald.
Mit diesem tollen Hobby kam ich schon an manch tollen Ort vorbei, welchen ich so wohl nie gesehen und besucht hätte. So wie zum Beispiel auch die kleine unterfränkische Gemeinde Aub, welche ich mit Hilfe eines Multi-Caches mir etwas genauer angeschaut habe. 

Inhaltsverzeichnis

🔸 Allgemeiner Hinweis von Spoiler-Bilder und/oder Informationen
🔸 Wo befindet sich die kleine Gemeinde Aub
🔸 Ein paar Informationen zu dem Geocache (GC8ZF5B)
🔸 Mein kleiner Stadtrundgang durch Aub
🔸 Mit einer fränkischen Schokobanane zur Final-Dose

Allgemeiner Hinweis von Spoiler-Bilder und/oder Informationen

Als Outdoor-Bloggerin gehe ich gerne raus in die Natur – immer wieder auf der Suche nach einem neuen Abenteuer. Um meine erlebten Eindrücke so gut wie möglich festzuhalten, um später im Anschluß von ihnen zu berichten, entstehen für den einen und anderen Leser einige Spoiler, wovon diese nun nicht sehr erfreut sind. Sei es mit einem Highlight auf einer Wanderung, oder wie in diesem Beitrag, mit dem Geocache in meiner Hand

Falls du mit diesen Spoilern Probleme hast, bitte ich dich, diesen Beitrag zu verlassen. Wenn du jedoch keine Probleme damit hast, wünsche ich dir viel Spaß beim Lesen meines Geocaching-Abenteuers. 

Wo befindet sich die kleine Gemeinde Aub

Noch im Winter 2021/22 sollte ein kleines Abenteuer her, welches nicht so viel Zeit in Anspruch nahm. Aufgrund der recht kurzen und hellen Tageszeit, wollte ich ungern bei der früh beginnenden Dämmerung noch im Wald unterwegs sein.

Mit einem kurzen Blick auf die Geocaching-Karte stand auch schnell mein Ziel fest: Es sollte in die kleine unterfränkischen Gemeinde Aub gehen. Etwas überrascht darüber, dass sie sich noch im Würzburger Landkreis befindet, jedoch aber auch an der Landesgrenze zu Baden-Württemberg, startete ich dieses kleine Abenteuer.

Egal ob als Geocacher, Wanderer, oder Städtetouristen: Die kleine Stadt Aub lohnt sich auf jeden Fall. Sie liegt direkt an dem Tauber-Zufluß Gollach, wodurch so manche Stellen in und um die Gemeinde herum zu einem kleinen Naturschauspiel einlädt. Aber auch die teilweise recht gut erhaltene Stadtmauer lädt zum Träumen ein. Mit der Spitalkirche kann man auf eine Erkundungstour gehen, oder man macht es sich auf dem Marktplatz mit der Mariensäule gemütlich, und genießt die alten Fachwerkhäuser, sowie das Rathaus um einem herum. 

Ein paar Informationen zu dem Geocache (GC8ZF5B)

Eckdaten des Geocaches:
Art des Caches: Multi-Caches
Für wen geeignet: Basis- und Premium-Mitglieder
Schwierigkeit: 1,5 von 5 Sternen
Gelände: 2 von 5 Sternen
Größe: Klein

Bei diesem Geocache handelt es sich um ein Multi-Cache mit 4 Stationen und einem Final. Der Owner war dabei noch so lieb und hat 2 Referenzpunkte angegeben, um so noch ein paar weitere schöne Ecken von Aub zu zeigen. 

Die einzelnen Stationen waren alle sehr gut und einfach zu finden. Mit etwas Glück und einem guten Griff, steht man relativ schnell im Logbuch drin. Sogar die kleineren Geocacher unter uns kommen hier nicht zu kurz: Sei es mit einem schönen Tauschgegenstand im Cache, oder beim anschließenden Austoben auf dem Spielplatz. 

Bei diesem Geocache handelt es sich um ein Multi-Cache mit 4 Stationen und einem Final. Der Owner war dabei noch so lieb und hat 2 Referenzpunkte angegeben, um so noch ein paar weitere schöne Ecken von Aub zu zeigen. 

Die einzelnen Stationen waren alle sehr gut und einfach zu finden. Mit etwas Glück und einem guten Griff, steht man relativ schnell im Logbuch drin. Sogar die kleineren Geocacher unter uns kommen hier nicht zu kurz: Sei es mit einem schönen Tauschgegenstand im Cache, oder beim anschließenden Austoben auf dem Spielplatz. 

Ich selbst würde sagen: Hier in Aub hat “Jung und Alt” seinen Spaß 😉

Und falls die Multi-Cache-Runde zu schnell vorbei sein sollte, und das nach Hause fahren noch nicht in den Sinn kommt, kann gerne sein Glück mit den Tradi-Caches rund um Aub probieren. 

Die einzelnen GC-Codes findet ihr in der entsprechenden Lesezeichenliste “Geocaching in und um Aub – ich wünsche euch viel Spaß beim Suchen 😉

Mein kleiner Stadtrundgang durch Aub

Zum Zeitpunkt meines kleinen Abenteuers befand ich mich noch in der psychosomatischen Klinik in Uffenheim, wodurch die Anfahrt nach Aub nicht all so weit war. Bereits nach einer halben Stunde konnte ich mein Auto abstellen und auf Entdeckungstour gehen. 

Als erstes ging ich in die kleine Stadt hinein, genauer gesagt zum Marktplatz, wo sich auch die erste Station befindet. Trotz des Winters taten die ersten Sonnenstrahlen an diesem Tag so richtig gut. Ein kleines Gefühl von Frühling kam in mir hoch, als ich die Sonne am Brunnen genoss. “Ach wie schön wäre es nun, hier in der Sonne ein Eis zu essen…” 

Wie gut, dass ich auf dem Weg zum jüdischen Friedhof an einer Bäckerei vorbei kam. Schnell stand die Idee fest, dass ich hier später bei einem heißen Kaffee die Finalkoordinaten berechnen werde. Doch vorher musste ich nun von Station zu Station gehen.

Doch leider verschwand die Sonne immer mehr hinter den grauen Wolken, und die recht kalten Wintertemperaturen ließen mich etwas frösteln. “Nur nicht in Eile geraten, genieße diese kleine Stadt, auch bei dieser Kälte…” sagte ich zu mir selber. Diese Motivation half mir sehr gut, um dieses kleine Abenteuer nicht frühzeitig abzubrechen.

Trotz der Kälte konnte ich die kleine Stadt Aub sehr genießen. Manchmal hat es auch seinen Vorteil, wenn man im Winter auf Entdeckungstour geht: So manche Sehenswürdigkeiten kann man so in Ruhe sich anschauen – wie zum Beispiel die Spitalkirche mit ihrem Wegstein des Jakobswegs.

Mit einem kurzen Abstecher runter zur Gollach, folgte ich einem kleinen Trampelweg. Links von mir der kleine Fluß, und auf meiner rechten Seite die kleinen Gartenanlagen, welche sich direkt an der Stadtmauer befinden. Der Owner des Geocaches hat mit einem Referenzpunkt angegeben, dass es sich hierbei um “Klein Venedig von Aub” handelt.

Mit einer fränkischen Schokobanane zur Final-Dose

Doch so langsam kroch die winterliche Kälte immer mehr unter meinen Klamotten. Die Sonne wollte wohl an diesem Tag auch nicht mehr hervorkommen. Zum Glück hatte ich nun alle Stationen hinter mir, so dass ich meine Idee von vorhin auch umsetzen konnte: Schnell ging es in die warme Bäckerei

Von einem Mitpatienten aus der Klinik habe ich von den “fränkischen Schokobanenen” erfahren, welche ich selbst leider noch gar nicht kannte. Als ich diese Köstlichkeit dann auch in der Theke entdeckte, wusste ich, wie ich mich nun aufwärmen konnte.

Mit einem großen Kaffee, einer Schokobanane, sowie für mich den ersten Mohnkuchen im neuen Jahr, rechnete ich die Finalkoordinaten aus. Etwas Angst hatte ich dabei schon, da ich vorher immer etwas Pech mit den Berechnungen der Multi-Caches hatte. Jedoch sollte ich nicht immer nur negativ denken, sondern auch an diese gewissen Glücksmomente glauben.

Mit der kleinen Stärkung ging es zum errechneten Ort. Der Glaube an die Glücksmomente sorgte jedoch nicht gleich an einen freudigen Augenblick, da ich mich direkt vor einer Baustelle befand. “Habe ich mich nun doch wieder verrechnet? Habe ich irgendwie etwas übersehen?”

Und ja, das habe ich wirklich. Die berechneten Koordinaten stimmten, doch durch einen Bauwagen war der kleine Zugangsweg zum Cache versteckt gewesen. Erst als dieser wegfuhr, wusste ich auch, was der Owner mit seinem Hinweis meinte. Für mich hieß es nun: Schnell zum Cache, bevor das Fahrzeug wieder kam. 

Mit einem Lächeln im Gesicht, dass ich “meinen kleinen Fluch” der nicht gefundenen Multi-Caches hinter mir gelassen habe, ging ich so noch auf weitere Dosenjagd. Denn mit diesem Fund kam mein Geocaching-Fieber wieder zurück. Bereits an diesem Tag freute ich mich schon auf meine zukünftigen Geocaching-Abenteuer.

Virtuelles Wanderevent: “Wir, Am Weg”- Community Trail 👣 Winter Edition 2022

Bereits im letzten Sommer gab es den ersten “Wir, Am Weg” – Community Trail. Diese virtuelle Wanderveranstaltung wurde vom lieben Wander-YouTuber Peter von Ich, Am Weg ins Leben gerufen. Leider konnte ich zur damaligen Zeit nicht dran teilnehmen, da ich mir kurz vorher eine Mittelfuß-Entzündung eingefangen habe. 

Da es ihm eine große Freude bereitete, gemeinsam mit seiner Community an einem bestimmten Wochenende wandern zu gehen, schickte er uns nun auch im Winter wieder los. Dieses mal gab es bei mir keine körperlichen Beschwerden, so dass ich an diesem Event auch dran teilnehmen konnte. Somit hieß es: Bei eisiger Kälte ein paar Kilometer wandern, und dabei zu wissen: Ich bin nicht alleine unterwegs. 

Inhaltsverzeichnis

🔸 Was genau ist der Community Trail?
🔸 Doch wie bin ich auf Peter, sowie auf dem Community Trail aufmerksam geworden?
🔸 Meine kleine Vorbereitung und Planung der Strecke
🔸 Die ersten Kilometer auf der “TraumRunde Markt Einersheim”
🔸 Weiter entlang der Strecke “TraumRunde Iphofen”
🔸 Kleine Kaffeepause im Wald
🔸 Eine Abkürzung auf der “TraumRunde Iphofen”
🔸 Erneutes Treffen der “TraumRunde Markt Einersheim”
🔸 Bei leichten Sonnenuntergang auf den letzten Kilometern
🔸 Mein kleines, persönliches Fazit

Was genau ist der Community Trail?

Wie bereits schon erwähnt, wurde dieses virtuelle Wanderwochenende von dem YouTuber Peter (Ich, Am Weg) veranstaltet. Die Idee dahinter ist es, gemeinsam mit seiner Community aus Deutschland und Österreich an einem bestimmten Wochenende wandern zu gehen. 

Die Strecke und die Anzahl der Kilometer spielen dabei keine Rolle, hauptsache man hat seinen Spaß draußen in der Natur. Natürlich gibt es auch in seiner Community Wanderer*innen, die diese Veranstaltung als eine Art Training für einen Gewaltmarsch ansehen. So kann es auch gerne mal passieren, das manche Leute über 50 Kilometer wandern. Doch ich habe für mich beschlossen, es eher als eine Art “Auftakt in die Wandersaison” zu betrachten, und es somit etwas gemütlicher angehen lasse. 

Doch wie bin ich auf Peter, sowie auf dem Community Trail aufmerksam geworden?

Bereits vor einem Jahr hat der Peter meinen YouTube-Kanal bei sich in der Community vorgestellt. Mich persönlich freute es sehr, diese Ehre zu haben, auch als kleiner YouTuber sichtbar zu werden. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich nämlich gerade mal 30 Abonnenten. 

Durch diese Kanal-Vorstellung habe ich nicht nur ein paar weitere Abonnenten bekommen, sondern auch eine herzliche Einladung zu seiner Community. Und diese Einladung bereue ich bis heute nicht. Dort sind so viele liebe Herzensmenschen, die auch immer ein Ohr für den Anderen haben. Mit den gemeinsamen Hobbys des Wanderns und des Filmens, kann ich mir so immer wieder einige Tipps und Ratschläge holen – aber auch tolle Inspirationen für Wanderwege. 

Dadurch, dass ich seit einem Jahr in seiner Community unterwegs bin, ist es ja auch kein Wunder, dass ich von dieser virtuellen Veranstaltung erfahren habe. Denn jeden Sonntag stellt er weitere YouTube-Kanäle vor, und machte so natürlich auch Werbung für seinen Community Trail. 

Meine kleine Vorbereitung und Planung der Strecke

Am Anfang wusste ich noch nicht genau, ob ich überhaupt daran teilnehmen werde. Am Anfang des Jahres war ich noch in einer psychosomatischen Klinik gewesen, wo ich nicht genau wusste, wie lang ich dort überhaupt bleibe. Und nach dem Klinikaufenthalt wusste ich erst recht nicht, wie es überhaupt mit mir weitergeht. 

Somit kam es, dass ich ganz spontan noch 2 Tage vor der Veranstaltung mich angemeldet habe. Ein Training für eine weite Strecke zu wandern, hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht gehabt. Meine bisherigen Touren im Jahr 2022 liefen eher in den Bereich von 8-13 Kilometern. Doch mein Gedanke war positiv eingestellt: Jeder Meter zählt! 

Als erstes überlegte ich mir, auf einer schönen flachen Ebene am Main entlang zu wandern. Doch durch die sehr hohen Spritpreise entschied ich mich eher für ein Abenteuer direkt vor der Haustür. Mein Vorteil dabei ist, dass hier direkt der Wanderweg “TraumRunde Markt Einersheim” entlang führt. Doch dieser Weg hat nur eine Länge von 10 Kilometer, und dieses erschien mir doch ein wenig zu kurz zu sein. 

Da sich die Traumrunden Markt Einersheim und Iphofen oben bei der Burgruine Speckfeld sich treffen, kam mir einfach die verrückte Idee, beide Wanderwege auf einmal zu laufen. Ein Vorhaben, welches mir schon seit Jahren im Kopf herum spukt, aber ich nie den Mut gefunden habe, dieses auch umzusetzen.

Somit stand nun meine Wanderstrecke auch fest. Also hieß es am 5. März 2022 ab in die Wanderschuhe, und rein ins Wander-Abenteuer. 

Die ersten Kilometer auf der “TraumRunde Markt Einersheim”

Wie gesagt, befindet sich die “TraumRunde Markt Einersheim” direkt vor meiner Haustür. So ging ich als erstes durch unsere kleine Gemeinde, wo ich in kurzer Zeit darauf auch schon meinen ersten “Anstieg” auf einen Weinberg hatte. 

So kam ich auch zum ersten Highlight dieser Tour, das “Terrior f – Markt Einersheim” und das Wengertshäusla. Für mich persönlich gehört dieser Platz zu meinen Lieblingsorten, wo ich mich sehr aufhalte. 

Noch einmal den herrlichen Blick in die Weite genießen, bevor es für mich einige Meter in und an den Weinbergen entlang ging. Mit der ersten Frühlingswärme der Sonne in meinem Gesicht fiel es mir auch nicht so schwer, die Weinlage Vogelsang mit seinem Anstieg zu bestreiten. Jedoch war ich sehr dankbar, dass bereits nach 5 Kilometer die erste Sitzbank auftauchte, um dort eine kleine Rast einzulegen. 

Doch die recht frischen Temperaturen ließen mich nicht zu lange verweilen, so dass ich den nächsten Anstieg in Kauf nahm: Für mich hieß es nun, hoch auf den Schloßbergsattel, um bei der Burgruine Speckfeld vorbei zu kommen. 

Ein bisschen außer Atem kam ich schließlich oben an, schaute dort wieder in die Ferne und stöberte etwas durch das Ruinengelände. Denn hier auf dem Gelände gibt es gerade im Frühling eine kleine Besonderheit: Die Burgruine steht mitten in einem Feld von Bärlauch. Doch zu diesem Zeitpunkt gab es leider nur kleine Sprösslinge, die ich lieber stehen ließ, um in den nächsten Wochen gepflückt zu werden.  

Somit ging es für mich wieder runter vom Schloßbergsattel, bis ich schließlich auf die Weggabelung der beiden TraumRunden gestoßen bin. Wie bereits erwähnt, wollte ich von hier aus nun die “TraumRunde Iphofen” weiter entlang gehen.  

Weiter entlang der Strecke “TraumRunde Iphofen”

Mir ist aufgefallen, dass es doch schon fast 4 Jahre her ist, dass ich die “TraumRunde Iphofen” bereits gelaufen bin. Und das zu einer Zeit, wo ich noch nicht gebloggt habe, und dich somit noch nicht auf meine Abenteuer mitnehmen konnte. Aber trotzdem wusste ich schon, wo sie ungefähr entlang geht, und was ich hier alles so sehen werde. 

Nach der Weggabelung ging ich das kleine Teilstück im Wald entlang, welches zu den bisherigen Wetterverhältnisse schon ein reines Abenteuer war. Matschige und rutschige Wege, wie so mancher umgestürzter Baum lagen vor mir. Doch ich muss gestehen, es machte mir richtig viel Freude, diese Hindernisse zu Umrunden. Wäre es mir jedoch zu viel gewesen, hätte ich auch auf dem breiten Weg neben dem Wald ausweichen können. 

Nach dem Spaß auf dem Trail ging es nun entlang der Felder. Erst hier merkte ich, wo ich nicht von Bäumen geschützt bin, wie kräftig und eisig der Wind weht. Irgendwie kroch die Kälte auch durch meine Klamotten, so dass ich leicht das Frösteln angefangen habe. Mit schnellen Schritten erreichte ich die kleine Gemeinde Birklingen, die ich jedoch nur streifte, bevor es für mich wieder zurück in den windgeschützten Wald ging. 

Kleine Kaffeepause im Wald

Langsam knurrte mir bei jedem Schritt der Magen, und auch die Kälte wollte mich einfach nicht in Ruhe lassen. Als ich hoch in den Himmel schaute, sah ich, dass die Sonne mit ihrer ersten frühlingshaften Wärme verschwunden war, und dafür sich eine große, graue Wolkenwand gebildet hat. 

Also entschied ich mich, bei der nächsten Sitzgelegenheit wieder eine kleine Rast zu machen, meinen Gaskocher aufzubauen, und mit einem Kaffee mich zu wärmen. Die Vorfreude darauf ließ mein Magen nur kräftiger Knurren, und meine Schritte somit schneller. 

Doch so richtig konnte ich meinen Kaffee auch nicht genießen. Die Umgebung, mitten im Wald zu sein, war zwar herrlich, doch die Kälte machte mir eher zu schaffen. Mit der Hoffnung, dass der Kaffee mich wärmen würde, kühlte ich beim Sitzen mehr aus, als es mir lieb war. 

So entschloß ich, nach dem ich den Kaffee aufgebrüht habe, mit der Tasse in der Hand weiterzugehen. Und auf einmal war ein kleines, verrücktes Lächeln im Gesicht da. Ich malte mir aus, was wohl andere Wanderer denken würden, wie sie mich mit einer Kaffeetasse in der Hand durch den Mittelwald laufen sehen. Leider habe ich niemanden auf diesem Wegabschnitt getroffen, so dass meine leere Tasse schließlich wieder in den Rucksack wanderte. 

Eine Abkürzung auf der “TraumRunde Iphofen”

Am Mittelwald-Informationszentrum angekommen, sah ich durch die recht kahle Natur um mich herum das kleine Käppele. Ich muss gestehen, ich wusste schon vorher, dass sich hier ein Käppele befindet, jedoch war ich noch nie dort gewesen, um es mir anzuschauen. 

So überquerte ich die Straße und stieß direkt auf eine Weggabelung, die mir an zeigte, dass es 2 verschiedene Varianten von der “TraumRunde Iphofen” gab. Da ich mir gerne das Käppele anschauen wollte, und ich persönlich es auch liebe neue Wege zu zu entdecken, entschied ich mich für die Variante, die ich noch nicht kannte. 

Mit einem kleinen Blick ins Käppele, wo mich eine recht angenehme Wärme empfand, ging es für mich auf matschigen Waldwegen weiter. Entlang des “Waldlehrpfad Mittelwaldweg”, wo rechts und links am Wegesrand Informationstafeln stehen, bis ich schließlich vor einer weiteren Weggabelung stand. Hier trennen sich die Wege des “Mittelwaldweg” und die “TraumRunde Iphofen”. 

Nach einem kurzen Teilabschnitt im Wald stieß ich auf eine Kreuzung, die mir sehr bekannt vor kam. Denn ab hier geht die Hauptrunde von der “TraumRunde Iphofen” entlang. Habe ich somit gerade diese Strecke abgekürzt? Für die Kilometer, die ich für den Community Trail sammeln wollte, war das nicht gerade zum Vorteil gewesen. Doch ich persönlich war da sehr dankbar, dass mir so ein erneuter Aufstieg in dieses Waldgebiet erspart blieb. 

Erneutes Treffen der “TraumRunde Markt Einersheim”

Mit ein paar weiteren Schritten kam ich auch wieder an der Weinlage Vogelsang an. Eine Strecke, die ich bereits schon vor paar Stunden gegangen bin. Doch ohne die Sonne am Himmel, war es dieses Mal eher etwas ungemütlich gewesen. 

Dank der Kälte ließ ich nun die Bank hinter mir, wo ich als erstes eine kleine Rast eingelegt habe, und ging sofort hoch zur Burgruine Speckfeld. Auch beim zweiten Anlauf der Steigung kam ich erschöpft und außer Atem oben an. Dort schaute mich zwar ein Mountainbike-Fahrer fragend an, aber ich muss gestehen, dass ich nicht mal die Kraft hatte, ihn eine Antwort auf meine recht schwache Erscheinung geben zu können: Dass ich bereits jetzt schon 15 Kilometer gewandert bin, für mich nun diese Strecke meine Längste im Jahr 2022 ist, und ich seit Monaten kein richtiges Wandertraining hatte, ganz besonders, was Steigungen angeht. 

Aber rum jammern wollte ich nun auch nicht. Somit lächelte ich ihn an und ging tapfer meinen Weg voran. Denn zum Glück kommt nach einem Aufstieg auch ein Abstieg, wo ich nochmal genügend Kraft für die letzten Kilometer sammeln konnte.

Bei leichten Sonnenuntergang auf den letzten Kilometern

So ging ich nun an der Weggabelung die “TraumRunde Markt Einersheim” entlang. Vorbei an Felder, durch einen Waldgebiet, bis ich schließlich zur Weinlage Mönchshütte kam. Erst hier merkte ich, wie lange ich bereits schon unterwegs war. Denn die letzten Sonnenstrahlen bahnten sich unterhalb der dicken Wolkenschicht ihren Weg, und strahlten so in einem leichten Orangeton mein Zielort an. 

Doch ich muss gestehen, dass die letzten Kilometer für mich persönlich eine reine Qual waren. Meine Beine waren schwer und meine Füße tat weh. Mein Körper war einfach nicht mehr gewöhnt, eine so weite Strecke zu wandern. So dachte ich mir manchmal, als ich vom Weinberg hinunter Richtung Possenheim ging, ob ich nicht einfach abkürzen sollte. So wäre ich schneller in der warmen Wohnung und könnte auf dem Sofa meine Beine ausstrecken. 

Aber wäre ich dann nicht enttäuscht von mir, dass ich dieses Projekt kurz vorm Ende abbrechen würde? Schließlich lagen nur noch 2-3 Kilometer vor mir, und die wären jetzt nur noch ein Kinderspiel gewesen, gegenüber die Strecke, die ich bereits lief. Also Zähne zusammen beißen und weiter der “TraumRunde Markt Einersheim” folgen. 

Doch mit dem Gedanken des Abbruchs musste ich noch lange kämpfen. Allein schon der eisige Wind entlang der Felder machte es mir nicht so einfach. Doch ich blieb stark. Durchgefroren, mit schmerzenden Füßen und Beinen, aber überglücklich und mit einem Lächeln im Gesicht kam ich Zuhause wieder an. Ich habe es geschafft. Beide TraumRunden, auch wenn ich bei der Iphöfener eine Abkürzung genommen habe, bin ich am Stück entlang gewandert. 

Mein kleines, persönliches Fazit

20 Kilometer liegen somit hinter mir. Eine Strecke, die mir große Freude machte, mich ab und zu dank der Wetterverhältnisse verzweifeln ließ, und mir am Ende nochmal zeigte, dass ich stärker bin, als ich dachte.  

Auch wenn ich von der Community an diesem Wochenende die kürzeste Strecke lief, denn am Sonntag hatte ich einfach keine Kraft mehr, aus dem Bett zu kommen, hat es mir richtig viel Spaß gemacht. Selbst unser lieber Peter war richtig glücklich über jede einzelne Leistung von uns, so dass er jetzt bereits den nächsten Community Trail im September plant. Ob ich dann wieder dabei sein werde, kann ich noch nicht versprechen – aber ich werde es versuchen! 

Für mich selbst habe ich von dieser Runde erfahren, dass ich auf jeden Fall mein Training für die Gewaltmarsch-Veranstaltungen wieder aufnehmen muss. Seit ca. 4 Monaten war ich doch eher etwas faul gewesen, und blieb eher Zuhause, als raus in die Natur zu gehen. Ein kleiner Traum ist es von mir, den Mammutmarsch in Nürnberg mit 50 Kilometer zu laufen. Bis dahin habe ich noch etwas Zeit, aber das Training werde ich definitiv jetzt schon wieder aufnehmen. 


Virtuelles Wandertagebuch: Königstour Deutschland → Etappe 1

Ein kleiner Traum von mir ist es, einmal quer durch Deutschland zu wandern: Vom Norden in den Süden, vom Osten in den Westen. Doch dafür muss ich meine Ausdauer noch mehr trainieren, und wohl ein ganzes Jahr Urlaub nehmen. Doch mit einer virtuellen Wander-Challenge komme ich diesem Traum schon näher. 

Inhaltsverzeichnis

🔸 Die Idee hinter diesem Projekt
🔸 Persönliche Gestaltung des Tagebuches
🔸 01.01.2022 ✴ Start der großen Herausforderung
     🔸 Virtueller Start an der Zugspitze
     🔸 Neujahrswanderung: Uffenheimer Rundwanderweg “U1”
🔸 02.01.2022 ✴ Abendspaziergang in Uffenheim
🔸 05.01.2022 ✴ Geocaching in Uffenheim
     🔸 Virtuelles Highlight: Partnachklamm
🔸 06.01.2022 ✴ Uffenheimer Rundwanderweg “U5”
🔸 Zwischendurch mit Morgen- und Abendrunden in Uffenheim
🔸 15.01.2022 ✴ Uffenheimer Rundwanderweg “U3”
🔸 Virtuelles Ziel der 1. Etappe: Ammertal

Die Idee hinter diesem Projekt

Wie erwähnt, ist es ein kleiner Traum von mir, einmal quer durch Deutschland zu wandern. Ich selbst wohne in Bayern (genauer gesagt in Franken), und meine Eltern in Schleswig-Holstein – so kam mir eines Jahres die Idee, zu Fuß zu meinen Eltern zu gehen. Wer weiß, vielleicht unternehme ich eines Tages auch dieses Abenteuer, aber für den Anfang läuft dieses nun virtuell ab. 

Ende 2021 suchte ich bereits schon nach einer entsprechenden Herausforderung für mich. Natürlich könnte ich mir so eine Strecke virtuell selbst erstellen, aber ich kenne mich: Die Motivation bleibt eines Tages auf der Strecke. 

Da ich bereits schon sehr gute Erfahrung mit dem Anbieter GVC (Great Virtual Challenges) gesammelt habe, entschied ich mich auch für dieses Vorhaben, mein “kleines Abenteuer” mit ihnen zu bestreiten. Denn bereits im letzten Jahr lief ich zusammen mit Verena von “Hinter dem Horizont” den virtuellen Jakobsweg. Mehr dazu findest du in ihrem virtuellen Wandertagebuch.

Dieses Mal entschied ich mich für die Königstour Deutschland:
1.700 Kilometer Strecke warten auf mich – von der Zugspitze bis hin zum nördlichsten Punkt auf Sylt – unterteilt in 17 Etappen

Um die zusätzliche Motivation zu bekommen, überredete ich meinen Vater, diese Challenge mit mir zu machen. Jedoch nicht als Team, sondern als Konkurrenten. Und ja… Was soll ich sagen: Diese Motivation hilft enorm, auch bei nicht schönen Wetter vor die Tür zu gehen.

Persönliche Gestaltung des Tagebuches

Doch wie stelle ich mir so ein virtuelles Wandertagebuch vor?
1.700 Kilometern, mit 17 Etappen, ist ja schon eine ordentliche Strecke, wo ich einige Wanderungen und Spaziergänge unternehmen werde. Sollte ich somit jede Tour erwähnen und alles in einem Bericht schreiben?

Ich muss zugeben, dass ich wirklich diese Idee am Anfang hatte. Jedoch merkte ich schnell, dass dieses gar keinen Sinn macht. Der Beitrag würde ewig lang werden, so dass ich selbst die Lust am Schreiben verliere, sowie auch ihr, als Leser, das Interesse an meinen Aktivitäten. 

Die passende Idee kam schließlich von der Verena, wo ich ihr mein Problem geschildert habe. Sie meinte dazu, dass ich 17 “kleine” Beiträge zu den jeweiligen Etappen schreiben könnte. So würde es nicht nur einen Beitrag geben, der einfach zu lang wird, und meine Leser wären nach der Veröffentlichung des Beitrags auch immer auf dem neuesten Stand. 

“Gar keine schlechte Idee” dachte ich und setze dieses gleich in die Tat um. Vielen lieben Dank nochmal an die Verena – ohne sie wäre ich wohl schon öfters mal verzweifelt gewesen.  

Aber… Ein Hinweis noch:
Ich tracke für diese Challenge all meine Touren, das heißt auch nur “normale” Spaziergänge, immer auf der gleichen Route. Diese werde ich nicht in meinem Wandertagebuch niederschreiben, sondern nur die entsprechenden größeren Touren/Abenteuer. Ich bitte euch dieses zu verstehen, denn sonst wird der Bericht doch einfach zu lang werden.  


Aber kommen wir nun zu meinem Wandertagebuch der Königstour Deutschland

01.01.2022 ✴ Start der großen Herausforderung

Direkt am Neujahr ging es für mich los: 1.700 Kilometer warten auf mich. Ich muss gestehen, dass ich die Tage zuvor sehr nervös war. Gedanken, ob ich es wirklich schaffe, oder ob die Kilometer für 1 Jahr zu viel wären, haben mir fast keine Ruhe gelassen. Dazu kam noch, dass ich mich direkt am Jahresanfang in einer psychosomatischen Klinik befand und nicht genau wusste, wie mein Tagesablauf dort ist, und ob ich wirklich Zeit finde, ein paar Kilometer zu gehen.

Doch mit solchen Gedanken laufe ich eher in die Gefahr hinein, dass dieses sich auch verwirklichen. Mit einem negativen Mindset in ein neues Projekt zu starten, ist kein gutes Vorgehen. So versuchte ich meine Gedanken auf etwas Positives zu lenken: Du hast 17 kleine Zwischenziele, und diese werde ich auch immer groß feiern. Und so trickste ich den inneren Schweinehund aus und merkte, dass ich wieder viel stärker bin, als ich es mir zugestehen möchte. 

Virtueller Start an der Zugspitze

Der virtuelle Start fand direkt auf der Zugspitze statt. Mit dem Satz “Nachdem du eine stärkende Brotzeit zu dir genommen und diesen herrlichen Weitblick genossen hast, wird es Zeit den Weg zur Königstour loszulegen.” – fing für mich diese große, virtuelle Reise an.

Die ersten Schritten (bzw. Kilometer) fanden jedoch mit dem Abstieg des höchsten Berg von Deutschland statt. Doch danach ging es einige Kilometer am Lech entlang, welchen ich auch gerne im realen Leben entlang wandern möchte.

Neujahrswanderung: Uffenheimer Rundwanderweg “U1”

Dank meines Aufenthaltes in der psychosomatischen Klinik ging es für mich in der mittelfränkischen Gemeinde Uffenheim los. Das Wetter spielte zwar nicht wirklich mit, denn die Sonne kam nicht einmal zum Vorschein, doch trotzdem zog ich mir meine Wanderschuhe an.

Für meine alljährliche Neujahrswanderung entschied ich mich für den Uffenheimer Rundwanderweg “U1”. Insgesamt hat Uffenheim 6 kleine Rundwanderwege, und ein kleines, persönliches Ziel war es, diese auch alle mal zu entdecken. 

Doch an diesem Tag kam die Freude zum Wandern recht schleppend in mir hoch. Der Himmel war in Grautönen untersetzt, und auch die recht kahle Landschaft entlang der Felder sorgte nicht für ein inneres Glücksgefühl. Als ich schließlich in einem noch leicht herbstlichen Wald einbog, kam das Lächeln ins Gesicht, und die Freude ans Wandern. Die passende Tour findest du auf Komoot.

Stand am 01. Januar 2022: 5 Kilometer von insgesamt 1.700

02.01.2022 ✴ Abendspaziergang in Uffenheim

Direkt am nächsten Tag entdeckte ich Uffenheim in der Abenddämmerung. Eine kleine Runde, die später noch länger auf meiner “To Do-Liste” stand, um weitere Kilometer für diese Challenge zu sammeln. 

Am Abend noch den Kopf frei zu bekommen, am besten direkt nach dem Abendbrot, tat mir seelisch richtig gut. So konnte ich meine Gedanken und Gefühle sortieren, die am Tag während der Therapie auf kamen. Außerdem bekam ich so ein kleines Glücksgefühl des kleinen Erfolges, und konnte daraufhin sehr gut einschlafen.

An diesem Abend fing für mich eine neue Abendroutine an. So sah ich Uffenheim in einem ganz anderen Licht. Schließlich gibt es Momente und Zeiten, wo eine triste Gegend zu etwas ganz Besonderen werden – und dabei reicht meistens nur eine Lichtquelle aus. 

Stand am 02. Januar 2022: 10 Kilometer von insgesamt 1.700

05.01.2022 ✴ Geocaching in Uffenheim

Doch im neuen Jahr wollte ich nicht nur Wandern, sondern auch mein Hobby Geocaching mehr aufleben lassen. Und so beschloss ich, mal Uffenheim aus der Sicht eines Geocachers kennen zu lernen. 

Dafür bat sich der Multicache “Erna Kaluppke in Uffenheim besonders gut an, welcher übrigens auch eine Cache-Empfehlung von mir ist. Die Besonderheit hierbei ist es nämlich, keine Dose zu finden, sondern bestimmte Kriterien zum Loggen des Fundes. Mehr dazu verrate ich nicht, sondern gehe lieber selber auf die Suche nach Erna Kaluppke. 

Stand am 05. Januar 2022: 22 Kilometer von insgesamt 1.700

Virtuelles Highlight: Partnachklamm

Übrigens habe ich so das erste Highlight auf dem virtuellen Wanderweg freigeschaltet: Die Partnachklamm. Sie ist ca. 700 Meter lang und 80 Meter tief. Außerdem gilt sie als eines der schönsten Naturdenkmäler in Bayern. Also ist es wohl kein wunder, dass sie auf meiner allgemeinen Bucket-List steht, um selbst über ihre Größe und Schönheit zu staunen. 

06.01.2022 ✴ Uffenheimer Rundwanderweg “U5”

Waren die Tage in einem tristen Grauton gewesen, kam heute doch die Sonne zum Vorschein. Diese Chance musste ich nutzen, um ein wenig Vitamin D zu tanken. Und womit kann ich das am besten machen? Natürlich mit einer Wanderung. 

So ging ich den “Uffenheimer Rundwanderweg U5” entlang. Selbst die kahle Landschaft konnte an diesem Tag meine gute Laune nicht zerstören. Den ganzen Weg ging ich mit einem breiten Lächeln im Gesicht entlang, und erfreute mich an jeder Ecke, wo es etwas zu entdecken gab. Und dabei gab es so einiges zu entdecken. Die passende Tour findest du auf Komoot.

Meine Tour startete am Obst- und Windlehrpfad von Uffenheim. Meine Liebe zur Windenergie, wo ich jedes Mal an meinem Vater denken muss. Denn schließlich arbeitet er in einem Energiekonzern, welches nun mal mit Windenergie zu tun hat. Und so kam es auch, dass ich einen recht frechen Gedanken bekam: 

Hier in Bayern haben wir heute einen Feiertag, aber in Schleswig-Holstein ist es ein ganz normaler Arbeitstag. Gute Chancen für mich, einen kleinen Vorsprung gegenüber meinem Vater aufzubauen. 

Stand am 06. Januar 2022: 29 Kilometer von insgesamt 1.700

Zwischendurch mit Morgen- und Abendrunden in Uffenheim

Wie bereits erwähnt, ging ich regelmäßig meine Morgen- und Abendrunden in Uffenheim, um so einige Kilometer zu sammeln. Mittlerweile hatte ich schon eine feste Route gehabt, die ich täglich lief. Morgens ging es jedoch erst zum Bäcker, um mit einem warmen Kaffee in den Tag zu starten. Und so kam es, dass ich täglich an die 4 Kilometer gelaufen bin: Sei es nun in den frühen Morgenstunden um 6 Uhr, oder bei der Abendrunde gegen 19 Uhr. 

Als ich eines Tages bei GVC nachschaute, wie weit ich bereits gekommen bin, merkte ich, dass ich das nächste Highlight frei gestaltet habe. Hierbei handelt es sich um den Walchensee, einer der größten und tiefsten Alpenseen in Deutschland. Mit seinem türkisfarbenes und klares Wasser liegt er über 800 Meter über dem Meeresspiegel. 

15.01.2022 ✴ Uffenheimer Rundwanderweg “U3”

Um mal wieder ein paar Gedanken und Gefühle von den Therapiesitzungen zu sortieren, ging ich an diesem Tag eine etwas längere Strecke. Eher planlos ließ ich mich treiben, wo mich meine Wanderschuhe hinführen könnten. 

So kam es, dass ich durch Zufall auf den “Uffenheimer Rundwanderweg U3” gestoßen bin. Doch irgendwie war ich aber gedanklich nicht wirklich bei ihm gewesen. Ich setze zwar einen Schritt vor dem Anderen, sortierte dabei aber eher meine Gedanken im Kopf. Erst in der beruhigenden Stille in der Natur, weg vom Stadtlärm, wurde es auch in meinem Kopf ruhiger. So konnte ich noch die letzten Schritte in der Natur auch gedanklich genießen. Die passende Tour findest du auf Komoot.

Stand am 15. Januar 2022: 70 Kilometer von insgesamt 1.700

Virtuelles Ziel der 1. Etappe: Ammertal

Mit einer Abendrunde am 18. Januar erreichte ich die 75 Kilometer-Marke. Was bedeutet, dass ich ein weiteres Highlight freigeschaltet habe, und somit auch am Etappenende befinde. 

Es machte mich regelrecht stolz, dass ich so fleißig bei meiner Challenge zur 1. Etappe war. Und als ich sah, dass ich noch vor meinem Vater ins Etappenziel einlief, war das Lächeln im Gesicht vorprogrammiert. 

Virtuell bin ich im Ammertal angekommen. Es liegt nördlich der Ammergauer Alpen in Bayern und ist mit seiner Ammerschlucht von einer Länge mit 600 Meter, sowie einer Tiefe von ca. 60 Meter bekannt. Als weiteres Highlight gibt es dort die Schleiferfälle

Stand am 18. Januar 2022: 75 Kilometer von insgesamt 1.700


Und so geht der erste Eintrag meines Wandertagebuchs zu Ende. 75 Kilometer liegen nun bereits hinter mir. Sogar Wind und Regen konnten mich nicht abhalten, raus an die frische Luft zu gehen, um eine “kleine” Runde zu drehen. Ich hätte nie gedacht, dass so eine Challenge mich doch sehr animiert, raus in die Natur zu gehen. 

So hoffe ich, dass diese Motivation noch lange anhält. Aber dieses werden wir erst am Ende der Königstour Deutschland erfahren. Bis dahin befinde ich mich nun auf einer weiteren Etappe davon. 

Also… Bis zum nächsten Wandertagebuch-Eintrag. Eure Shelly

Monatsrückblick Januar 2022

Kaum zu glauben, aber es ist wirklich wahr: Der erste Monat im neuen Jahr liegt bereits hinter uns. Ich muss aber gestehen, dass ich eher das Gefühl habe, als ob letzte Woche erst Silvester gewesen wäre. Da fragt man sich: Was habe ich in den letzten 31 Tagen alles so erlebt, dass die Zeit nur so davon flog?! Und somit “Herzlich Willkommen” zu meinem ersten  Monatsrückblick im Jahr 2022 – ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen.

Kleine Inhaltsangabe

1. Mein Aufenthalt in der psychosomatischen Klinik in Uffenheim
2. Start der Wander-Challenge “Königstour Deutschland”
3. Neujahrswanderung auf dem Uffenheimer Rundwanderweg U1
4. Erkundungstouren rund um Uffenheim (inkl. Geocaching)
5. Kleiner Tagesausflug nach Rothenburg ob der Tauber
6. Kleine Geocaching-Tour durch die Gemeinde Aub
7. Entdeckung eines Steinbruches, sowie ein Spaziergang entlang des Obernzenner Sees
8. Pläne für den Februar

Mein Aufenthalt in der psychosomatischen Klinik in Uffenheim

Seit dem 21. Dezember 2021 befinde ich mich in der psychosomatischen Klinik in der mittelfränkischen Stadt Uffenheim. Wie ich bereits in meiner “Bucket List 2022” erwähnte, bin ich um den November herum, mit all dem ganzen Stress im Leben, zusammengebrochen. Da mein Aufenthalt hier in der Klinik noch bis Mitte Februar geht, war ich natürlich auch den ganzen Januar, mehr oder weniger, in Uffenheim unterwegs gewesen. 

Ungefähr ab dem Start der Wandersaison 2022 werde ich auch wieder vermehrt unterwegs auf meinen kleinen Outdoor-Abenteuern in (ganz) Franken sein. Bis dahin versuche ich noch etwas mehr stabiler und belastbarer zu werden – und genieße ehrlich gesagt so langsam die freie Zeit auch mal nur für mich, statt immer nur für Andere da zu sein. 

Start der Wander-Challenge „Königstour Deutschland“

Ende des Jahres 2021 kam mir die Idee, einmal die ganzen Kilometer zu tracken, die man in einem Jahr so abläuft. Die einzige, kleine Schwachstelle bei dieser Idee war, dass ich in der Art eine Motivation brauche, und diesen Gedanken auch bis zum Schluss durchzuführen. Mit anderen Worten: eine neue virtuelle Wander-Challenge musste her!

Da ich bereits sehr gute Erfahrungen mit den Anbieter “GVC – Great Virtual Challenges” habe, schaute ich dort nach einer passenden Herausforderung nach. Lange suchen musste ich dabei natürlich nicht und entschied mich für die “Königstour Deutschland” mit 1.700 Kilometern. 

Eine Sache, die mir sehr gut bei diesem Anbieter gefällt, ist die frei gestaltete Zeitraumangabe für die entsprechenden Kilometern. Jeder kann für sich selbst entscheiden, wie schnell oder langsam er/sie auf seiner Tour unterwegs ist. Damit bei mir die Motivation nicht einschläft, gab ich mir den Zeitraum von 365 Tagen. Mit anderen Worten: Gestartet wurde am 1. Januar, und bis spätestens 31. Dezember möchte ich die kompletten 1.700 Kilometer erwandert haben. 

Klingt spannend? Ist es auf jeden Fall auch! Und eines kann ich jetzt schon sagen: Es motiviert sogar im kalten und nassen Winter vor die Tür zu gehen, um eine kleine Runde zu laufen. Doch mehr dazu erfährst du demnächst in meinem virtuellen Wandertagebuch von der “Königstour Deutschland”. 

Neujahrswanderung auf dem Uffenheimer Rundwanderweg U1

So startete ich auch gleich im neuen Jahr mit einer Wanderung. Die Umgebung von Uffenheim war für mich am Anfang des Monats noch Neuland gewesen, so dass ich mich für den “Uffenheimer Rundwanderweg U1” entschieden habe. 

Doch viel zu entdecken und zu sehen gab es hier leider nicht. Auf seiner kurzen Länge von ca. 3 Kilometer ging es entweder an kahlen Feldern und Wiesen vorbei, sowie ein ganzes Stück im Wald entlang, jedoch als Nachbarweg entlang der Bahnschienen. 

Trotzdem muss ich sagen, dass mir die frische Luft im neuen Jahr richtig gut tat. Die kalte Luft in der Lunge zu spüren, das Rascheln der Blätter unter meinen Schuhen zu hören – ich hatte das Gefühl, auf dieser Wanderung sehr viel Energie für dieses Jahr gesammelt zu haben.

🔶 Hier kommst du zu meiner Wanderung auf Komoot

Erkundungstouren rund um Uffenheim (inkl. Geocaching)

Doch bei dieser einen Wanderung ist es im Monat Januar nicht geblieben. Immer wieder, wenn ich etwas Zeit zwischen den Therapie-Kursen hatte, zog ich mir meine Wanderschuhe an und ging auf mehreren Entdeckungstouren. So wanderte ich noch 2 weitere Rundwanderwege in Uffenheim ab, suchte auch den einen und anderen Geocache, und lief unseren bekannten Klinikrundweg “das berühmte P”. Ich ließ mich einfach nur treiben, ohne mir genaue Gedanken zu machen, wo ich hingehen könnte.

🔶 Hier kommst du zu der Wanderung auf dem Uffenheimer Rundwanderweg U5
🔶 Hier kommst du zu meiner Wanderung auf dem berühmten P-Weg
🔶 Hier kommst du zu meiner Entdeckungsrunde rund um Uffenheim

Kleiner Tagesausflug nach Rothenburg ob der Tauber

Natürlich waren auch ein paar Abenteuer für das Wochenende geplant gewesen, sowie mein kleiner Tagesausflug nach Rothenburg ob der Tauber. Zusammen mit 2 Mitpatienten schauten wir uns an diesem Tag das “mittelalterliche Kriminalmuseum” an, wärmten uns in einem Kaffee mit heißer Schokolade auf, und liefen sogar noch ein Stück auf der Stadtbefestigung entlang. 

Auch wenn das Wetter nicht so ganz mitspielte, und wir wegen der Kälte nicht so viel unternehmen konnten, waren die Momente dort für mich doch etwas ganz Besonderes gewesen – und so freue ich mich, dass ich weitere Marmeladenglas-Momente sammeln konnte. Außerdem liegt Rothenburg ob der Tauber nicht all so weit von mir entfernt, so dass ich auch zu einer anderen Jahreszeit hier gerne wieder vorbeischauen werde. 

Kleine Geocaching-Tour durch die Gemeinde Aub

Ein weiteres Marmeladenglas-Moment war meine kleine Erkundungstour der kleinen, unterfränkischen Gemeinde Aub gewesen. Dank eines tollen Geocache führte er mich durch diese kleine Stadt. Ich kann nicht genau sagen wieso, aber ich habe mich ein Stückchen in diese Ortschaft verliebt und werde sie mir im Sommer nochmal etwas genauer anschauen. Vielleicht lag es aber auch an der leckeren, fränkischen Schokobanane, die ich dort zum ersten Mal probieren durfte. 

🔶 Hier kommst du zum Multicache Stadtrundgang in Aub

Entdeckung eines Steinbruches, sowie ein Spaziergang entlang des Obernzenner Sees

Kurz vorm Monatsende habe ich mich wieder treiben lassen, aber nicht zu Fuß, sondern mit dem Auto. Ursprünglich war mein Plan gewesen nach Ansbach zu fahren, doch irgendwie bog ich an einer Kreuzung auf eine andere Straße ab. Nicht, dass ich mich verfahren hatte, aber irgendwie sagte in mir etwas, dass ich genau diesen Weg nehmen sollte.  

Und mein Bauchgefühl war in diesem Fall auch richtig gewesen: So entdeckte ich die Fingalshöhle bei Obernzenn, welches aber heutzutage keine Höhle mehr ist, sondern ein alter Steinbruch. 

Überwältigt von diesem Anblick fuhr ich nun direkt in die Gemeinde Obernzenn. Aber nicht für eine Erkundungstour der Ortschaft, sondern zum Obernzenner See. Ich wollte in Ruhe und in Gelassenheit einen gemütlichen Spaziergang um ihn herum drehen. Und bei jedem Schritt auf diesem Weg gelang es mir auch. 

Ich hatte das Gefühl, als ob mir eine schwere Last von den Schultern fiel. Mein Lächeln im Gesicht wurde immer breiter, und an diesem Tag kam meine Liebe zur Fotografie auch zurück. Als die Sonne immer mal wieder zwischen den dunklen Wolken hervor schaute, breitete sich ein wohliges Urlaubsfeeling in mir aus. 

🔶 Hier kommst du zur Wanderung um den Obernzenner See

Pläne für den Februar

Wie man sieht, habe ich doch das eine und andere Abenteuer erlebt, auch wenn ich aktuell eher einen Klinikalltag habe. Doch genau das ist es ja, was ich gerne vermitteln möchte: Man nicht viel braucht, um selbst ein kleines Abenteuer außerhalb des Alltags zu erleben

Doch wie geht es nun mit mir im Februar weiter? 
Mein Klinikaufenthalt endet am 16. Februar. Bis dahin versuche ich wie im Januar immer wieder kleine Ausflüge zu machen, um auch selbst innerlich wieder mehr zur Ruhe zu kommen. Wobei ich schon gestehen muss, dass noch einiges auf mich zukommen wird.  

Aktuell ist es für mich wichtiger, dass ich wieder richtig gesund, stabiler und vor allem belastbarer werde. Und diese Zeit werde ich mir auch nehmen – egal, wie lange es noch dauert.

Aus diesem Grund möchte ich auch nichts planen, was ich wann erleben werde, unterwegs sein könnte, und so weiter. Ich merkte ja bereits im Januar, dass es mir auch gut tut, wenn ich mich nur treiben lassen, sowie auf mein Bauchgefühl höre. Somit bin ich selbst sehr gespannt, wie der Februar für mich wird. 

Doch wie es mir nun dabei so erging, also vom Treiben lassen und des spontanen, ungeplanten Abenteuers… Dieses erzähle ich dir gerne in meinem nächsten Monatsrückblick..

Bucket List 2022 ⇾ Wie sieht das Jahr für den Weltenspatz aus?

Das Jahr 2021 liegt nun hinter uns. Ein Jahr, welches für mich persönlich ein reines auf und ab war. So manche schöne Abenteuer liegen bereits hinter mir, genauso wie die eine und andere Begegnung in meinem Leben. Doch was ich aus dem Jahr 2021 am meisten gelernt habe, ist folgendes: Man kann das Leben nicht komplett selbst bestimmen…

Inhaltesverzeichnis

Das Leben ist nicht perfekt planbar 
Der kleine Absturz im Jahr 2021
Das Ende vom Weltenspatz war sehr nah gewesen
Der Weltenspatz geht es nun gemütlicher und ruhiger an
Meine kleine “Bucket List 2022”
Meine kleines Dankeschön an eine bestimmte Person

Das Leben ist nicht perfekt planbar

Es gibt immer wieder Momente und Ereignisse auf dem eigenen Lebensweg, welche man erst meistern muss, um seinen Weg weiter fort zu führen. Gerade solche Momente öffneten mir die Augen, dass man nicht so viele Ziele in einer recht “kurzen” Zeit haben sollte.

Man könnte nun sagen, dass das Jahr doch 365 Tage, und somit 52 Wochen hat ⇾ Also genug Zeit, seine Ziele auch zu verfolgen und zu verwirklichen.

Ja, diese Aussage stimmt… Und nein, man schafft es nicht. 
Man kann sein Leben nicht komplett planen, egal was für eine Zeitspanne man sich selbst nimmt. Sei es das Universum oder andere Arten von Kräften, welche uns immer wieder neue Herausforderungen auf den eigenen Weg legen. Genau diese Zeit, um sich mit der neuen Herausforderung zu beschäftigen, vergessen viele mit einzuplanen. Und ja, ich gehörte auch dazu. 

Der kleine Absturz im Jahr 2021

Mitte 2021 fing es so langsam bei mir an. Ich schaute auf meine recht lange “Bucket List 2021” und merkte, ich habe so gut wie keinen einzigen Punkt bisher geschafft. Um nicht mich selbst, aber auch euch als Leser zu enttäuschen, powerte ich dann richtig los.

Mitte/Ende September begann aber der Prozess zu kippen. Ich stresste von einem Termin zum Nächsten, um ja alle “To Do’s” auch zu erledigen. Und auf einmal verschwanden meine Outdoor-Abenteuer. Schleichend, Stück für Stück… Immer mehr… 

Der ganze Alltagsstress, aber auch der innerliche Stress kam immer mehr auf. Ich wollte noch so viel machen und erreichen, doch die persönliche Energie fehlte auf einmal. Alles was ich anfing, drohte zu kippen, und war regelrecht zum Scheitern verurteilt.

Das Ende vom Weltenspatz war sehr nah gewesen

Auf einmal hatte ich selbst keine Motivation mehr, raus zu gehen. Ich wollte den ganzen Tag über nur im warmen Bett liegen bleiben, mit der Hoffnung, dass der morgige Tag besser wird. Doch es wurde nie besser, sondern eher schlimmer.

Meine Freunde versuchten mich aufzumuntern, indem ich mir selbst immer sagen soll, wofür ich doch mit Weltenspatz stehe. Ich soll selbst daran denken und glauben, um so die fehlende Motivation aufzubauen. Denn schließlich möchte ich ja euch da draußen zeigen, wie einfach es ist, aus dem Alltag zu entfliehen und sein eigenes, kleines Abenteuer zu erleben. Aber was ist ein Weltenspatz, wenn er das selber nicht mehr daran glaubt?

Weil mir dieses eben nicht selbst gelingt, wollte ich mich zurückziehen und das Kapitel Weltenspatz für immer schließen. Es beenden, weil ich selbst merkte, wenn ich von etwas erzählte, dass die ansteckende Abenteuerlust in meiner Stimme fehlte. 

Doch der kleine Spatz in mir wollte sich mit diesen Gedanken anfreunden.

Der Weltenspatz geht es nun gemütlicher und ruhiger an

Nun im Jahr 2022 befinde ich mich gleich am Jahresanfang in einer psychosomatischen Klinik. Denn nicht nur mein Hobby als Bloggerin wurde mir zu viel, sondern auch mein Beruf, wie im allgemeinen das ganze Leben. Aber bitte, macht euch keine Sorgen um mich. Mir geht es schon besser und ja, ich befinde mich langsam wieder auf dem richtigen Weg. Denn eines, was ich schon gelernt habe, ist folgendes: “Nein” zu sagen, und wirklich mal nur Zeit für sich selbst zu nehmen.

Und das Bloggen? Ja, es ist teilweise etwas stressig. 
Ich muss im voraus bereits ein Abenteuer planen, welches nicht so viel Geld kostet (Sprit für die Fahrt oder Zugfahrkarte, oder bei längeren Touren die Verpflegung). Dann muss ich natürlich auch noch dieses Abenteuer erleben, während dessen Fotos machen, ggf. noch Videosequenzen herstellen, nach dem Abenteuer dann die Fotos bearbeiten, die Videosequenzen passend zusammen schneiden, und für den Blog einen passenden Artikel schreiben.

Aber ich merke, dass dieser Stress nicht der Auslöser im letzten Jahr für mich war. Im Gegenteil, er tat mir richtig gut und machte mich glücklich ⇾ bzw. macht mir das Bloggen immer noch glücklich. Ich blühe in diesem Element als Bloggerin richtig auf, was ich leider mit der Zeit verlernt habe zu sehen. Und somit geht es nun mit Weltenspatz im Jahr 2022 auch wieder weiter.

Ich möchte gerne wieder regelmäßig von meinen Abenteuern berichten. Sei es hier auf dem Blog, bei Instagram und/oder YouTube. Doch dieses mal ohne den Zeitdruck innerlich zu spüren, dass ich dringend etwas abliefern müsste. 

Denn müssen, muss ich schon mal gar nichts, und wenn, dann nur den Gang aufs Klo. 

Da ich noch nicht mit Kooperationen zusammen arbeite, habe ich somit keine bestimmte  Zeiten, wann etwas veröffentlicht werden muss. Wobei ich doch zugebe, dass der Traum als selbstständige Bloggerin ein großes Thema bei mir ist. Doch bisher ist das Bloggen nur mein Hobby, welches ich nun viel lieber entspannter und liebevoller ausüben möchte. Ich denke, dass es nicht nur mir gut tut, sondern auch euch. Ohne Stress kann ich einfach viel intensiver berichten, so dass ihr selbst diesen kleinen Weltenspatz in euch spürt, der gerne draußen in der Natur unterwegs ist.

Meine kleine “Bucket List 2022”

Aber nun genug von mir, denn sonst wird dieser Beitrag noch länger und handelt wohl überhaupt nicht mehr von meiner Bucket List. Es sollte nur als eine Art Einleitung dienen, wieso ich mich gerade nur auf diese Punkte für das Jahr 2022 entschieden habe.

Denn das, was ich aus dem Jahr 2021 gelernt habe, ist folgendes:
Nimm dir nicht so viel auf einmal vor. Es klingt zwar alles toll, und gedanklich sieht es vielleicht auch schön und machbar aus. Doch leider ist das Leben nicht planbar. Es wird immer wieder Steine in deinem Leben geben, die du erst überwinden musst. 

Aus diesem Grund habe ich mir nicht so viel vorgenommen. Da lasse ich mir eher den Freiraum, um ggf. noch weitere Punkte hinzuzufügen. Aber natürlich auch nur dann, wenn ich mir 100% sicher bin, dieses auch wirklich zu wollen und auch in der Zeit des Jahres schaffe. 

[ ] Mit der virtuellen Wander-Challenge “Königstour Deutschland” 1700 Kilometer zu erwandern
[ ] Den Steigerwald-Panoramaweg erwandern (9 Etappen → 9 Monate)
[ ] Auf dem höchsten Punkt Frankens sein (Schneeberg)
[ ] Einen weiteren Mammutmarsch zu laufen
[ ] Bei einem weiteren “Marsch zum Meer” daran teilnehmen
[ ] Eine Woche auf Borkum verbringen (bereits gebucht)
[ ] Einen Wand-Fotokalender 2023 gestalten und herausbringen

Meine kleines Dankeschön an eine bestimmte Person

Manchmal braucht man einfach nur Sätze von einem Fremden zu hören, um zu merken, dass es die Wahrheit ist. Hier in der psychosomatischen Klinik habe ich eine Person, die mir indirekt immer wieder vermittelt, ich soll mir nicht so viel auf einmal vornehmen. 

Und somit ein großes Danke an dich Andreas. Auch wenn ich viel Träume und gerne alles auf einmal machen möchte, holst du mich immer wieder auf den Boden zurück. Auch wenn ich dann genervt, wütend oder traurig schaue, wenn du mir dieses sagst, hoffe ich natürlich auch, dass du vielleicht weißt, dass ich dir innerlich immer bei diesem Thema Recht gebe. 

Es ist leider ein Problem von mir, dass ich wohl manchmal zu sehr ins Träumen gerate. Aber ich denke, mit dieser recht kurzen Bucket List (im Vergleich: letztes Jahr war sie 3-4x so lang gewesen), nehme ich wohl diesen großes Felsen in meinem Lebensweg in die Hände, und trage ihn Stück für Stück weiter an den Wegesrand, um meinen Weg weiter voran zu gehen.